Veranstaltungen zur Revolution 1918/19

17.11.2018
13:00

Bairische Revolution und Räterepublik für Interessierte ohne Vorkenntnisse

Die Bairische Revolution von 1918/19 und die frühen Jahre des Freistaates stehen im Mittelpunkt der RevolutionsWERKSTATT. Schwerpunkte sind die Auswirkung des Weltkrieges in Bayern, Ver- lauf und Wirkung der Bairischen Revolution, Akteurinnen und Akteuren sowie die Niederschlagung der Räterepublik. Was ist von diesen historischen Ereignissen geblieben?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Veranstaltungsreihe: Revolutionswerkstatt

17.11.2018
14:00

Kriegerdenkmäler der Religionsgemeinschaften

Eine Auswahl der Jahre 1921 bis 1937

Nach dem Ersten Weltkrieg wollten auch in München die Menschen ihrer Trauer über die Kriegstoten und ihrer verbitterten Enttäuschung über den Kriegsausgang Ausdruck verleihen. So wurden in der ersten Jahren der Weimarer Republik in oder an den Gotteshäusern und auf Friedffen zahlreiche Kriegerdenkmäler errichtet. Die Münchner Kunst- und Kirchenführer geben Besucherinnen und Besuchern zu diesen Monumenten der Verarbeitung des Ersten Weltkrieges kaum Auskünfte. So bleiben Entstewhungszeit, Künstler und Deutungen der Inschriften und Symbole oft unbekannt. Beim Rundgang werdn diese aufgezeigt und ihr Hintergrund erläutert.

Antonia Leugers Kirchenhistorikerin, Universität Erfurt
Sebastian Offergeld Politologe

Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau
Anmeldung bis Mittwoch, 14. November an LSchmidinger@eomuc.de


Veranstaltungsart;: Stadtführung

17.11.2018
19:00

„Den Tagen, die da kommen, gewachsen sein“

Die Lebensgeschichte der Zenzl Mühsam

Uschi Otten ist Herausgeberin des Briefwechsels zwischen dem anarchistischen Dichter Erich Mühsam und seiner Frau Kreszentia. Diese Frau hat mir der Himmel geschickt!, so Mühsam. In ihrem Vortrag schildert Uschi Otten die revolutionäre Tätigkeit Zenzl Mühsams während der Novemberrevolution und ihren späteren Lebensweg in der Zeit des stalinistischen Terrorregimes

Uschi Otten, Berlin, Historikerin, Regisseurin und Autorin von zahlreichen Büchern und Artikeln über Zenzl Mühsam

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V./Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München

 


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Uschi Otten
Veranstaltungsreihe: Revolutionswerkstatt

19.11.2018
20:00

Geschichte des Freistaates Bayern

vom Zweiten Weltkrieg bis zu den 1950er Jahren

Mit der Proklamation Nummer 2 vom 28. September 1945 stellte General Eisenhower Bayern offiziell als Staat wieder her. Vorausgegangen war ein fünfjähriger Krieg, den Deutschland entfesselt hatte und der auch in Bayern Tod und Zerstörung brachte. Und nun: amerikanische Besatzung, Wiederaufbau, Gründung der Bundesrepublik und nicht zuletzt: Wirtschaftswunder. Zweimal wird in diesen Jahren mit Wilhelm Hoegner (SPD) ein Mann bayerischer Ministerpräsident, der nicht Mitglied der CSU ist; Hoegner gilt als „Vater der Bayerischen Verfassung".


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Paul Gaedtke

20.11.2018
19:00

Krise oder Aufbruch 1918?

Eine Bestandsaufnahme zur Wahrnehmung der Revolution 1918/19 in Bayern

Mit der Ermordung Kurt Eisners am 21. Februar 1919 und den anschließenden Attentaten im Bayerischen Landtag begann die blutige Etappe der Revolution in Bayern. Die Eskalation der Gewalt überschattete den Anfang der parlamentarischen Demokratie in Bayern und führte dazu, dass in weiten Kreisen demokratie- und republikskeptische sowie antisemitische Haltungen zu Tage traten. Wie wirkte die rechtskonservative Interpretation der historischen Ereignisse von 1918/1919 im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts fort? Wann und inwiefern veränderte sich die Rezeption der Ereignisse von 1918/19? Aus unterschiedlichen Perspektiven nimmt das Podium die Wahrnehmung der Revolution 1918/19 in Bayern in den Blick.

Michael Brenner Jüdische Geschichte und Kultur, Ludwig-Maximilians-Universität
Bernhard Grau Direktor des Bayerischen Hauptstaatsarchivs München
Michaela Karl Politikwissenschaftlerin und Schriftstellerin
Ferdinand Kramer Bayerische Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte, Ludwig-Maximilians-Universität
Hildegard Kronawitter Moderation, Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung e.V.

Monacensia im Hildebrandhaus in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit


Veranstaltungsart;: Podiumsdiskussion
Veranstalter: Monacensia
Veranstaltungsreihe: Dichtung ist Revolution

20.11.2018
19:00

„Es geht durch die Welt ein Geflüster“

Dokumentarfilm über die Münchner Revolution und Räterepublik 1918/19

Der Dokumentarfilm „Es geht durch die Welt ein Geflüster“ entstand zum 70. Jahrestag der Münchner Revolution und Räterepublik im Jahr 1988/89. Er verwebt zeitgeschichtliche Film und Fotodokumente sowie Interviews. Zu Wort kommen die damals bereits hochbetagte Zeitzeug*innen: Kommunisten, Sozialisten, Syndikalisten und Anarchisten wie Centa Herker, Hugo Jakusch und Helmut Lichtinger. Der Film ist eines der wenigen  Bewegtbilddokumente, das den Zeitzeug*innen aus dem linken Spektrum eine Stimme gibt.

Mit der Autorin und Regisseurin Ulrike Bez


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Ulrike Bez

20.11.2018
19:30

1918/1919: Revolutionsgeschichten aus Neuhausen-Nymphenburg

Vortrag mit Bildpräsentation zur Foto-Ausstellung der Geschichtswerkstatt Neuhausen e.V.

Die Geschichtswerkstatt Neuhausen sucht nach den Spuren der Revolutionswirren und der Räterepublik im 9. Münchner Stadtbezirk. Franz Schröther stellt die Ergebnisse der Recherche vor.

Franz Schröther Vorsitzender der Geschichtswerkstatt Neuhausen e.V.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Neuhausen e.V.
Referent/in: Franz Schröther Vorsitzender der Geschichtswerkstatt Neuhausen e.V.

20.11.2018
20:00

​Österreich-Ungarn 1918

Unaufhaltsame Auflösung des Habsburger Reiches?

Erst 1918 legten sich die Westmächte darauf fest, die Donaumonarchie zu zerschlagen. Welche Gründe sprachen für ein Selbstbestimmungsrecht der Tschechen, Polen oder Kroaten? Wie stand es um die Zukunft von Österreich und Ungarn, den Verlierern der Umwälzungen von 1918?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS München Ost
Referent/in: Stefan Winter Historiker und Literaturwissenschaftler
Veranstaltungsreihe: Das Epochenjahr 1918 und die Folgen

21.11.2018
18:00

Auftrag Demokratie - Die USA, Westdeutschland und Japan nach 1945

Die Demokratisierung der Kriegsgegner Deutschland und Japan zählte zu den wichtigsten Kriegszielen der USA. Wo setzten die Amerikaner an, welche politischen und gesellschaftlichen Strukturen und welche ideologischen Prägungen versuchten sie, vorrangig zu verändern? Warum ist die Erziehung zur Demokratie in diesen beiden Fällen geglückt?

Werner Bührer emiritiert, Lehrstuhl für Politikw issenschaft, Technische Universität München


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Werner Bührer
Veranstaltungsreihe: Die USA un der „Demokratieexport“. Erfolge und Misserfolge

21.11.2018
19:00

Kurt Eisner als Revolutionär und Pazifist

Kurt Eisner schuf eine radikaldemokratische Regierung - basierend auf Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräten, während der König heimlich, still und leise München verlassen hat.

Riccardo Altrieri Historiker, Potsdam

Kurt Eisner Verein in Kooperation mit dem ver.di Kulturforum und Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt Mün chen


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Riccardo Altrieri Historiker, Potsdam
Veranstaltungsreihe: 7. November 1918: „Die Freiheit erhebet ihr Haupt“

21.11.2018
19:00

Die Räterevolution im Spiegel der zeitgenössischen Literatur

Eine Lesung zum 100. Jahrestag der Revolution, die in München am 7. November 1918 mit der Absetzung des Hauses Wittelsbach und der Ausrufung des Freistaats Bayern durch Kurt Eisner begann. Zum Vortrag kommen Texte von Oskar Maria Graf, Annette Kolb, Gustav Landauer, Eugen Levine, Heinrich Mann, Erich und Zenzl Mühsam, Rainer Maria Rilke, ErnstToller und anderen.
Roswitha Altmann , Bernd Kaiser, Bernd Schröder gewerkschaftliche Geschichtsarbeiter


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: DGB-Bildungswerk Bayern e.V. Region München

21.11.2018
20:00

Ludwig III. und das Ende der Monarchie

Der Vortrag knüpft an die Ausste llung „König Ludwig III. Bayerns letzter König" im Museum Starnberger See (18.5.-16.9.2018) an und betrachtet schwerpunktmäßig die Zeit unmittelbar nach der Abdankung des Königs.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Museum Starnberger See
Referent/in: Prof. Dr. Rumschöttel

22.11.2018
19:00

„Die letzten Tage der Menschheit“

Lese- und Liedertheater

Anlässlich des Weltkriegsendes vor hundert Jahren präsentieren Roland Astor und Claus Obalski ihre, von der Kritik und dem Publikum gleichermaßen gefeierte, gekürzte Fassung des ab 1916 entstandenen Mammut-Werkes von Karl Kraus. Die bestürzende Aktualität des eineinhalbstündigen Abends macht deutlich, wie wenig sich die Gesinnung geändert hat, seit den Zeiten des Satirikers Karl Kraus, "in denen Operettenfiguren die Tragödie der Menschheit spielten".


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Kulturhaus Milbertshofen
Referent/in: Roland Astor und Claus Obalski Schauspieler
Veranstaltungsreihe: Kunstaktion „Neveragain“

22.11.2018
19:00

Doppelportrait Rosa Luxemburg und Kurt Eisner

Auf ganz unterschiedliche Weise haben Rosa Luxemburg und Kurt Eisner die Novemberrevolution 1918 erlebt. Dabei waren sie nicht immer einer Meinung. Wo gab es Unterschiede, wo Gemeinsamkeiten und wie beeinflussten beide die Geschicke Bayerns und des Deutschen Reiches?

Julia Killet, München, Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern, promovierte zur Darstellung Rosa Luxemburgs in der Prosa, Plenum R

Riccardo Altieri, Potsdam, Historiker, schreibt eine Dissertation über Paul Frölich und Rosi Wolfstein, Autor von „Der Pazifist Kurt Eisner“, Kovač, 2015


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Julia Killet, Riccardo Altieri
Veranstaltungsreihe: Revolutionswerkstatt

22.11.2018
19:00

,,Der Abend kommt so schnell" und ,,Das Wintermärchen"

Sarah Sonja Lerch organisiert Anfang 1918 an der Seite Kurt Eisners einen pazifistischen Aufstand, landet im Gefängnis und stirbt dort. Diese Streiks waren die Vorboten der Revolution, der Geburtsstunde unserer Demokratie.
Cornelia Naumann Dramaturgin
Ralf Höller Schriftsteller und Journalist


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: ver.di Kulturforum Bayern in München
Veranstaltungsreihe: 7. November 1918: "Die Freiheit erhebt ihr Haupt"

23.11.2018
20:00

Das bedingungslose Grundeinkommen

Die Revolution von 1918/1919 scheint weit entrückt. Wenig bekannt ist heute zum Beispiel Centa Herker. In zwei Filmen wird ihr Leben im politischen Widerstand porträtiert, zudem zwei Beispiele für gelebte Demokratie vorgestellt: die Idee des bedingungslose Grundeinkommens sowie die Gründung der wagnis eG, einer selbstorganisierten Wohnungsbaugenossenschaft.


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Ackermannbogen e.V.
Veranstaltungsreihe: Local Heroes Ein Wochenende mit Veranstaltungen zum Thema „Gelebte Demokratie

25.11.2018
15:00

1918/2018 Spuren der Revolution im 2. Stadtbezirk

Vortrag mit Lichtbildpräsentation und Vorstellung des Revolutionskalenders 2019

Vortrag und Kalender zeigen die Ereignisse des 7 November 1918 auf derTheresienwiese, die Ausruf ung des Freistaates Bayern, die Ermordung Eisners und die darauf folgenden Auseinandersetzungen um die Münchner Räterepubliken. Schwerpunkt sind Personen, Orte und Ereignisse in der Ludwigs- und lsarvorstadt.

Franz Schiermeier, Beate Bidjanbeg , Adelheid Schmidt -Thome, Heini Ortner, Walter Klupsch, Hubert Ströhle


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Veranstaltungsreihe: Bei uns hats begonnen: Revolution im 2. Stadtbezirk

25.11.2018
20:00

Revolution in Baiern

Michael Lerchenberg zum 100jährigen der bayerischen Revolution 1918/ 19

Michael Lerchenberg, Schauspieler und Regisseur lässt in seiner musikalischen Lesung bekannte und unbekannte Zeitzeugen der turbulenten politischen Entwicklung ab November 1918 zu Wort kommen: unter anderem Ernst Toller, Thomas Mann, Oscar Maria Graf, Victor Klemperer und Kurt Eisner. Für die musikalische Begleitung sorgt die „ Revolutionskapelle" mit schmissigen Märschen und frechen Liedern.
Michael Lerchenberg & Die Revolutions kapelle
Simone Lautensc hlager Klarinette,
Ferdinand Schramm Trompete, Martin Holzapfel Tuba,
Sabrina Walter Harfe


Veranstaltungsart;: Lesung

26.11.2018
19:00

Der überforderte Frieden. Versailles und die Welt 1918-1923

Buchvorstellung, Vortrag und Diskussion

Aus aller Welt kamen im Frühjahr 1919 Diplomaten und Staatsmänner nach Paris, um den größten Krieg, den die Welt bis dahin gesehen hatte, zu beenden und eine neue Friedensordnung zu errichten. Doch die Aufgabe musste die Akteure überfordern. Meisterhaft und mit dem Blick für die globalen Zusammenhänge erzählt Jörn Leonhard, wie die Welt vom Krieg in den Frieden schlitterte und was diese Zeitenwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts bedeutete .


Veranstaltungsart;: Buchvorstellung
Veranstalter: Historisches Kolleg
Referent/in: Jörn Leon hard Westeuropäische Geschichte, Universität Freiburg

26.11.2018
19:30

Schüsse in der Promenadestraße - Das Attentat auf Kurt Eisner

in der Reihe

Wochenlang hatte der provisorische Ministerpräsident des Freistaats Bayern geglaubt, die Mehrheit der Bevölkerung stünde hinter ihm. Doch bei den ersten freien Landtagswahlen erreichten seine „Unabhängigen Sozialdemokraten“ nur schlappe 2,53 Prozent. Zum Rücktritt entschlossen, machte sich Kurt Eisner von seinem Büro im Palais Montgelas am 21. Februar 1919 gegen 9.55 Uhr zu Fuß auf den Weg zur konstituierenden Sitzung im nahen Landtagsgebäude. Versteckt in einem Hauseingang an der heutigen Kardinal-Faulhaber-Straße lauerte schon sein Mörder.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Histonauten
Referent/in: Klaus Reichold

27.11.2018
18:30

Zwischen Trauer und Triumph.

Das Jahr 1918 in der mitteleuropäischen Literatur

Das Jahr 1918 hat einen vielfältigen Niederschlag in der deutschen und österreichischen ebenso wie in der tschechischen. kroatischen, ungarischen und polnischen Literatur gefunden. Neben einem Vortrag des Historikers Pieter Judson diskutieren Autoren des Sammelbands „Zwischen Trauer und Triumph. Das Jahr 1918 in der mitteleuropäischen Literatur", der bei dieser Gelegenheit vorgestellt wird.

Pieter Judson Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Europäisches Hochschulinstitut Florenz

Eine gemeinsame Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins, des Deutschen Kulturforums für das östliche Europa, Potsdam, des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas, München, sowie des Hauses des Deutschen Ostens, München 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Adalbert Stifter Verein e.V.

27.11.2018
19:00

Gewerkschaften in der Revolution

Die Gewerkschaften wurden im Weltkrieg durch Staat und auch durch Unternehmer anerkannt. Viele Beschäftigte schlossen sich nach der Revolution den Verbänden an. Der Achtstundentag wurde eingeführt, zudem erste Tariferfolge erzielt. Über Betriebsräte sollte eine betriebliche Mitbestimmung erreicht werden.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Archiv der Münchner Arbeiterbewegung e.V.
Referent/in: Wolfgang Kucera Historiker
Veranstaltungsreihe: Revolution in München - Alltag und Erinnerung

27.11.2018
19:00

Revolution auf dem Lande

Der Vortrag soll die Münchner*innen aus ihrer revolutionären Käseglocke holen. Revolution war in ganz Bayern. Es gab unterschiedliche Bedingungen und Ereignisse, die dargestellt und in ihren Auswirkungen eingeschätzt werden sollen.

Günter Baumgartner, Grafing, Autor von „Die bayerische Revolution 1918/19 in Stadt und Land“, Plenum R


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Günter Baumgartner
Veranstaltungsreihe: Revolutionswerkstatt

27.11.2018
19:00

Kurt Eisner - Eich Mühsam - Gustav Landauer - Ernst Toller

Die Literaturwissenschaftlerin Laura Mokrohs präsentiert ihr Buch „Dichtung ist Revolution. Kurt Eisner - Erich Mühsam - Gustav Landauer - ErnstToller", das begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Verlag Friedrich Pustet erscheint.
Laura Mokrohs Literaturwissenschaftlerin und Kuratorin
Lesung: Thomas Birnstiel Sprecher und Schauspieler
Grußwort : Friedrich Pustet Fritz Pustet Verlag


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Monacensia
Veranstaltungsreihe: Dichtung ist Revolution

27.11.2018
20:00

Frankreich im Jahr 1918

ein unvollendeter Sieg?

Nur mit dem Beistand der USA und Großbritanniens sicherte sich Frankreich unter erheblichen Mühen den Sieg über Deutschland. Die Industrien im Norden waren zerstört, die Gesellschaft durch innere Polarisierungen gespalten. Warum konnte sich Frankreich im Versailler Vertrag mit seinen Wünschen nach einer deutlichen Schwächung des östlichen Nachbarn nicht durchsetzen? Welche traumatischen Erfahrungen hinterließ dieser Krieg in Frankreich?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter M.A.

27.11.2018
20:00

Endstation China?

Ein Abend mit Liao Yiwu & Kai Strittmatter

Es ist das Land mit der größten Bevölkerungsdichte der Welt : China. Man denkt an technischen Fortschritt und starkes Wirtschaftswachstum . Doch wie steht es mit der Demokratie? Liao Yiwu und Kai Strittmatter berichten. Der im deutschen Exil lebende chinesische Schriftsteller Liao Yiwu erhielt 2012 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels . In seinem aktuellen Buch „ Drei wert lose Visa und ein toter Reisepass" (S. Fischer Verlag) beschreibt er seine Flucht aus China - bewegend und sprachgewaltig. Kai Strittmatter ist einer der besten China-Kenner Deutschlands, für die Süddeutsche Zeitung berichtet er aus Peking. Er analysiert in seinem neuen Buch „ Die Neuerfindung der Diktatur" (Pi per Verlag), wie Xi Jinp ing, der mächtigste chinesische Staats- und Parteichef seit Mao, den autoritären Staat neu und in offener Konkurrenz zum Westen erfindet.

Liao Yiwu Schriftsteller, Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels 2012
Kai Strittmatter Chinakorrespond ent, Süddeutsche Zeitung
Moderation: Alex Rühle Süddeutsche Zeitung
Peigen Wang Dolmetscher


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Literaturhaus München

27.11.2018
20:00

Revolutionäre auf dem Dorf

Entgegen der gängigen Einengung der Revolution auf die bairische Residenzstadt erzählt Oskar Maria Graf u.a. in seinen Kalendergeschichten davon, wie sich die geschichtlichen Vorgänge aufs Land und seine Bevölkerung auswirken.
Oliver Leeb Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft
Katrin Sorko Oskar-Maria -Graf-Gesellschaft


Musik
Josef Eder
Maxi Pongratz
Simon Ackermann


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstaltungsreihe: ,,Uns kann nur die Revolution retten" (Oskar Maria Graf))

28.11.2018
18:00

Ernst Toller

Mit dem Ende derWittelsbacher in Bayern und der neuen sozialistischen Regierung unter Kurt Eisner erhofften sich viele Schriftstelle r nach dem Zusammenbruch der alten Ordnung etwas grundlegend Neues in München. Wie äußerten sich die Autoren zu den Programmen Eisners und zur nachfolgenden Räterepublik bis zu ihrem blutigen Ende im Mai 1919? Gab es eine Verbindung zwischen Geist und Macht? Anhand von vier Porträts zieht Stefan Winter eine ebenso literarische wie politische Bilanz.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter Historiker und Literaturwissenschaftler
Veranstaltungsreihe: Literatur und Revolution: Die Münchner Räterepublik und ihre Autoren

29.11.2018
19:00

Der Abend kommt so schnell

Münchens vergessene Revolutionärin Sarah Lerch

Mit Kurt Eisner und anderen Pazifisten will Sarah Sonja Lerch (1882-1918) im Januar 1918 nach vier entbehrungsreichen Jahren den Krieg beenden. Eisner und sie rufen den Generalstreik aus, doch die Aktivisten werden verhaftet. Ihr Ehemann sagt sich öffentlich von Sonja Lerch los. Enthüllt wird das tragische Leben einer Frau zwischen zwei Welten.

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg- Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Cornelia Naumann Dramaturgin

29.11.2018
19:00

Revolution 1918

Ein Film von Michael Appel

Ja, wie gibt's denn so was? Eine Revolution, die das geliebte Königshaus wegfegt! Für das Selbstbild der Bayern ist eine Revolution keine Selbstverständlichkeit. Der Film geht unter anderem der Frage nach, wie es in dem konservativen Land zu einem politischen Umsturz kam.

Zusammengesetzt aus einem Besuch bei den Schauplätzen des Geschehens, Berichten von Zeitzeugen, Dokumentaraufnahmen sowie mit Fotos und Originalaufnahmen entsteht ein historisches Portrait mit zeitgemäßer Perspektive.

Einführung von Michael Appel

Monacensia im Hildebrandhaus in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk

barrierefrei (Eingang: Siebertstr.2)

 


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: Monacensia
Referent/in: Michael Appel
Veranstaltungsreihe: Dichtung ist Revolution

29.11.2018
19:00

100 Jahre Räterepublik in Bayern

Hat uns die Räte-Idee heute noch etwas zu sagen?

Die Faszination der Räte-Idee, die Idee einer unmittelbaren Volksherrschaft, kann möglicherweise gerade in Zeiten der viel zitierten Politikverdrossenheit neue Impulse für die Demokratie geben. Wir diskutieren über die Aktualität der Räte-Idee und zeigen den Dokumentarfilm „ Es geht durch die Welt ein Geflüster".

Moderation : Lisa Altmeier Crowdspondentin und Redaktionsmitglied von PULS
Ulrike Bez Filmemacherin, München
Georg Köglmeier Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte, Regensburg
Simon Strohmenger Mehr Demokratie e.V., München

 

Petra-Kelly-Stiftung und Münchner Stadtbibliothek

Anmeldung : Tel. 089/24226730 oder https://bit .ly/2GKTvKL


Veranstaltungsart;: Podiumsdiskussion
Veranstalter: Münchner Stadtbibliothek

30.11.2018
09:30

100 Jahre Frauenwahlrecht

Demokratie der Zukunft - nur mit uns! Münchner Frauenkonferenz

Am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft. Anlässlich dieses historischen Datums wird auf der Münchner Frauenkonferenz das Thema der politischen Vertretung und Wirksamkeit von Frauen diskutiert.

Programm: Eröffnung und Begrüßung durch die 3. Bürgermeisterin Christine Strobl und die Gleichstellung sbeauftragte Nico le Lassal.

„Der Kampf um das Frauenwahlrecht aus historischer Sicht und seine Bedeutung für die Zukunft." Vortrag von Kerstin Wolff, Historikerin, Universität Kassel

Präsentation der Studie „Wählen und Gestalten - Motivationen und Einstellungen Münchner Frauen zu politischer Mitwirkung und Wahlen."

Fünf parallele Diskussionsforen zu frauenpolitischem Engagement heute, zu Aktionsformen und zur Wirksamkeit frauenpolitischer Themen in Politik und Öffentlichkeit.

Podiumsdiskussion mit Politikerinnen und Aktivistinnen aus der Münchner Frauenbewegung.

 

Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München

Anmeldung und ausführliches Konferenzprogramm: muenchen .de/gst


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Landeshauptstadt München

30.11.2018
19:00

Roter Frühling im Herbst 1918

Norbert Göttler liest aus seinem „Roman der Räterepublik - Roter Frühling", der ein vielschichtiges Bild Münchens am Ende des 1. Weltkrieges und während der revolutionären Ereignisse zwischen November 1918 und Mai 1919 zeichnet. Ergänzt wird die Lesung durch eine Chronologie der Ereignisse und Musik vom Trio Sebi Tramontana, das mit Posaune, Schlagwerg und Akkordeon eigenwillige und erstaunliche musikalische Akzente setzen wird. Gebührenfrei im Rahmen einer Kooperation mit dem BA 17 Obergiesing - Fasangarten und dem Allitera-Verlag.


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: MVHS München Ost
Referent/in: Dr. Norbert Göttler, Lesung / Rudolf Hartbrunner, Chronik

30.11.2018
20:00

Revolution in Baiern

Michael Lerchenberg zum 100jährigen der bayerischen Revolution 1918/ 19

Michael Lerchenberg, Schauspieler und Regisseur lässt in seiner musikalischen Lesung bekannte und unbekannte Zeitzeugen der turbulenten politischen Entwicklung ab November 1918 zu Wort kommen: unter anderem Ernst Toller, Thomas Mann, Oscar Maria Graf, Victor Klemperer und Kurt Eisner. Für die musikalische Begleitung sorgt die „ Revolutionskapelle" mit schmissigen Märschen und frechen Liedern.
Michael Lerchenberg & Die Revolutions kapelle
Simone Lautensc hlager Klarinette,
Ferdinand Schramm Trompete, Martin Holzapfel Tuba,
Sabrina Walter Harfe


Veranstaltungsart;: Lesung

01.12.2018
11:00

Schüsse in der Promenadestraße - Das Attentat auf Kurt Eisner (Vor Ort)

in der Reihe

Wochenlang hatte der provisorische Ministerpräsident des Freistaats Bayern geglaubt, die Mehrheit der Bevölkerung stünde hinter ihm. Doch bei den ersten freien Landtagswahlen erreichten seine „Unabhängigen Sozialdemokraten“ nur schlappe 2,53 Prozent. Zum Rücktritt entschlossen, machte sich Kurt Eisner von seinem Büro im Palais Montgelas am 21. Februar 1919 gegen 9.55 Uhr zu Fuß auf den Weg zur konstituierenden Sitzung im nahen Landtagsgebäude. Versteckt in einem Hauseingang an der heutigen Kardinal-Faulhaber-Straße lauerte schon sein Mörder.

Geplante Stationen: Schauplätze des 21. Februar 1919 (Palais Montgelas, Bodendenkmal in der Kardinal-Faulhaber-Straße, Landtagsgebäude an der Prannerstraße, Maxtor) und des Trauerzuges von Kurt Eisner (für die Fahrt zum Ostfriedhof bitte MVV-Ticket mitnehmen oder mit dem Fahrrad kommen)


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: Histonauten
Referent/in: Klaus Reichold

01.12.2018
14:00

Bairische Revolution in Stadt und Land

In zahlreichen bayerischen Städten und Gemeinden - unter anderem Rosenheim, Kolbermoor, Bad Aibling, Bruckmühl, Miesbach, Traunstein - bildeten sich Arbeiter- und Soldatenräte, deren Handeln in Wechselwirkung zu den Münchner Ereignissen stand. Bedeutende Akteurinnen und Akteure der Rätezeit waren in der bayerischen Provinz aktiv und teils verlagerten sich Geschehnisse aus München auch ins Umland. Die Werkstatt dient der Vorbereitung einer Bayernkarte mit Ereignissen und Standpunkten der revolutionären Ereignisse in ganz Bayern.

Sebastian Zehetmair Historiker, Berlin und München
Günter Baumgartner Grafing, Autor von „Die bayerische Revolution 1918/19 in Stadt und Land“,

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Sebastian Zehetmair Historiker, Berlin und München

02.12.2018
14:00

1918 | 2018 Spuren der Revolution im 2. Stadtbezirk

Vortrag mit Lichtbildpräsentation und Vorstellung des Kalenders „100 Jahre Frauenwahlrecht

Der Vortrag stel lt die Ereignisse des 7. November 1918 vor, dem Tag der Bayerischen Revolution und der Proklamation des Freistaates Bayern durch Kurt Eisner. Der Kalender stellt in Wort und Bild die ersten Frauen in einem bayerischen Parlament, im Provisorischen Nationalrat bzw. im Landtag vor.

Vortrag : Adelheid Schmidt -Thome, Franz Schiermeier, Beate Bidjanbeg


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Referent/in: Adelheid Schmidt-Thome
Veranstaltungsreihe: Bei uns hats begonnen: Revolution 2018

03.12.2018
19:30

Texte von und über den Pasinger ,,Revolutionsschriftsteller und Verleger" Heinrich F.

Franz Adam und Thomas Betz berichten über das ungewö hnliche Leben von Heinrich F. S. Bachmair (1889-1960) im Zeitalter der Krise. Der Literat, Verleger und Wegbereiter der expressionistischen Avantgarde in München war 1919 Protagonist der örtlichen Revolutionsereignisse. Bereits 1913 hat er die Zeitschrift „Revolution" herausgegeben. Präsentiert werden seine Texte und Briefe sowie einige seiner berühmten oder vergessenen Zeitgenossen.
Franz Adam Literaturwissenschaftler und Redakteur
Thomas Betz Literaturw issenschaftler und Redakteur


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Kulturforum München-West
Veranstaltungsreihe: Revolution in Pasing 1918-1919

04.12.2018
20:00

Die USA im Jahr 1918

Bindung an Europa oder neuerliche Isolation?

US-Präsident Woodrow Wilson formulierte im Januar 1918 in einem 14-Punkte-Programm die Grundsätze für einen dauerhaften Frieden in Europa durch die Förderung von Demokratien und Nationalstaaten sowie die Gründung des Völkerbundes. Der Vortrag nimmt die Reaktionen in den USA und der Welt in den Blick.

 

 


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter Historiker und Literaturwissenschaftler
Veranstaltungsreihe: Das Epochenjahr 1918 und die Folgen

05.12.2018
18:00

Erich Mühsam

Mit dem Ende derWittelsbacher in Bayern und der neuen sozialistischen Regierung unter Kurt Eisner erhofften sich viele Schriftstelle r nach dem Zusammenbruch der alten Ordnung etwas grundlegend Neues in München. Wie äußerten sich die Autoren zu den Programmen Eisners und zur nachfolgenden Räterepublik bis zu ihrem blutigen Ende im Mai 1919? Gab es eine Verbindung zwischen Geist und Macht? Anhand von vier Porträts zieht Stefan Winter eine ebenso literarische wie politische Bilanz.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter Historiker und Literaturwissenschaftle
Veranstaltungsreihe: Literatur und Revolution: Die Münchner Räterepublik und ihre Autoren

05.12.2018
19:00

„Ich will das Lebendige durchdringen“

Zu Ernst Tollers 125. Geburtstag

Präsentation der Edition der Briefe 1915-1939 mit den Herausgebern

Das Briefwerk Ernst Tollers, das erstmals aus hunderten Archiven in aller Welt zusammengetragen wurde, dokumentiert die Entwicklung des Schriftstellers, die Gedanken des Verfolgten und den unermüdlichen Einsatz des Politikers Toller.Die Korrespondenz aus über 1600 Briefen, Postkarten und Telegrammen ist sowohl Zeitzeugnis und Tagebuch als auch wissenschaftliches Arbeitsinstrument.

Die Herausgeberder kommentierten Brief-Ausgabe Irene Zanol, Veronika Schuchter, Stefan Neuhaus und Kerstin Reimers führen mit ausgewählten Briefen durch das Leben Ernst Tollers.

Grußwort: Dieter Distl Vorsitzender der Ernst-Toller-Gesellschaft

Monacensia im Hildebrandhaus in Kooperation mit dem Wallstein Verlag


Veranstaltungsart;: Buchvorstellung
Veranstalter: Monacensia
Veranstaltungsreihe: Dichtung ist Revolution

05.12.2018
20:00

Revolution in Baiern

Michael Lerchenberg zum 100jährigen der bayerischen Revolution 1918/ 19

Michael Lerchenberg, Schauspieler und Regisseur lässt in seiner musikalischen Lesung bekannte und unbekannte Zeitzeugen der turbulenten politischen Entwicklung ab November 1918 zu Wort kommen: unter anderem Ernst Toller, Thomas Mann, Oscar Maria Graf, Victor Klemperer und Kurt Eisner. Für die musikalische Begleitung sorgt die „ Revolutionskapelle" mit schmissigen Märschen und frechen Liedern.
Michael Lerchenberg & Die Revolutions kapelle
Simone Lautensc hlager Klarinette,
Ferdinand Schramm Trompete, Martin Holzapfel Tuba,
Sabrina Walter Harfe


Veranstaltungsart;: Lesung

06.12.2018
19:00

Brüder! Die Soldaten und Arbeiter Münchens haben heute nacht die Zeitungen besetzt.

Information und Manipulation durch die Medien in der Revolutions- und Rätezeit

In dem 1918 proklamierten Freistaat Bayern sollte die uneingeschränkte Pressefreiheit gelten; der Zensurbeirat der Polizeidirektion München stellte seine Tätigkeit ein. Im Kampf um die Meinungshoheit standen sich Medienkonzerne mit machtpolitischen sowie wirtschaftlichen Interessen und radikale Revolutionäre, die die Sozialisierung der Presse forderten, gegenüber.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Elisabeth Angermair Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

06.12.2018
19:00

Vor 100 Jahren Zeitenwende 1918

Das Ende der bürgerlichen Gesellschaft?

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Ausbruch von Revolutionen, von München bis Moskau, ging die Überschaubarkeit des alten Europas zu Ende. Waren die Menschen damals und sind wir heute den Herausforderungen gewachsen? Kapitalistische Massengesellschaft, Beeinflussung durch Massenmedien, politische Experimente zwischen Faschismus und Sozialismus.

Harald Lesch Theoretische Astrophysik, Ludwig-MaximiliansUniversität und Naturphilosophie, Hochschule für Philosophie München
Wilhelm Vossenkuhl emeritiert, Philosophie, Ludwig-Ma ximi lians-Universität

Münchner Volkshochschule und
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München


Veranstaltungsart;: Podiumsdiskussion
Veranstalter: MVHS

06.12.2018
19:00

„Novemberlicht. Revolution in Bayern“ mit Liedern auf der Gitarre

„Im Winter 1918/19 taucht in Dachau ein geheimnisvoller junger Mann auf, der sich mit einigen gerade aus dem Krieg heimgekehrten Soldaten der Roten Garde anschließt. Zusammen mit ihnen zieht er nach München, wo er den Kampf um Giesing erlebt, mit ihnen flieht er vor der Verfolgung durch die siegreichen Regierungstruppen auf einen Einödhof in den Schlierseer Bergen. Dort verliebt er sich in eine Bauerntochter und will mit ihr eine Zukunft aufbauen. Doch seine Vergangenheit holt ihn ein: Mehrfach versucht man ihn zu töten….“

Leonhard Michael Seidl, Erding, freier Schriftsteller, Dramatiker und Autor von „Novemberlicht“, Bayerland, 2015


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Leonhard Michael Seidl

06.12.2018
19:00

Friedrich von Thun liest Joseph Roth: Radetzkymarsch

Friedrich von Thun, der durch seine Fernsehfilme ebenso bekannt geworden ist wie durch seine Rollen in Fellinis Filmsatire „Ginger und Fred" und in „Schindlers Liste" von Steven Spielberg, gilt durch seine Zusammenarbeit mit Axel Corti als Verkörperung des kakanischen Grandseigneurs schlechthin. Nach einem Vortrag des Münchner Germanisten Markus May über Joseph Roth und seinen berühmten Roman  „Radetzkymarsch" liestThun ausgewählte Passagen des Buches.


Friedrich von Thun Schauspieler
Markus May Germanistik, Ludwig -Maximi lians-Universität


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Adalbert Stifter Verein e.V.

06.12.2018
20:00

,,Der Torpedokäfer. Aus dem abenteuerlichen Leben des Franz Jung"

100 Jahre Oktoberrevolution, das große Glücksversprechen. das so schnell scheiterte. Dabei darf einer nicht fehlen: der Autor Franz Jung (1888- 1963). Um nach Russland zu gelangen, kaperte er 1921 ein Schiff. Wegen Schiffsraub auf hoher See gesucht, wurde er aus den Niederlanden in die Sowjetunion abgeschoben. Dort baute er eine Streichholzfabrik , so erfolgreich, dass die UdSSR sie an einen schwedischen Konzern verkaufen konnte. Jung war Börsenfachmann und Bohemien, eine schillernde und bis heute inspirierende Figur. Wir hören eine mitreißende Lesung aus seiner schonungslosen Autobiographie „ Der Weg nach unten", Arbeitstitel: ,, Der Torpedokäfer".


Corinna Harfouch Schauspielerin
Wolfgang Krause-Zwieback Schauspieler, Regisseur und Autor


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Literaturhaus München

10.12.2018
19:00

Toni Pfülf und Anita Augspurg

Kampf für Frauenrechte in München 1918/ 19

Bei der Revolution und der folgenden Regierungszeit von Ministerpräsident Kurt Eisner wirkten erstmals Frauen in der Politik offiziell mit. Während in Berlin Rosa Luxemburg, die vorher mit Kurt Eisner auch in München Streiks gegen den Krieg organisiert hatte, aktiv war, engagierten sich in München besonders die Frauenrechtlerin Anita Augspurg und die spätere SPD-Reichstags-abgeordnete Toni (Antonie) Pfülf für demokratische Rechte. Eva Maria Volland stellt den Kampf der Frauen für die erste Demokratie in Bayern vor.

Stadtbibliothek Hasenberg!
www .facebook.com/StadtbibliothekHasenbergl
www.muenchner-stadtbibliothek.de


Veranstaltungsart;: Vortrag
Referent/in: Eva Maria Volland Autorin, AG Räte-Frauen im Plenum R

10.12.2018
19:30

Hitler ante portas - Der Putsch vom 9. November 1923 und seine Vorgeschichte

in der Reihe

Nach der Ermordung von Kurt Eisner eskalierte die Situation: Auf die Ausrufung der Räterepublik folgten blutige Straßenschlachten, die Flucht der alten Regierung nach Bamberg – und die Reaktion: Der Münchner Erzbischof verurteilte die Revolution als „Meineid und Hochverrat“. „Der Feind ist im Land“, verkündete die Bayerische Volkspartei. Die politische Rechte setzte sich durch: Beflügelt von der Inflation und der wirtschaftlichen Not schaffte es Adolf Hitler mit dem „Marsch auf die Feldherrnhalle“ erstmals auf die Titelseiten der Weltpresse.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Histonauten
Referent/in: Klaus Reichold

11.12.2018
19:00

Das Frauenwahlrecht und noch viel mehr

Es ist kaum bekannt, dass Frauen 1918 nicht nur das Wahlrecht, sondern auch viele andere Verbesserungen ihrer Lebens- und Arbeitssituation forderten, wie z.B. die gleichen Rechte in der Kindererziehung, die Aufhebung des Zölibats für weibliche Beamte und gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeitsleistung. Was wurde aus diesen Forderungen damals und wie sieht es mit der Gleichberechtigung heute aus?

Christiane Sternsdorf-Hauck, München, Autorin von „Brotmarken und Rote Fahnen – Frauen in der bayrischen Revolution und Räterepublik 1918/19“, Neuer ISP-Verlag, 2008, AG Räte-Frauen im Plenum R, Plenum R
Eva-Maria Volland, München, Lehrerin, Autorin, Plenum R, AG Räte-Frauen im Plenum R


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Eva-Maria Volland
Veranstaltungsreihe: Revolutionswerkstatt

11.12.2018
20:00

Versailles

Diktatfrieden oder neue Ordnung?

Hart in den Forderungen, brutal in der Diktion und anmaßend im Rechtsgefühl des Siegers - fast alle Deutschen empfanden die ultimativ formulierten Bedingungen des Versailler Vertrages im Juni 1919 als ungerecht. Warum wird der Vertrag heute anders beurteilt? Welche mittelfristigen Chancen bot er Deutschland? War er nicht ein Kompromiss der Siegermächte zwischen den sicherheitspolitischen Vorstellungen Frankreichs auf der einen Seite und den angelsächsischen Ängsten vor dem Ausbreiten des Kommunismus auf der anderen?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter M.A.

12.12.2018
18:00

Gustav Landauer

Mit dem Ende derWittelsbacher in Bayern und der neuen sozialistischen Regierung unter Kurt Eisner erhofften sich viele Schriftstelle r nach dem Zusammenbruch der alten Ordnung etwas grundlegend Neues in München. Wie äußerten sich die Autoren zu den Programmen Eisners und zur nachfolgenden Räterepublik bis zu ihrem blutigen Ende im Mai 1919? Gab es eine Verbindung zwischen Geist und Macht? Anhand von vier Porträts zieht Stefan Winter eine ebenso literarische wie politische Bilanz.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter Historiker und Literaturwissenschaftle
Veranstaltungsreihe: Literatur und Revolution: Die Münchner Räterepublik und ihre Autoren

13.12.2018
19:00

Rosa Luxemburg

Rosa Luxemburg (1871 - 1919) war die bedeutendste unter den Sozialisten, die in der deutschen Arbeiterbewegung wirkten. Sie hat viele Jahre lang vor einem verheerenden europäischen Krieg gewarnt. Für ihren Kampf gegen die Kriegstreiber wurde sie jahrelang weggesperrt, am Ende wurde sie ermordet.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

13.12.2018
19:00

Politisches Bewusstsein und Psychoanalyse seit 100 Jahren: Otto Gross

Der Psychiater und Psychoanalytiker Otto Gross aus Österreich war ein aktives Mitglied der sozialistisch-anarchistischen Bewegung und auch in literarische Kreise in der Wiener, Münchner, Berliner und Schweizer Bohème integriert. Von Sigmund Freud wurde er geschätzt, und Erich Mühsam gehörte zu seinem Freundeskreis. Aufgrund verschiedener Affären wurde er auf Betreiben seines Vaters, des berühmten Strafrechtlers Hans Gross, in psychiatrischen Anstalten interniert, entmündigt, steckbrieflich gesucht und als Anarchist verhaftet. 1920 verstarb er unter ungeklärten Umständen. In seinen zahlreichen Schriften wird die Auseinandersetzung zur Psycho-Politik für uns eine  Anregung sein.

Fritz Letsch, München, Gestalttherapeut, Plenum R


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Fritz Letsch
Veranstaltungsreihe: Revolutionswerkstatt

13.12.2018
19:00

,,Take Back Control"

Wie kann der Kampf gegen die Populisten gewonnen werden?

Die Analyse der populist ischen Wahlerfolge in USA, Großbritannien und Deutschland hat eine neue Ernsthaftigkeit angenommen: Es geht um die Frage, we lche Dynamiken an Ungleichheit und Machtkonzentration der globalisierte Kapitalismus aktuell in den westlichen Gesellschaften auslöst. Mensc hen haben das Gefühl, zunehmend die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren. „ Ohne eine Wirtschaft, die Spaltung überwindet, statt sie zu stärken, fehlt der liberalen Demokratie die Grundlage.", so Jean Heuser, Autor von „ Kapitalismus inklusive . So können wir den Kampf gegen die Populisten gewinnen" (2018).

Uwe Jean Heuser Volkswirt, Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT, Dozent an der Universität St. Gallen
Cornelia Koppetsch Soziologin, TU Darmstadt
Moderation: Jutta Höcht-Stöhr Leiterin der Evangelischen Stadtakademie München

 

Evangelische Stadtakademie München, Hochschule für Philosophie München und
Kulturreferat der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Gesprächsrunde

16.12.2018
11:00

1918/19: Revolution in München

Bayerns Weg zur Demokratie

2018 heißt es 100 Jahre Freistaat Bayern. Denn 1918/19 ändert sich das Gesicht Bayerns vollständig. In München, dem Hauptschauplatz wird die Monarchie gestürzt. Kurt Eisner wird Bayerns erster Ministerpräsident, revolutionäre "rote" und konservativ-reaktionäre "weiße" Kräfte um die Macht.

Folgen Sie dieser informativen Zeitreise in ein höchst spannendes Kapitel der jüngeren bayerischen Geschichte!


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: STATTreisen München e.V.

18.12.2018
19:00

Die Rolle des Bauernbundes

Das geniale an Eisners Umsturz war nicht nur der Zug durch die Kasernen, um die bewaffnete Macht auf seine Seite zu bringen, sondern auch der Schachzug, durch das Bündnis mit dem Bauernbund zum einen die Ernährung Münchens sicher zu stellen und zum anderen auch eine politische Zustimmung in der Provinz zu erreichen. Doch wer war dieser Bayerische Bauernbund?

Günter Baumgartner, Grafing, Autor von „Die bayerische Revolution 1918/19 in Stadt und Land“, Plenum R


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Günter Baumgartner,
Veranstaltungsreihe: Revolutionswerkstatt

19.12.2018
18:00

Oskar Maria Graf

Mit dem Ende derWittelsbacher in Bayern und der neuen sozialistischen Regierung unter Kurt Eisner erhofften sich viele Schriftstelle r nach dem Zusammenbruch der alten Ordnung etwas grundlegend Neues in München. Wie äußerten sich die Autoren zu den Programmen Eisners und zur nachfolgenden Räterepublik bis zu ihrem blutigen Ende im Mai 1919? Gab es eine Verbindung zwischen Geist und Macht? Anhand von vier Porträts zieht Stefan Winter eine ebenso literarische wie politische Bilanz.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter Historiker und Literaturwissenschaftle
Veranstaltungsreihe: Literatur und Revolution: Die Münchner Räterepublik und ihre Autoren

20.12.2018
19:00

Sozialistische Weihnacht

Lesung mit Musik

Cornelia Naumann, begleitet vom Lindwurmensemble, liest kaum bekannte Weihnachtsmärchen von Kurt Eisner, Hermynia zur Mühlen, Kurt Tucholsky u.a.

Cornelia Naumann, München, Dramaturgin, Plenum R und Autorin von „Der Abend kommt so schnell. Sonja Lerch – Münchens vergessene Revolutionärin“, Gmeiner, 2018


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Cornelia Naumann

08.01.2019
19:00

Kampf der Demokraten am Vorabend der Revolution

Bemühungen um eine Verfassungsreform 1917/18 zur Herstellung einer parlamentarischen Monarchie im Königreich Bayern

Vorgestellt werden in der Ausstellung der weithin unbekannte Entwurf zur Einführung einer parlamentarischen Verfassung in Bayern von September 1917 - ein Entwurf der Abgeordneten. Erhard Auer und Max Süssheim und das spannende Ringen der Parlamentarier bis zur Revolution vom 7. November 1918. Viele Ideen flössen in die Verfassung von 1919 ein.

Klaus Wagner Vorstand der „Freunde Haidhausens“
Dieter Rippel Vorstand der „Freunde Haidhausens“


Veranstaltungsart;: Ausstellungseröffnung
Veranstalter: Freunde Haidhausen e. V.

12.01.2019
15:00

1918 2018 Revolutionäre Frauen der Isarvorstadt

Die Revolution und ihre Vorgeschichte haben viele mutige Frauen auf den Plan gerufen. Sie haben sich für soziale Absicherung, Bildung, bessere Arbeitsbedingungen und Löhne und nicht zuletzt für das Wahlrecht für Frauen eingesetzt. Auch in der Isarvorstadt haben einige gelebt und gewirkt.


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Referent/in: Adelheid Schmidt-Thome Geschichtswerkstatt Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Veranstaltungsreihe: Bei uns hat's begonnen: Revolution 201

15.01.2019
17:00

Der lange Weg der Kirchen zur Demokratie

Evangelische und Katholische Theologie sowie beide Kirchen in Deutschland taten sich lange schwer mit der Demokratie: Obrigkeitsstaatliches Denken, die Verflechtung von Thron und Altar bis 1918, der antireligiöse Charakter der französischen Revolution und die Angst vor Liberalismus, katholisches Naturrechtsdenken und die deutsche Romantik - die Gründe sind vielfältig. Die Protestanten machte dies anfällig für den Nationalsozialismus und den neuen Führergedanken. Wie lange hat es gedauert, bis die beiden Kirchen die Demokratie vorbehaltlos bejahten? Und wo stehen sie heute?

Reiner Anselm Sozialethiker, Evangelisch-Theologische Fakultät, Ludwig-Maximilians-Universität Franz Xaver Bischof Kirchenhistoriker, Katholisch-Theologische Fakultät, Ludwig-Maximilians-Universität

Evangelische Stadtakademie München,
Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau,
Erzbischöfliches Ordinariat München und Kompetenzzentrum für Demokratie und Menschenwürde der Katholischen Kirche Bayern


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Stadtarchiv München

15.01.2019
19:00

Zuckungen gingen durch ganz Deutschland

Wahlen, Straßenkampf und Verfassungsstreit. Die Zuspitzung der politischen Auseinandersetzung

Der Januar 1919 war geprägt durch eine zunehmende Intensivierung der politischen Auseinandersetzungen. Dafür sorgten nicht zuletzt die Wahlen zur bayerischen und zur deutschen Nationalversammlung am 12. beziehungsweise am 19. Januar. Schon vorher meldete sich auch die radikale Linke verstärkt zu Wort, indem sie den Druck der Straße gegen die Regierung Eisners mobilisierte. Im Ministerrat entzündeten sich Konflikte an der Frage der Ausgestaltung der künftigen Verfassung. Mit Vorlage des Entwurfs begann aber auch der Kampf zwischen Unitariern und Föderalisten um das künftige Verhältnis von Reich und Ländern.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Bernhard Grau Direktor des Bayerischen Hauptstaatsarchivs München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

15.01.2019
19:00

„Aber mein innerstes Ich gehört mehr meinen Kohlmeisen, als den Genossen"

Rosa Luxemburgs Briefe aus der Gefangenschaft

Die Sozialistin und revolutionäre Demokratin Rosa Luxemburg kam 1915 ins Gefängnis. Für die nächsten drei Jahre, bis Kriegsende 1918, sollte die Zelle mit kurzen Unterbrechungen zu ihrem Lebensraum werden. In der Einsamkeit endloser Tage und Nächte sammelte sie alle Kraft ihres Geistes und ihrer Seele. In ihren Briefen aus dem Gefängnis nahm sie Anteil am Schicksal und Tun ihrer Freunde und Verbündeten. Sie stand in intensivem Austausch mit vielen bedeutenden Kämpfern ihrer Zeit, unter anderen den Aktivisten der Münchner Räterepublik Gustav Landauer, Erich Mühsam und ErnstToller. Mit Kurt Eisner war sie freundschaftlich verbunden. Am 15. Januar 1919 wurde Rosa Luxemburg in Berlin ermordet.


Eva Bauriedl Schauspielerin & Maria Knapp Musiker


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Monacensia
Veranstaltungsreihe: Dichtung ist Revolution

15.01.2019
20:00

Dort kämpfen, wo das Leben ist!

Szenische Lesung mit Musik


Frauen und Mütter Deutschlands, die ihr diesen Weltkrieg miterlebt habt, müsst ihr nicht alle bereit sein, zu tun, was in euren Kräften steht, die kommenden Geschlechter vor gleichen Katastrophen zu bewahren?“ (A. Augspurg)

In einem Wartesaal treffen sich am Ende des Ersten Weltkriegs sieben Frauen. Sie spielen in den sich umstürzenden Verhältnissen eine besondere politische Rolle. Sie erzählen von ihrem Leben, ihrer Arbeit und ihrem Kampf um Gleichberechtigung.

Zu Wort kommen: Anita Augspurg, Constanze Hallgarten, Gabriele Kätzler Sarah Sonja Lerch, Rosa Luxemburg, Toni Pfülf und Clara Zetkin. Es sind bekannte und unbekannte Frauen, die sich politisch engagieren und Frauenrechte einforderten. Keine dieser Forderungen konnte in der kurzen Zeit zwischen November 1918 und April 1919 durchgesetzt werden. Bis heute wartet ein großer Rest auf die Durchsetzung.

Mit Heidi Meinzolt, Sibylle Dippel, Christane Hauck, Cornelia Naumann, Julia Killet,  Irmgard Hofer und Sabine Bollenbach

Veranstalterin: Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit/IFFF  Kooperationspartner: Kulturreferat der Stadt München, Rosa Luxemburg Stiftung


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

16.01.2019
20:00

Dort kämpfen, wo das Leben ist!

Szenische Lesung mit Musik


Frauen und Mütter Deutschlands, die ihr diesen Weltkrieg miterlebt habt, müsst ihr nicht alle bereit sein, zu tun, was in euren Kräften steht, die kommenden Geschlechter vor gleichen Katastrophen zu bewahren?“ (A. Augspurg)

In einem Wartesaal treffen sich am Ende des Ersten Weltkriegs sieben Frauen. Sie spielen in den sich umstürzenden Verhältnissen eine besondere politische Rolle. Sie erzählen von ihrem Leben, ihrer Arbeit und ihrem Kampf um Gleichberechtigung.

Zu Wort kommen: Anita Augspurg, Constanze Hallgarten, Gabriele Kätzler Sarah Sonja Lerch, Rosa Luxemburg, Toni Pfülf und Clara Zetkin. Es sind bekannte und unbekannte Frauen, die sich politisch engagieren und Frauenrechte einforderten. Keine dieser Forderungen konnte in der kurzen Zeit zwischen November 1918 und April 1919 durchgesetzt werden. Bis heute wartet ein großer Rest auf die Durchsetzung.

Mit Heidi Meinzolt, Sibylle Dippel, Christane Hauck, Cornelia Naumann, Julia Killet,  Irmgard Hofer und Sabine Bollenbach

Veranstalterin: Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit/IFFF  Kooperationspartner: Kulturreferat der Stadt München, Rosa Luxemburg Stiftung


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

17.01.2019
19:00

Die Münchner Polizei und die Räterepublik

In den turbulenten Wochen der Räterepublik lösten mehrere Polizeipräsidenten einander ab, die „ Löwengrube" versank im Chaos. Joachim Schröder schildert in seinem Vortrag die Ereignisse im April/Mai 1919 und die nachhaltigen Folgen der Räterepublik für die weitere Entwicklung der Münchner Polizei.

Joachim Schröder Historiker, Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof, Hochschule Düsseldorf und Autor des Buches „ Die Münchner Polizei und der Nationalsozialismus"


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München
Referent/in: Joachim Schröder

21.01.2019
19:00

Revolution, Regierung Eisner und Rätezeit in München 1918/ 19 aus bürgerlicher Sicht

Es sind viele schriftliche Zeugnisse in Briefen oder Autobiographien erhalten, die Vorgänge der Revolutionszeit schildern und bewerten. Neben Hoffnung findet sich hier Skepsis und Ablehnung. Bekannt sind hier zum Beispiel der Lehrer und Essayist Josef Hofmiller, der Romanist Viktor Klemperer und der Verleger Reinhard Piper.

Reinhard Bauer Historiker

Stadtbibliothek Hasenberg!
www.facebook .com/StadtbibliothekHasenbergl
www.muenchner-stadtbibliothek .de


Veranstaltungsart;: Vortrag
Referent/in: Reinhard Bauer

22.01.2019
19:00

Alltag und Erinnerung

Alte Mythen und neue Erkenntnisse zur Revolution 1918/19

Das Ausstellungsprojekt „Alltag und Erinnerung“ des Archivs der Münchner Arbeiterbewegung versucht, bislang weniger beachtete Aspekte des Revolutionsgeschehens,  v. a. aus Sicht der „kleinen Leute“, auszuleuchten. Zugleich wird ein Blick auf die wechselvolle, bisweilen kuriose Bewertung und Vereinnahmung der Revolution gerichtet. Fragen, die die Ausstellung beantwortet, aber auch gestellt hat, stehen im Mittelpunkt des Vortrages.

Bernward Anton, Archiv der Münchner Arbeiterbewegung, promovierte zur Spaltung der bayerischen SPD im Ersten Weltkrieg

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Bernward Anton
Veranstaltungsreihe: Revolutionswerkstatt

22.01.2019
19:00

Digitalisierung und Demokratie: Fluch oder Segen?

Die Digitalisierung fordert die Demokratie heute in vielfacher Weise heraus: Einerseits verschärft sich der Ton politischer Kommunikation, andererseits eröffnen sich neue Formen der politischen Beteiligung. Zudem zeigt die Digitalisierung sehr deutlich, dass die Demokratie heute in globalen Zusammenhängen agieren muss. Was bringt die Digitalisierung für die Demokratie - ist sie Fluch oder Segen?

Markus Beckeda hl Netzpolitischer Aktivist und Journalist, Begründer des Blogs Netzpolitik.arg, Berlin
Katharina Zweig Informatikerin, Analyse komplexe r Netzwerke und Algorithmenethik, TU Kaiserslautern
Moderation : Alexander Filopovic Medienethik, Hochschule für Philosophie und Leiter des zem::dg.

Evangelische Stadtakademie München,
Hochschule für Philosophie München und Kulturreferat der Landeshauptstadt München

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstaltungsreihe: Zukunft der Demokratie

22.01.2019
19:00

Die Revolutionierung der Köpfe

Vortrag, Film & Diskussion

Am 7 November 1918 fordern Zehntausende auf derTheresienwiese Brot und Frieden, holen die Soldaten aus den Garnisonen, wählen einen zentralen Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat: Kurt Eisner wird Ministerpräsident, Bayern zum Freistaat. .,Sozialismus das Wort, erfüllt man mit Leben, indem man es verwirklicht ... ", schrieb Eisner: Die Räte seien „die große Schule der Demokratie und des Sozialismus", die beste Taktik gegen die Reaktion die „ Revolutionierung der Köpfe". Ingrid Scherf hat mit dem Münchner Stadtmuseum die Ausstellung „ Revolutionär und Ministerpräsident - Kurt Eisner 1867-1919" kuratiert.

Film: ,,Es geht durch die Welt ein Geflüster."
D 1989, Neufassung 2018, Filmlänge 45 Min. Der Dokumentarfilm verwebt Film- und Fotodokumente, Interviews. Zu Wort kommen Zeitzeuginnen und -zeugen der Revolution.

Ulrike Bez Filmemacherin
Ingrid Scherf Kuratorin

Ulrike Bez in Kooperation mit Lihotzky


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion

23.01.2019
19:00

Thulegesellschaft - ein Zentrum der Gegenrevolution

Im Hotel ,,Vier Jahreszeiten" hat die antisemitische „Thule-Gesellschaft" Räume gemietet, in der sie auch die Redaktion ihrer Zeitung „ Münchene r Beobachter" unterbr ingt, der später unter dem Titel „Völkischer Beobachter" an die NSDAP verkauft wird. Nach dem Sturz der Monarchie in Bayern wird die Thule-Gesellschaft zum Zentrum der Gegenrevolution in München und gründet das „ Freikorps Oberland". Im Kampf gegen den Freistaat und später gegen die Münchner Räterepublik wirkte sie wie ein Magnet auf Eisenspäne für alle, die die Niederwerfung der Revolution mit Waffengewalt zum Ziel haben.

Hermann Gilbhard Journalist, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Archiv der Münchner Arbeiterbewegung e.V.
Referent/in: Hermann Gilbhard Journalist
Veranstaltungsreihe: Revolution in München - Alltag und Erinnerung

23.01.2019
20:00

Fake News?

Die Münchner Räterepublik in Tagebüchern und zeitgenössischen Presseberichten

Der Vortrag rekonstruiert die Ereignisse um die Errichtung und Niederschlagung der Räterepublik. Er stellt die wichtigsten Akteure und deren Motive und Ziele vor. Geradezu exemplarisch lässt sich anhand der Ereignisse in München zeigen, wie gezielt Gerüchte und Untergangsszenarien in Umlauf gebracht wurden, um die Bevölkerung gegen den inneren und äußeren Feind zu mobilisieren. Doch war die Furcht vor einem „bolschewistischen Umsturz" angesichts der politischen Verhältnisse in Bayern wirklich „berechtigt"?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Prof. Dr. Werner Bührer (i. R.)

24.01.2019
17:30

Spuren von Widerstand und Solidarität im Spiegel der Zeit

Mit Namen wie Dietrich Bonhoeffer oder Sophie Scholl verbinden wir Persönlichkeiten, die individuell oder organisiert Widerstand gegen die NS-Herrschaft geleistet haben. Wie zeigen sich heute Zivilcourage und Formen von Widerstand, in einer sich durch Globalisierung und Digitalisierung rasant verändernden Welt? Was lässt sich aus dem Widerstand gegen die Nazis lernen? In diesem Abendseminar begeben wir uns auf eine Spurensuche von Widerstand in der Gesellschaft, im Beruf, im Alltag, aber auch in der eigenen Familie. Welche Rolle spielt Widerstand in Ihrem Leben?

Jürgen Müller-Hohagen Psychologe, Leiter „Dachau Institut Psychologie und Pädagogik"


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Evangelisches Bildungswerk e.V.
Referent/in: Jürgen Müller-Hohagen Psychologe

24.01.2019
19:00

Alltag und Erinnerung„Hysterische Furien und schnatternde Gänse“

Die ersten Frauen im bairischen Parlament



Die ersten Frauen im bayrischen Parlament setzten sich couragiert für die Belange der Frauen ein. Es ging ihnen v.a. um Bildung, Gesundheit und soziale Themen, aber auch darum, einen neuen Ton einzubringen und die „Brutalität (zu) bekämpfen“, wie es Dr. Rosa Kempf formulierte. Dennoch: Sie waren eine kleine Minderheit und blieben Fremdkörper in der männlich dominierten Welt der Politik.

Karin Sommer, München, Kulturwissenschaftlerin, ehem. Kulturreferat und Villa Waldberta


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Karin Sommer

24.01.2019
19:00

,,Hysterische Furien und schnatternde Gänse"

Die ersten Frauen im bayerischen Parlament

Die ersten Frauen im bayerischen Parlament setzten sich couragiert für die Belange der Frauen ein. Es ging ihnen um Bildung, Gesundheit und soziale Themen, aber auch darum, einen neuen Ton einzubringen und die „Brutalität (zu) bekämpfen", wie es die Lehrerin, Sozialpolitikerin und Pionierin derWohlfahrtspflege Rosa Kempf formulierte. Dennoch: Sie waren eine kleine Minderheit und blieben Fremdkörper in der männlich dominierten
Welt der Politik.


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Sendlinger Kulturschmiede e.V.
Referent/in: Karin Sommer Kulturwissenschaftlerin, ehemalige Leiterin der Villa Waldberta
Veranstaltungsreihe: RevolutionsWERKSTATT

29.01.2019
19:00

Dunst, Gerüchte, Stimmungsmache

Wie unter der Regierung Eisner und während der Räterepubliken die bessere Propaganda siegte

Im Kampf um die Köpfe entscheidet der, der die kulturelle Hegemonie behauptet. Die Interessengruppen stehen fest. Die Durchsetzung ihrer Ziele hängt ab von den Methoden, mit denen sie operieren. Dabei müssen sie analysieren, ob sie Rückenwind oder Gegenwind haben und ob sie zur rechten Zeit am rechten Ort den rechten Ton finden. Freilich haben diejenigen es leichter, welche traditionell auf finanzielle Ressourcen bauen können und die schon früher als politische Eliten galten. Wenn sie dann noch mit subtilem Einfluss Stimmung machen, mit fake news arbeiten, wenn sie Gerüchte kolportieren, wenn sie niedrigste Instinkte ansprechen, dann gewinnen sie.

Günther Gerstenberg, München, Archiv der Münchner Arbeiterbewegung, Plenum R, Herausgeber von „Steckbriefe gegen Eisner, Kurt und Genossen wegen Landesverrates. Ein Lesebuch über Münchner Revolutionärinnen und Revolutionäre im Januar 1918“, Edition AV, 2017 und Autor von „Der kurze Traum vom Frieden. Ein Beitrag zur Vorgeschichte des Umsturzes in München 1918“, Edition AV, 2018.

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Günther Gerstenberg

29.01.2019
20:00

Zwischen Pazifismus und Gewalt

Als Pazifisten kamen sie aus dem Krieg und wollen mit der Revolution das Töten beenden - doch bald wird deutlich, dass damit die Gegner der Revolution nicht zu schlagen sind. Der Konflikt zwischen Militanz und gewaltlosem Widerstand trieb den jungen Oskar Maria Graf persönlich um, in seinem Werk diskutiert er diese Kernfrage der Linken, vor allem in Zusammenhang mit den Ereignissen in München 1918/19.


Oliver Leeb Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft
Katrin Sorko Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft


Musik:
Josef Eder
Maxi Pong ratz
Simon Ackermann


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstaltungsreihe: ,,Uns kann nur die Revolution retten

30.01.2019
20:00

Die „Ordnungszelle Bayern“ und der Aufstieg des Nationalsozialismus

Nach den Erschütterungen durch Revolution und Räterepublik wollten nationalkonservative Kräfte „Ruhe und Ordnung" im Lande wiederherstellen. Die „Ordnungszelle Bayern" sollte über Bayern hinaus auf das gesamte Deutsche Reich wirken und den nationalen Wiederaufstieg ermöglichen. Das Konzept vereinte antisozialistische, antikommunistische, antisemitische und völkische Ideen und bereitete, zusammen mit einer entsprechenden Politik und Rechtsprechung, den Boden für den Aufstieg der Nationalsozialisten um Adolf Hitler.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Prof. Dr. Werner Bührer (i. R.)

31.01.2019
19:00

Anita Augspurg

Anita Augspurg (1857 - 1943) war Deutschlands erste promovierte Juristin und setzte sich ab dem Ende des 19. Jahrhunderts für soziale und politische Rechte der Frauen ein. Die Einführung des Frauenwahlrechts war ihr vorrangiges Ziel. Sie gehörte 1915 zu den Gründerinnen der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit/IFFF

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

05.02.2019
19:00

100 Jahre Münchner Räterepublik: einmal 1918/ 19 und zurück

Wie war das, als Deutsch land zum ersten Mal demokratisch wurde? In seinem Revolutionstagebuch hat Victor Klemperer (1881-1960) die Münchner Verhältnisse aus nächster Nähe beschrieben. Für Boris Schumatsky ist die russische Oktoberrevolution Teil seiner Geschichte . In seinen Texten geht er dem Leben seines Urgroßvaters nach, der zu den führenden Revolutionären von 1917 gehörte. Er diskutiert mit dem Journalisten Niels Beintker über die Revolutionen und ihre Nachwirkungen. Ausgewählte Passagen aus den Texten von Klemperer und Schumatsky, rezitiert von Thomas Loibl, verbinden Moment aufnahme und kritischen Rückblick miteinander.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Boris Schumatsky (Schriftsteller, Publizist )Niels Beintker (Redakteur, Autor und Moderator, BR) Thomas Loibl (Schauspieler, Sprecher)

05.02.2019
20:00

Alexis de Tocqueville: „Die Wunder der Demokratie“

Szenische Lesung

Der legendäre französische Gesellschaftsforscher Alexis de Tocqueville (1805-1859) reiste 1835 nach Nordamerika, um die junge Demokratie vor Ort zu studieren. Sein Werk „Über die Demokratie in Amerika“ besticht bis heute durch seine brillanten und prophetisch anmutenden Analysen. Hans Pleschinski (»Wiesenstein« u.a.) hat ein so spannendes wie kluges Hörspiel über Leben und Werk von Alexis de Tocqueville verfasst. Wir erleben die grundlegenden soziologischen Entdeckungen dieses Visionärs in der mitreißenden szenischen Lesung von Katja Amberger und Schauspieler Heiko Ruprecht.

Stiftung Literaturhaus, Stiftung Bayerisches Amerikahaus, Institut frangais München und Kulturreferat der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Literaturhaus München
Referent/in: Katja Amberger Sprecherin, Heiko Ruprecht Schauspieler, Hans Pleschinski Autor

06.02.2019
20:00

Zur Rolle des Antikommunismus in der Zwischenkriegszeit

Der Antikommunismus zählte zu den prägenden politisch-ideologischen Phänomenen des 20. Jahrhunderts. Er diente als Klammer für unterschiedlichste Strömungen. Der Vortrag befasst sich zunächst mit seiner besonderen Ausprägung in Bayern und Deutschland, die eine Reaktion auf die revolutionären und krisenhaften Ereignisse zwischen 1918 und 1923 und den von vielen Deutschen als Demütigung empfundenen Versailler Friedensvertrag darstellte. Anschließend wird die Bedeutung des Antikommunismus für die politische und soziokulturelle Entwicklung im Europa der 1920er und 1930er Jahre analysiert.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Prof. Dr. Werner Bührer (i. R.)

07.02.2019
19:00

Zustandekommen des Wittelsbacher Ausgleichsfonds als Geheimfonds

Der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt stellt der sogenannte Wittelsbacher Ausgleichsfonds eine sprudelnde Geldquelle für den bayerischen Adel dar. Er geht zurück auf die reaktionäre Politik im Bayern der 1920er Jahre nach der gescheiterten Räterepublik. Dazu liest Rudolf Stumberger aus seinem Buch München ohne Lederhosen - ein kritisch-alternativer Stadtführer 1918 -1968". 2018 erschien von ihm „Das Raubtier und der rote Matrose - Orte und Ideologien der Revolution und Räterepublik 1918/1919" .


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Sendlinger Kulturschmiede e.V.
Referent/in: Rudolf Stumberger Autor
Veranstaltungsreihe: RevolutionsWERKSTATT

12.02.2019
19:00

Rotmord

Im Zentrum von Peter Zadeks Fernsehspiel nach Tankred Dorsts Theaterstück „Toller“ steht der Dichter Ernst Toller, der in der Münchner Räterepublik 1919 Vorsitzender des Zentralrats sowie Kommandeur der „Roten Garde“ war und nach Zerschlagung der Räterepublik zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt wurde. Für Dorst, der mit Zadek auch das Drehbuch schrieb, ist Ernst Toller mehr als die Symbolfigur der Räterepublik: „Ich habe mich damals mit Toller identifiziert, wollte ihn aber auch kritisieren: Ein Dichter, der zu politischem Handeln gezwungen wird und scheitert.“

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie

12.02.2019
19:00

​„Es herrschte eine Atmosphäre revolutionären Widerstands“

Die Fotografin Germaine Krull und die Revolution in München 1918/1919

Die Fotografin Germaine Krull (1897-1985) zählt zur Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Sie erlernte ihr Handwerk in München und eröffnete Ende des Ersten Weltkriegs ihre „Werkstatt für mod. Künstlerische Fotografie“ in der Hohenzollernstraße. In Schwabing kam sie rasch in Kontakt mit Intellektuellen, Freigeistern und Künstlern der Stadt. Politisch sehr interessiert, lernte sie Kurt Eisner kennen und ging für die Revolution auf die Straße. Nach der Niederschlagung der Räterepublik versuchte sie, zwei Revolutionären zur Flucht zu verhelfen und wurde dafür inhaftiert und aus Bayern ausgewiesen.

Monacensia im Hildebrandhaus und Museum Folkwang, mit Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München

barrierefrei (Eingang: Siebertstr. 2)


Veranstaltungsart;: Buchvorstellung
Veranstalter: Monacensia
Referent/in: Katja Schild Schauspielerin
Veranstaltungsreihe: Dichtung ist Revolution

12.02.2019
19:00

Brauchen wir eine neue Linke?

Die politische Landschaft hat sich in den vergangenen fünf Jahren rasant verändert. Im Zuge dessen wird gegenwärtig intensiv diskutiert, wie sich das „ linke" Parte ienspektrum inhaltlich wie formal aufstellen sollt e. Braucht es eine pragmatische linke Politik in der Mitte, oder wäre es für die Demokratie wichtig, dass eine neue, übergreifende linke Bewegung entsteht, um angesichts komplexer politischer Lagen neue Visionen für die Demokratie des 21. Jahrhunderts zu entwickeln .


Veranstaltungsart;: Gesprächsrunde
Veranstalter: Kulturreferat der Landeshauptstadt München
Referent/in: Gregor Gysi (Politiker, Jurist, DIE LINKE) Wolfgang Merkel (Politikwissenschaftler, Demokratieforscher), Michael Reder (Hochschule für Philosophie)
Veranstaltungsreihe: Die Zukunft der Demokratie

14.02.2019
18:30

Nachkriegsgrenzen, Nachkriegsidentitäten

Mit dem Zusammenbruch der großen Imperien nach dem Ersten Weltkrieg und damit einhergehender Grenzveränderungen beginnt in Europa ein neues Zeitalter. Es ist geprägt durch Völkerverschiebungen, Rückkehrbewegungen, Identitätskonflikte und dem Kampf um Minderheitenrechte . Zum Teil ist es bis heute nicht abgeschlossen. In diesem Kontext diskutieren Historiker die Geschichte von Elsass-Lothringen , Südtirol und der Oberen Adria: Marco Bresciani beschäftigt sich mit den Grenzen Norditaliens nach dem Ersten Weltkrieg sowie dem italienischen Antifaschismus. Michael Schwartz forscht zu ethnischen „Säuberungen" in der Moderne. Der Fokus der Arbeit von Thomas Serrier liegt auf Grenzregionen und transreg ionalen
Errinnerungskulturen in Europa.

Marco Bresciani Universita di Verona

Michael Schwartz Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

Thomas Serrier Europa Universität Viadrina Frankfurt-Oder

Moderation: Thomas Schlemmer Institut für Zeitgeschichte München-Berlin , Ludwig-Maximilians-Universität


Veranstaltungsart;: Gesprächsrunde
Veranstalter: Kulturreferat der Landeshauptstadt München
Veranstaltungsreihe: Italien, Frankreich und Deutschland: ein inneneuropäischer Vergleich

18.02.2019
19:00

Oskar Maria Graf und die Revolutions- und Rätezeit 1918/ 19

Der bayerische Schriftsteller Oskar Maria Graf erlebte die Revolutionszeit 1918/19 in München . Er schildert sie in seinem erfolgreichen autobiographischen Roman „Wir sind Gefangene. Ein Bekenntnis aus diesem Jahrzehnt" , der 1927 erschien. Thomas Mann hielt ihn für ein „ menschlich-historisches Zeugnis von unvergänglichem Werte" . Anhand von Passagen des Buches und anderer Werke zeichnet Reinhard Bauer ein Bild dieser turbulenten Zeit.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Referent/in: Reinhard Bauer, Historiker

19.02.2019
19:00

„Revolutionärinnen von A bis Z“

Fiktives Streitgespräch zwischen Anita Augspurg und Clara Zetkin

„His-tory“ wird aus aktuellem Anlass ergänzt durch „Her-story“. Zwei mutige historische Frauen schauen zurück auf ihr Leben, ihr Engagement und ihre Kontroversen. Sie wissen aber auch genau, was heute passiert und appellieren an die junge Generation, sich politisch einzumischen, wenn der Frieden wieder in Gefahr ist, wenn Hass wieder Gewalt erzeugt und Frauen an den Rand gedrückt werden.

Sabine Bollenbach, München, Schauspielerin, Politologin

Heidi Meinzolt, München, Europakoordinatorin Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, AG Räte-Frauen im Plenum R


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Sabine Bollenbach, Heidi Meinzolt

20.02.2019
19:00

Revolution in Baiern

Michael Lerchenberg zum 100jährigen der bayerischen Revolution 1918/ 19

Michael Lerchenberg, Schauspieler und Regisseur lässt in seiner musikalischen Lesung bekannte und unbekannte Zeitzeugen der turbulenten politischen Entwicklung ab November 1918 zu Wort kommen: unter anderem Ernst Toller, Thomas Mann, Oscar Maria Graf, Victor Klemperer und Kurt Eisner. Für die musikalische Begleitung sorgt die „ Revolutionskapelle" mit schmissigen Märschen und frechen Liedern.
Michael Lerchenberg & Die Revolutions kapelle
Simone Lautensc hlager Klarinette,
Ferdinand Schramm Trompete, Martin Holzapfel Tuba,
Sabrina Walter Harfe


Veranstaltungsart;: Lesung

21.02.2019
19:00

Ein Märtyrer der Revolution

Die Ermordung Kurt Eisners und die Eskalation der Gewalt im Februar 1919

Am 21. Februar 1919 wurde Kurt Eisner auf dem Weg in den Landtag, wo er seinen Rücktritt als Bayerischer Ministerpräsident verkünden wollte, von Graf Anton Arco auf Valley erschossen. Nur wenige Stunden darauf wurden Innenminister Erhard Auer und zwei weitere Landtagsmitglieder Opfer eines Attentats.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Daniel Baumann Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

21.02.2019
19:00

„Die Erfindung des Russn“

Ein Poem zur Münchner Räterepublik

Lyriklesung

Wie können wir mit einer hundert Jahre alten Revolution in Kontakt bleiben? Zum Beispiel einen Russn trinken - das Mischgetränk aus Weißbier und Zitronenlimonade, erfunden für in Wirtshäusern stationierten Soldaten der Räterepublik. Die Lyriker Tobias Roth und Daniel Bayerstorfer haben die Erfindung des Russn zum Ausgangspunkt für ihr langes Gedicht bzw. kurzes Epos genommen. Gemeinsam mit Michael Appel sprechen sie über Dichtung, Revolution und die Frage, warum das Getränk noch heute derartige Repräsentation genießt.

Michael Appel Moderation, Historiker, Autor und Regisseur

barrierefrei (Eingang: Siebertstr. 2)


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Monacensia
Referent/in: Tobias Roh und Daniel Bayerstorfer Lyriker
Veranstaltungsreihe: Dichtung ist Revolution

21.02.2019
19:00

Der Druck auf die Demokratie

Zur Demokratiegeschichte in Europa nach dem Ersten Weltkrieg gehört das Aufkommen antiliberaler und autoritärer Bewegungen. Bis heute existieren in Italien, Frankreich und Deutschland Traditionen, die auf das antidemokratische Denken der 20er Jahre verweisen . Nicolas Beaupre, Guilia Albanese und Volker Weiß beleuchten Unterschiede und Gemeinsamkeiten der autoritären Revolten in Europa, damals wie heute. Der Historiker Volker Weiß ist Autor einer international beachteten Studie zur „ Konservativen Revolution". Nicolas Beaupre beschäftigt sich mit der französischen und deutschen Geschichte mit Fokus auf den Ersten Weltkrieg und dessen Folgen. Giulia Albanese erforsc ht die Krise des Italienischen Staates in den 20er Jahren sowie den Ursprung des Faschismus.

Nicolas Beaupre Universite Blaise Pascal, Clermont-Ferrand

Giulia Albanese Universita di Padova

Volker Weiß Historiker und Autor, u.a. DIE ZEIT, Frankfurter Rundschau, Taz, Spiegel-Online


Moderat ion: Pierre Mannet Institut Franco-Allemand/ Sciences Historiques et Sociales, Goethe Universität Frankfurt


Veranstaltungsart;: Podiumsdiskussion
Veranstalter: Kulturreferat der Landeshauptstadt München
Veranstaltungsreihe: Italien, Frankreich und Deutschland: ein inneneuropäischer Vergleich

21.02.2019
19:30

Revolution in Baiern

Michael Lerchenberg zum 100jährigen der bayerischen Revolution 1918/ 19

Michael Lerchenberg, Schauspieler und Regisseur lässt in seiner musikalischen Lesung bekannte und unbekannte Zeitzeugen der turbulenten politischen Entwicklung ab November 1918 zu Wort kommen: unter anderem Ernst Toller, Thomas Mann, Oscar Maria Graf, Victor Klemperer und Kurt Eisner. Für die musikalische Begleitung sorgt die „ Revolutionskapelle" mit schmissigen Märschen und frechen Liedern.
Michael Lerchenberg & Die Revolutions kapelle
Simone Lautensc hlager Klarinette,
Ferdinand Schramm Trompete, Martin Holzapfel Tuba,
Sabrina Walter Harfe


Veranstaltungsart;: Lesung

26.02.2019
20:00

Die „Helden" der Revolution

Erich Mühsam, Gustav Landauer, ErnstToller, Kurt Eisner: Aus der Perspektive eines Mitläufers schildert Oskar Maria Graf die unheroischen Protagonisten der Münchner Revolution und Räterepubliken und verfolgt auch nach dem für ihn entscheidenden Erlebnis deren weitere Biografien. Neben den Skizzen dieser Persönlichkeiten, die in Grafs Werk zu finden sind, geben deren eigene Schriften Einblick in ihre politische Sozialisation und Haltung.

Oliver Leeb Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft
Katrin Sorko Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft


Musik:
Josef Eder
Maxi Pongratz
Simon Ackermann


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstaltungsreihe: ,,Uns kann nur die Revolution retten" (Oskar Maria Graf))

28.02.2019
18:00

Das Stückchen blauer Himmel ist gespießt von rostigen Eisenstäben

Literaten in der Festungshaft

Nach der Niederschlagung der Räterepublik im Mai 1919 werden die Schriftsteller Erich Mühsam und Ernst Toller zu langen Haftstrafen verurteilt. Sie schreiben nun unter den - teils verheerenden - Bedingungen der Festungshaft und glauben weiter an die politische Kraft des dichterischen Wortes. In Gedichten, Prosa und Dramen arbeiten sie die Ereignisse der Revolutionszeit auf und kämpfen gegen die Verleumdungen aus dem gegenrevolutionären Lager. So entstehen berühmte Werke wie Ernst Tollers „Masse Mensch" oder sein „Schwalbenbuch".

Münchner Volkshochschule in Kooperation mit der Monacensia im Hildebrandhaus


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS Einstein 28
Referent/in: Laura Mokrohs Kuratorin
Veranstaltungsreihe: Dichtung ist Revolution

28.02.2019
19:00

Die göttliche Ordnung

Petra Volpe, die Regisseurin, ist zu dieser Filmvorführung eingeladen. Ihr Film zeigt keine Schwarz-Weiß-Welt, in der Männer nur die Täter und Frauen Opfer sind, sondern auch, wie Männer in der patriarchalen Gesellschaft kleingehalten werden. Im Film sagt die Erbin einer Sägerei, die als einzige Frau im Dorf etwas zu sagen hat; ..Frauen in der Politik, meine Damen, das ist schlichtweg gegen die göttliche Ordnung".

Die Regisseurin Petra Volpe ist anwesend.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

11.03.2019
19:00

"Was die nächste Zeit bringen wird, sind Kämpfe"

Der Revolutionär Ewald Ochel in der Münchner Räterepublik

Ewald Ochel (1875-1957) führte ein bewegtes Leben: illegale Arbeit und Haft nach Beginn des Ersten Weltk riegs, Desertion, politische Arbeit in den Niederlanden, in Düsseldorf Beteiligung an der„Spartakusherrschaft". Als die Freikorps einrücken, flüchtet Ochel nach München und wird Mitg lied der kommunistischen Räteregierung. Nach der Niederschlagung der Räterepublik wird er w ieder inhaftiert, doch gelingt ihm ein weiteres Mal die Flucht ... Joachim Schröder präsentiert die Erinnerungen dieses wei tgehend unbekannten Revolutionärs.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Archiv der Münchner Arbeiterbewegung e.V.
Referent/in: Joa chim Schröder Historiker, Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof, Autor des Buches ,,Die Münchner Polizei und der Nationalsozialismus"
Veranstaltungsreihe: Revolution in München - Alltag und Erinnerung

14.03.2019
19:00

„Hundert Jahre später“

Ausstellung zur Rezeption der Räterepublik in der bildenden Kunst

Vernissage und begleiteter Rundgang durch die Ausstellung
Die Ausstellung ist bis 23.05.2019 immer zu den Veranstaltungsterminen zu sehen.

Nach der Barbarei des 1.Weltkriegs wollten die Überlebenden aus den Schützengräben und mit ihnen die Millionen Kriegsgeschädigten unter Führung der organisierten Arbeiterschaft eine neue Gesellschaft aufbauen. Eine solche ohne die Herrschaft der Reichen, über die Brecht sagt: „Die Kapitalisten wollen keinen Krieg, sie müssen ihn wollen.“ Der Traum hat überlebt. Bilder, Impressionen von heute.

Carl Nissen, München, Künstler
Andreas Paul Schulz, Augsburg, Künstler
Günter Wangerin, München, Künstler


Veranstaltungsart;: Vernissage
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Sabine Bollenbach, Heidi Meinzolt

18.03.2019
19:00

Der Beitrag der bürgerlichen und katholischen Frauenbewegung zur ersten Demokratie in Baye

Bürgerliche Frauen wie Ellen Ammann (1870 -1932) und Luise Kiesselbach (1863-1929) engagierten sich nicht nur für Wohlfahrt sondern auch für Demokratie , Bildung und Frauenrechte. Ammann war u.a. seit 1904 Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes in München. Kiesselbach gründeten 1914 den Stadtbund Münchner Frauenverbände. lngeburg Mi lenovic zeigt das Engagement dieser Frauen bis in die Weimarer Republik.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Referent/in: lngeburg Mile novic ehemalige Stadträtin

19.03.2019
19:00

Revolution! Was kümmern uns Frauen die alten Zöpfe?

Von den Revolutionärinnen Gabriele Kätzler und ihren Töchtern sowie von Hilde Kramer sind uns aus der Revolutionszeit wunderbare, engagierte Briefe erhalten. Die Frauen waren keine Eisners, Tollers, Mühsams. Noch nicht einmal deren Geliebte, Verwandte oder Sekretärinnen ... Insofern hatten sie kaum eine Chance, in die (männliche) Geschichtsschreibung einzugehen. Überliefert sind die Briefe in Polizeiakten. Sie wurden von Sternsdorf-Hauck entdeckt, veröffentlicht und kommentiert.

Christiane Sternsdorf-Hauck, München, Autorin von „Brotmarken und Rote Fahnen – Frauen in der bayrischen Revolution und Räterepublik 1918/19“, Neuer ISP-Verlag, 2008, AG Räte-Frauen im Plenum R, Plenum R

Gesche Piening, München, Schauspielerin, Regisseurin, Feature-Autorin, 

 


Veranstaltungsart;: Vernissage
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Christiane Sternsdorf-Hauck, Gesche Piening

21.03.2019
19:00

Lesung aus Protokollen der Räterepublik

„Waffen sind an der Garderobe abzugeben“

 Im Rahmen der Ausstellung „Hundert Jahre später“ 

Wie schwer das scheinbar Einfache wie zB. das Erlernen des Aufrechten Ganges ist, zeigen die Protokolle der Räteversammlungen und der provisorischen Nationalversammlung. Hier wurde seit der gescheiterten Befreiungsversuche 80 Jahre vorher mühsam wieder versucht, zu einer offenen und verantwortungsvollen Form der Auseinandersetzung zu finden. Wie das nicht immer gelungen ist, lässt uns Heutige nicht nur schmunzeln, sondern kann auch für den aktuellen Diskurs durchaus hilf- und lehrreich sein.

Andreas Paul Schulz, Augsburg, Künstler


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Andreas Paul Schulz

21.03.2019
19:00

Demokratie unter Druck. Strategien gegen den Rechtsruck in Ungarn, Österreich und Deutschl

Polen, Ungarn, Österreich - und zuletzt Italien. Rechtsautoritäre und -extreme Bewegungen setzen die Demokratie massiv unter Druck. Welche Antworten auf den Rechtsruck sind gescheitert? Und wie müssten wirkungsvol le Strategien gegen die Angriffe auf unsere Demokratie stattdessen aussehen - gerade auch hier in Deutschland? Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Ungarn, Österreich und Deutschland diskutieren.

David Begrich Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. in Magdeburg

Magdalena Marsovszky Freie Kulturwissenschaftlerin, Lehrbeauftragte an der Hochschule Fulda


Bernhard Weidinger Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes


Veranstaltungsart;: Diskussionsrunde

21.03.2019
20:00

Revolution in Baiern

Michael Lerchenberg zum 100jährigen der bayerischen Revolution 1918/ 19

Michael Lerchenberg, Schauspieler und Regisseur lässt in seiner musikalischen Lesung bekannte und unbekannte Zeitzeugen der turbulenten politischen Entwicklung ab November 1918 zu Wort kommen: unter anderem Ernst Toller, Thomas Mann, Oscar Maria Graf, Victor Klemperer und Kurt Eisner. Für die musikalische Begleitung sorgt die „ Revolutionskapelle" mit schmissigen Märschen und frechen Liedern.
Michael Lerchenberg & Die Revolutions kapelle
Simone Lautensc hlager Klarinette,
Ferdinand Schramm Trompete, Martin Holzapfel Tuba,
Sabrina Walter Harfe


Veranstaltungsart;: Lesung

22.03.2019
20:00

Ein lsarmärchen - Vom Möchten und Scheitern in der Räterepublik

Literatur, Geschichte(n) und Musik

Im November 1918 ist für die Münchner ein Märchen wahr geworden, das freilich kein gutes Ende genommen hat. In „Ein lsarmärchen" fasziniert das Abenteuer, eine Utopie leben zu wollen, es geht um Lust, Liebe und kleine Grotesken, die passieren, wenn Schrifts teller nicht nur Politik, sondern gleich Revolution machen .
Gerd Holzheimer Text
Birgit Otter Akkordeon
Rose Bihier Shah Gesang und Leitung
Der CHOR


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Seidlvilla

23.03.2019
20:00

Ein lsarmärchen - Vom Möchten und Scheitern in der Räterepublik

Literatur, Geschichte(n) und Musik

Im November 1918 ist für die Münchner ein Märchen wahr geworden, das freilich kein gutes Ende genommen hat. In „Ein lsarmärchen" fasziniert das Abenteuer, eine Utopie leben zu wollen, es geht um Lust, Liebe und kleine Grotesken, die passieren, wenn Schrifts teller nicht nur Politik, sondern gleich Revolution machen .
Gerd Holzheimer Text
Birgit Otter Akkordeon
Rose Bihier Shah Gesang und Leitung
Der CHOR


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Seidlvilla

26.03.2019
19:00

Ter Traum des Ret Marut - Der frühe B. Traven

Eine musikalisch-literarische Räterevolution

„Ehe die Revolution ist, muss der Revolutionär sein!“
(Ret Marut, „Der Ziegelbrenner“)

Der Schriftsteller und Akteur der Münchner Räterepublik Ret Marut (vermutlich Otto Feige) gehört zu den mysteriösesten Literaten des 20 Jahrhunderts. Zwischen 1918 und 1921 veröffentlichte er die anarchistische Zeitschrift: „Der Ziegelbrenner“. Nach der Niederschlagung der Räterepublik gelang ihm die Flucht nach Mexiko. Dort veröffentlichte er als „B. Traven“ eine Vielzahl an Romanen und Erzählungen („Das Totenschiff“, „Der Schatz der Sierra Madre“) und wurde durch Verfilmungen seiner Werke international bekannt.

Franz Josef Strohmeier Schauspieler
Musik: Maria Hafner

barrierefrei (Eingang: Siebertstr.2)


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Monacensia
Veranstaltungsreihe: DICHTUNG IST REVOLUTION

26.03.2019
19:00

Das Leben der Hedwig Kämpfer (1889 - 1947) – Rätin, Richterin und USPD-Frau

Hörfunksendung mit Diskussion

Hedwig und Richard Kämpfer waren Mitbegründer der Münchner USPD. Hedwig Kämpfer war Mitglied des revolutionären Arbeiterrates, Mitgründerin des "Bundes sozialistischer Frauen", 1919–1924 Stadträtin für die USPD / SPD in München. Die Münchener Journalistin Mira Schnoor spürte dem Leben der fast vergessenen Politikerin, die im französischen Exil starb, nach. 1998 machte sie für den BR ein Feauture, für das sie u.a. mit Kämpfers Nichte ein Interview führte.
Mira Schnoor, München, Journalistin

Cornelia Naumann, München, Dramaturgin, Plenum R und Autorin von „Der Abend kommt so schnell. Sonja Lerch – Münchens vergessene Revolutionärin“, Gmeiner, 2018


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Cornelia Naumann

26.03.2019
20:00

Die Reaktion schlägt zurück

Die Gegner der Revolution und der Münchner Räterepubliken sind Gegenstand der Romane und Erzählungen Oskar Maria Grafs, die sich mit den Ereignissen in München 1918/19 beschäftigen. Seine Texte fragen, woran, warum und in welchen Phasen die Reaktion gewinnt, und porträtieren aus der Innenund der Außensicht eindringlich ihre Protagonisten, deren politische Herkunft und Ziele.
Oliver Leeb Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft
Katrin Sorko Oskar-Maria -Graf-Gesellschaft


Musik:
Josef Eder
Maxi Pongratz
Simo n Ackermann


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstaltungsreihe: ,,Uns kann nur die Revolution retten" (Oskar Maria Graf))

27.03.2019
18:30

„Revolution und Räteherrschaft in Pasing 1918/19"

Darstel lung des gesellschaftl ichen und polit ischen Geschehens von November 1918 bis Mai 1919 vor dem Hintergrund der Revolution in München und Bayern. Schwerpunkt sind die Ereignisse in der Zeit des Revolut ionären Arbeiterrates Pa sing.
Bernhard Schoßig Didaktik der Geschichte und Public History, LMU München
Bernhard Koch Fachredakteur und Lokalhistoriker


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Kulturforum München-West

27.03.2019
19:00

Die Sozialisierung marschiert!

Otto Neurath, das Münchner Zentralwirtschaftsamt und die gescheiterte Utopie einer wirtschaftlichen Neuordnung

Die Vergesellschaftung der Produktionsmittel war ein Hauptziel der radikalen revolutionären Bewegung. Um dieser Forderung Rechnung zu tragen, sie aber auch volkswirtschaftlich klug zu moderieren, hatte bereits Kurt Eisner eine gemäßigte Sozialisierungskommission eingerichtet. Im März 1919 übernahm der Ökonom Otto Neurath die Federführung der Sozialisierung. Sein Ziel: eine zentral regulierte Planwirtschaft. Mit der Zerschlagung der Räterepublik scheiterte das ambitionierte Experiment.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Andreas Heusler Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

28.03.2019
19:00

Frauen für Frieden 1919 / 2019 - vergebene Liebesmüh?

1919 trafen sich Frauen, um Perspektiven für eine friedliche Nachkriegsordnung und zur Vermeidung künftiger Kriege zu entwickeln. 2019 analysieren Frauen immer noch und immer wieder Ursachen von Krieg und Gewalt und stemmen sich dagegen. Sie beteiligen sich an Verhandlungen - lokal, grenzüberschreitend, global. Was können sie bewirken? Wo stoßen sie an Grenzen und warum?

Heidi Meinzolt Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, AG Räte-Frauen im Plenum R
Eva-Maria Volland ehern. Pädagogisches Institut der Landeshauptstadt München, AG Räte-Frauen im Plenum R, Plenum R

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg- Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München

 

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Christian Dietrich Historiker, Frankfurt a.d. Oder

28.03.2019
19:00

Premiere Gertrud Woker

Gertrud Woker (1878 -1968) war eine Schweizer Frauenrechtlerin, Chemikerin und Friedensaktivistin. Der Schweizer Regisseur Fabian Chiquet wird im März einen Film über sie veröffentlichen. Die Filmpremiere über diese Frau, die sehr frühzeitig gegen die Giftgaseinsätze gearbeitet hat, findet in München statt.

Der Regisseur Fabian Chiquet ist anwesend.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

29.03.2019
18:00

Ein lsarmärchen - Vom Möchten und Scheitern in der Räterepublik

Literatur, Geschichte(n) und Musik

Im November 1918 ist für die Münchner ein Märchen wahr geworden, das freilich kein gutes Ende genommen hat. In „Ein lsarmärchen" fasziniert das Abenteuer, eine Utopie leben zu wollen, es geht um Lust, Liebe und kleine Grotesken, die passieren, wenn Schrifts teller nicht nur Politik, sondern gleich Revolution machen .
Gerd Holzheimer Text
Birgit Otter Akkordeon
Rose Bihier Shah Gesang und Leitung
Der CHOR


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Seidlvilla

04.04.2019
19:00

Dichter an der Macht

Als die Schriftsteller von einer besseren Welt träumten

Mit der unblutigen Revolution sollte nach Eisners Worten der „Traum von neuem Menschenglück" Wirklichkeit werden. Die Begriffe „Dichter" und „Revolution" waren plötzlich auf das Engste miteinander verwoben: Gustav Landauer, Ernst Toller und Erich Mühsam stiegen zu intellektuellen Leitfiguren der Rätebewegung auf. Texte der am Geschehen beteiligten Dichter wie Oskar Maria Graf, aber auch beobachtender Schriftsteller wie Heinrich und Thomas Mann oder Viktor Klemperer, veranschaulichen die damaligen Ereignisse. Das blutige Ende im Mai 1919 nahm Gustav Landauer bereits mit den Worten vorweg: „... leicht möglich, dass es nur ein paar Tage sind, und dann war es ein Traum."


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: DGB-Bildungswerk Bayern e.V. Region München
Referent/in: Rita Steininger Autorin, Dozentin, Lektorin

05.04.2019
19:00

Wir Kommunisten sind alle Tote auf Urlaub

Eugen Levine vor dem Münchner Standgericht

Eugen Levines Leben - geboren in Petersburg, aufgewachsen in Heidelberg - ist auch eine Referenz für grenzüberschreitende Hoffnungen auf Gerechtigkeit und Freiheit. Ausgehend von Levines Verteidigung vor dem Standgericht werden Werk und Wirken des Revolutionärs und Schriftstellers rekonstruiert. Vorgestellt werden seine Lebensstationen, seine Auseinandersetzung mit der Russischen Revolution von 1905 sowie sein Wandel vom Sozialrevolutionär zum Kommunisten.

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg- Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Christian Dietrich Historiker, Frankfurt a.d. Oder

07.04.2019
11:00

„Aus der Kirchenschule heraus ist geschossen worden!“

​Texte und Dokumente zu den Haidhauser Ereignissen vom 26. April bis zum 5. Mai 1919

Szenische Lesung

Viele Details der Revolutions- und Rätezeit insbesondere aus den Tagen nach dem 26. April 1919 gerieten in Vergessenheit: An diesem Tag werden die Führer der kommunistischen Räterepublik nach nur zwei Wochen in einer tumultartigen Sitzung abgesetzt. In der Kirchenschule werden Geiseln - darunter Franz von Stuck, der Attentäter Arco-Valley und der Chirurg Ferdinand Sauerbruch - festgehalten und mit Erschießung bedroht. Als die „Weißen“ einmarschieren, nehmen Festnahmen, Denunziationen und Erschießungen unbekannte Ausmaße an. Am 5. Mai 1919 werden 12 Perlacher Arbeiter vom Freikorps Lützow im Biergarten des Hofbräukellers ermordet.

Andreas Koll Archivar und Musiker
Andi Arnold Musiker

 


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: KIM-Kino
Referent/in: Rudolf Hartbrunner und Herrmann Wilhelm

07.04.2019
15:00

1918/2018 Spuren der Revolution im 2. Stadtbezirk

Vortrag mit Lichtbildpräsentation und Vorstellung des Revolutionskalenders 2019

Vortrag und Kalender zeigen die Ereignisse des 7 November 1918 auf derTheresienwiese, die Ausruf ung des Freistaates Bayern, die Ermordung Eisners und die darauf folgenden Auseinandersetzungen um die Münchner Räterepubliken. Schwerpunkt sind Personen, Orte und Ereignisse in der Ludwigs- und lsarvorstadt.

Franz Schiermeier, Beate Bidjanbeg , Adelheid Schmidt -Thome, Heini Ortner, Walter Klupsch, Hubert Ströhle


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Veranstaltungsreihe: Bei uns hats begonnen: Revolution im 2. Stadtbezirk

08.04.2019
19:30

Sarah Sonja Lerch, die vergessene Revolutionärin

„Der Abend kommt so schnell“, die Autorin Naumann liest aus ihrem Angang 2018 erschienenen Roman über die an den Januarstreiks 1918 beteiligte Revolutionärin Lerch, die an Kurt Eisners Seite kämpfte.

Kulturforum München West in Kooperation mit Institut für zukunftsweisende Geschichte e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 21 Pasing - Obermenzing, Aktive Zentren Pasing und Kulturreferat der Landeshauptstadt München

eingeschränkt barrierefrei


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Kulturforum München-West
Referent/in: Cornelia Naumann Dramaturgin
Veranstaltungsreihe: Revolution in Pasing 1918-1919

09.04.2019
19:00

Mord in Gräfelfing

In Gräfelfing entsteht erst im Februar 1919 ein Arbeiter-, Bauernund Bürgerrat. Am 1. Mai rücken Freikorps kampflos in Pasing ein und nehmen Quartier in Gräfelfing . 53 gefangengenommene Russen, die für die Rote Armee geworben worden waren, wurden eingesperrt und misshandelt, einer erschossen. Die anderen
52 Russen wu rden vor ein irreguläres Feldgericht gestellt und ,.nach kurzem Prozess" am 2. Mai in einer Kiesgrube ermordet. Juristisch aufgearbeitet wurden die Morde nie.
Dietrich Grund Heimatforscher, Autor von „ Revolution in Unterhaching 1918/19"


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Sendlinger Kulturschmiede e.V.
Veranstaltungsreihe: RevolutionsWERKSTATT

11.04.2019
18:30

,,Der Willkür ist Tür und Tor geöffnet."

Texte, Bilder und Dokumente zu den Haidhauser Ereignissen vom 26. April bis zum 5. Mai 1919.

Vom Ende der Räteherrschaft, den Geiseln in der Kirchenschule und dem Einmarsch der „Weissen Truppen" im Bereich Kirchenstraße, Max-Weber- und Wiener Platz mit einem Nachtrag zur Festnahme Eugen Levines am 13. Mai 1919 in der Haidhauser Schneckenburgerstraße. Dazu gibt es Filmausschn itte, Bilddokumente und Kurztexte von Oskar Maria Graf, Walter Heerde, Carlamaria Heim, Josef Hofmiller, Ferdinand Sauerbruch und Franz von Stuck sowie Auszüge aus Gerichtsakten, Pressemitteilungen und Plakaten.


Wilhelm Beck, Herbert Liebhart , Andreas Schaumberger ,
Barbara-Sylvia Schuster und Manfred Simpson
Bezirksausschuss 5 Au-Haidhausen


Durch das Programm führen Hermann Wilhelm Autor, Kurator
Haidhausen-Museum & Rudolf Hartbrunner Stadtführer


Musik: Andreas Koll und Andi Arnold


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Haidhausen Museum

11.04.2019
19:00

Verklärung oder Verdrängung?

Von den Schwierigkeiten im Umgang mit der (bayerischen) Revolution heute

Begeisterungsstürme hat das 1 00jährige Jubiläum der Demokratie in Bayern und Deutschland nicht ausgelöst Die Bundes- und Landespolitik tut sich nicht leicht mit deren revolutionären Anfängen im Jahr 1918, und auch viele Bürger wissen wenig damit anzufangen. Für andere wiederum geht von den Akteuren der Revolution eine große Faszination aus, wobei indes nicht selten ein verklärender Blick die kritisch-historische Perspektive ersetzt. Wie kann ein angemessener Umgang mit diesem ebenso bedeutsamen wie sperrigen Kapitel bayerischer und deutscher Geschichte aussehen?
Ferdinand Kramer Bayerische Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte, Ludwig-Maximilians-Universität
Wolfgang Niess Historiker und Autor
Moderation : Jürgen Zarusky Institut für Zeitgeschichte München-Berlin


Veranstaltungsart;: Podiumsdiskussion
Veranstalter: Monacensia
Veranstaltungsreihe: Dichtung ist Revolution

12.04.2019
16:00

Allach in den Tagen der Räterepublik Eine lokalgeschichtliche Studie zum April 1919

Nach dem Tod Kurt Eisners wurde die Münchner Räterepublik ausgerufen, mit der einige Wochen lang kriegsähnliche und leidvolle Zustände herrschten. Im April 1919 erfasste die Revolution auch Allach . Der Vortrag zeigt publikumsnah die Ereignisse dieser Tage in Al lach mit Archiv- und Zeitzeugenmaterial.


Walter Demmel Historiker


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS

12.04.2019
19:00

Die Rolle von Paul Frölich und Rosi Wolfstein in den Räterepubliken 1919

Als P. Werner verfasste Paul Frölich seine bedeutendste Schrift zur Münchner Räterepublik. Welche Rolle spielte er darin, wie stand er zu Eugen Levine? Seine spätere Frau, Rosi Wolfstein, wirkte mit an der Revolution im Ruhrgebiet. Wie unterschied sich das Rätesystem dort vom bayerischen?

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Riccardo Altieri Historiker, Potsdam

13.04.2019
16:00

Räterepublik

Vortrag, Diskussion und Musik

Am 13.04.1919 fand im Hofbräuhaus eine Sitzung der Münchner Betriebs- und Soldatenräte statt.

An diesem Tag wird am historischen Ort an Ereignisse der Räterepublik und besonders an die Ergebnisse jener Sitzung erinnert.

AG Denkmäler im Plenum R

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München

 

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Riccardo Altieri Historiker, Potsdam

13.04.2019
17:00

100 Jahre Versammlung der Betriebs- und Soldatenräte

Referent: Hermann Kopp, Historiker und Vorsitzender der Marx-Engels-Stiftung

Eine Veranstaltung der AG Denkmäler im Plenum R
Weitere Kooperationspartner: Freidenkerverband und Marx-Engels-Stiftung

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Hermann Kopp

14.04.2019
11:00

Revolution und Räte in Baiern

Die geheime Thule-Gesellschaft und das rote Hauptquartier – Orte der Revolution und Räterepublik 1919

Das München der Revolution und Räterepublik ist überschaubar, geographisch gesehen. Der Rundgang beginnt am Sendlinger-Tor-Platz, dort wurde Kurt Eisner in einem Hotel verhaftet. Weitere Stationen: Eisner-Denkmal am Oberanger, Hofbräuhaus (Ausrufung der Räterepublik), Hotel Vier Jahreszeiten (Thule Gesellschaft), Promenadeplatz (Attentat auf Eisner), Prannerstraße (ehemaliger Landtag), Kultusministerium (Hoffmann, Landauer), Odeonsplatz (Ermordung Egelhofers), ehemaliges Kriegsministerium Ludwigstraße (Hauptquartier der Roten Armee)

Rudolf Stumberger, München, Autor von „München ohne Lederhosen – ein kritisch-alternativer Stadtführer 1918-1968“, Alibri, 2016 und „Das Raubtier und der rote Matrose – Orte und Ideologien der Revolution und Räterepublik 1918/1919“, Alibri 2018


Veranstaltungsart;: Stadtführung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Rudolf Stumberger

15.04.2019
19:00

Der Ton ist scharf

Die Münchner Räterepubliken und ihre Akteure

Am 13. April 1919 wurde die erst sieben Tage zuvor ausgerufene erste Räterepublik durch die zweite Räterepublik abgelöst. Nachdem die erste Räterepublik unter anderem an den Unstimmigkeiten unter den Sozialisten gescheitert war, kam es mit der neuen, kommunistischen Räterepublik zu einer weiteren Radikalisierung des politischen Klimas, der „Ton“ wurde immer schärfer.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Bettina Pfotenhauer Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

25.04.2019
19:00

Constanze Hallgarten

Constanze Hallgarten (1881-1969) war als Frauenrechtlerin und Pazifistin eine der führenden Frauen der deutschen Friedensbewegung. Sie warnte früh vor den Gefahren des Nationalsozialismus und stand bereits beim Hitler-Ludendorff-Putsch 1923 auf einer „schwarzen Liste" der Nationalsozialisten.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

30.04.2019
20:00

Klärung der Fronten: Die Münchner Räterepubliken

Nach dem Mord an dem charismatischen Kurt Eisner am 21. Februar 1919 zersplittert die Einheit der Revolutionäre. Unterschiedliche politische Ziele führen zu Auseinandersetzungen und Spaltungen, die der Revolution schaden. Ohne zu kommentieren, schildert Oskar Maria Graf in seinem Werk die verschiedenen Positionen der revolutionären Lager und liefert Einblicke in die Arbeit und Ansätze der Münchner Räterepubliken.
Oliver Leeb Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft
Katrin Sorko Oskar-Maria-Graf -Gesellschaft


Musik :
Josef Eder
Maxi Pongratz
Simon Ackermann


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstaltungsreihe: ,,Uns kann nur die Revolution retten" (Oskar Maria Graf))

02.05.2019
17:00

„Die Trommel passt sich zornig an.“

Zum 100. Todestag von Gustav Landauer

Gedenkfeier vor dem Landauer-Denkmal

Die Musikperformance „Die Trommel passt sich zornig an“ setzt Landauers Theorie zur sozialen Revolution mit Sprecher und Trommler künstlerisch um. Teil 1: Zerstörung der alten Begrifflichkeit nach der Sprachtheorie von Fritz Mauthner. Teil 2: Kontemplative Innerlichkeit nach Meister Eckhart. Teil 3: Dynamische Neukonstruktion in Unschärfen, Paradoxien und Widersprüchen.

Musikperformance: Oliver Augst Konzept und Komposition, Reto Friedmann Konzept und Text,
Jaap Achterberg Sprecher und Sänger, Jörg Fischer Trommler
Ansprache: Siegbert Wolf Herausgeber der Gustav Landauer-Werkausgabe

Eine Produktion von Oliver Augst und Reto Friedmann

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Gedenkveranstaltung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie

02.05.2019
19:00

Es ist äußerst aufregend und enervirend.

München im Banne von Anarchie, Gewalt und neuer Ordnung

Am 1. Mai 1919 dringen Freikorpsverbände und Reichswehrtruppen in die Stadt vor. Es kommt zu heftigen Kämpfen zwischen den Resten der Roten Armee und den Weißen Garden. Während in einzelnen Stadtvierteln wie in Neuhausen, in der Maxvorstadt und in Giesing noch gekämpft wird, halten am 2. Mai die Regierungstruppen in der Ludwigstraße bereits ihre Siegesparade ab. Das von den revolutionären April-Ereignissen verschreckte Bürgertum erhofft sich von der neuen Ordnungsmacht Stabilität und Ruhe während die Sieger mit gezielter Propaganda bereits an der Umdeutung der Revolution arbeiten.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Anton Löffelmeier Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

02.05.2019
19:00

Juden, Antisemiten und andere Münchner in Revolution und Räterepublik

Von Kurt Eisner über Ernst Toller, Erich Mühsam und Gustav Landauer bis zu Eugen Levine spielten Menschen jüdischer Herkunft während der Revolution und den Räterepubliken in München eine größere politische Rolle. Was waren die Motive dieser Revolutionäre? Wie verhielt sich die jüdische Gemeinde? Und wie kam es, dass München innerhalb weniger Jahre zum Zentrum des Antisemitismus wurde?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Michael Brenner Jüdische Geschichte und Kultur, Ludwig-Maximilians-Universität

02.05.2019
20:00

Gustav Landauer, Anarchist und Hochschulreformer

Der libertäre Kulturphilosoph Gustav Landauer (1870 - 1919) engagierte sich für die Gründung "Freier Schulen" und für die radikale Umgestaltung der Hochschulen. Dies war ein Schwerpunkt von Landauers Tätigkeit in der ersten, einwöchigen bayerischen Räterepublik im April 1919. Für ihn fokussierte sich die Universität auf eine „Gemeinschaft der Lernenden mit den Lehrenden", auf eine grundlegende Demokratisierung der Hochschule mit weit reichender Selbstverwaltung.

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Siegbert Wolf Historiker, Politikwissenschaftler, Herausgeber der Gustav Landauer Werkausgabe

03.05.2019
16:00

100. Todestag von Rudolf Egelhofer

Die AG Denkmäler im Plenum R lädt zu einem Besuch des Grabes von Rudolf Egelhofer auf dem Nordfriedhof ein. 


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: N.N.

09.05.2019
19:00

Albert Daudistel

Volkskommissar beim Zentralkommissariat für politisch Verfolgte und auswärtige Revolutionäre

Bevor er während der Münchner Räterepublik eine Rolle spielte, hatte Daudistel an verschiedenen Aktionen der Antikriegsbewegung Anteil. Nach der Niederschlagung der Räterepublik und während sowie nach seiner 5jährigen Haftzeit wurde er einer der ersten literarischen Chronisten dieser Epoche. Seiner Erfahrungen mit Verfolgungsdruck und politischem Engagement aus der Isolation heraus gewannen im isländischen Exil ab 1938 noch einmal neue Aktualität.

Jonas Bokelmann, München, schreibt eine Dissertation über Albert Daudistel, Plenum R

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Jonas Bokelmann

21.05.2019
19:00

Erinnerungskultur in München rund um die Räterepublik und Revolution

Man könnte in Bayern und in seiner Landhauptstadt stolz darauf sein, dass hier zwei Tage vor Berlin die Adels- und Militärdiktatur beendet und die Demokratie als „Freistaat Baiern“ ausgerufen wurden. Man könnte den Revolutionär und 1. Ministerpräsidenten des Freistaats, Kurt Eisner, mit einem nach ihm benannten zentralen Platz und Denkmal ehren. Stattdessen wird verdruckst und verdrängt. 
Wie Demokratie-Geschichte erinnert, interpretiert und öffentlich präsentiert wird, daran ist die reale Verfassung einer Gesellschaft ablesbar. 
Die teilweise absurde Geschichte der Erinnerung an den Beginn der Demokratie und an ihre Protagonist*innen seit 1919 bis heute wird in dem Vortrag anschaulich dargestellt. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Welche Forderungen sind zu stellen? 

Wolfram Kastner, München, Aktionskünstler, Kurt-Eisner-Kulturstiftung, Plenum R


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Wolfram Kastner

23.05.2019
19:00

Gertrud Baer

Gertrud Baer (1890 - 1981) blickt auf eine lange Zeit in der Frauen-Friedensbewegung zurück. Sie ist ab 1905 aktiv, da ihre aus England stammende Mutter bereits bei den Suffragetten mitarbeitete. Gertmd Baer leitete 1919 wenige Monate im Bayerischen Ministerium für soziale Fürsorge das Referat für Frauenrecht.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

26.06.2019
19:00

München hat einen roten Bürgermeister

Stadtrats- und Bürgermeisterwahl im Juni 1919

Bei der ersten demokratischen Kommunalwahl am 15. Juni 1919 wurde ein 50köpfiger Stadtrat gewählt. Da bei der gleichzeitigen Bürgermeisterwahl keiner der fünf Kandidaten die erforderliche Mehrheit erreichte, wählte der neue Stadtrat am 26. Juni 1919 den Redakteur Eduard Schmid (SPD) zum 1. Bürgermeister.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Michael Stephan Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

16.07.2019
19:00

Kahr ist im Lande ein Symbol“ - Bilanz und Ausblick

Chancen und Belastungen für die parlamentarische Demokratie in Bayern

Die revolutionären Ereignisse 1918 und die Wirren des Jahres 1919 bildeten den Auftakt für einen Wandel des politischen Klimas im Land. Die Konflikte zwischen München und Berlin verschärften sich. Unter Gustav von Kahr etablierte sich eine rechtsextreme „Ordnungszelle Bayern“. Das parlamentarische System war von Beginn an einsturzgefährdet.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Staatsarchiv München
Referent/in: Ferdinand Kramer Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

29.11.2019
19:00

100 Jahre Räterepublik in Bayern

Hat die Räte-Idee heute noch etwas zu sagen?

Das Jahr 2018 bringt ein ganz besonderes Jubiläum mit sich: 100 Jhare Freistaat Bayern. Doch nachdem Kurt Eisner, der den Freistaat im November 1918 hatte, am 21. Februar 1919 ermordet worden war, gab es ein knapp vierwöchiges Interregnum: die Münchner Räterepublik. Zu sehen ist der Dokumentarfilm »Es geht durch die Welt ein Geflüster« (D 1989/2018, 45 Min.). Anschließend Podiumsdiskussion mit Ulrike Bez, Filmemacherin; Dr. Georg Köglmeier, Akad. Oberrat am Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte; Simon Strohmenger, mehr Demokratie e.V.

Modertion: Lisa Altmeier, Crowdspondet.

In Zusammenarbeit mit der MSB (Petra-Kelly-Stiftung e.V., München)


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: MVHS München Ost

Revolutionszeitung



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