Veranstaltungen zur Revolution 1918/19

26.06.2019
19:00

München hat einen roten Bürgermeister

Stadtrats- und Bürgermeisterwahl im Juni 1919

Bei der ersten demokratischen Kommunalwahl am 15. Juni 1919 wurde ein 50köpfiger Stadtrat gewählt. Da bei der gleichzeitigen Bürgermeisterwahl keiner der fünf Kandidaten die erforderliche Mehrheit erreichte, wählte der neue Stadtrat am 26. Juni 1919 den Redakteur Eduard Schmid (SPD) zum 1. Bürgermeister.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Michael Stephan Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

27.06.2019
19:00

„Unsere Hände sind rein von den Greueln des Chaos“

Die Münchner Juden in Revolution und Räterepublik 1918/19

Grußwort: Ellen Presser, Leiterin des Kulturzentrums der IKG
Lesung: Hans Jürgen Stockerl

Viele der führenden Revolutionäre in München 1918/19 waren jüdischer Herkunft. Wie reagierten die Münchner Juden darauf? Während manche von ihnen durchaus stolz darauf waren, dass der erste Ministerpräsident des Freistaats Jude war, distanzierten sich die meisten von den jüdischen Revolutionären. Sie ahnten, dass sie am Ende für die Schattenseiten der Revolution und der beiden Räterepubliken verantwortlich gemacht werden würden. So schrieb der Münchner Kommerzienrat Sigmund Fränkel im April 1919 einen offenen Brief „an die Herren Erich Mühsam, Dr. Wadler, Dr. Otto Neurath, Ernst Toller und Gustav Landauer“: daher „ruft das bodenständige bayerische Judentum durch mich heute Bayerns Bevölkerung zu: Unsere Hände sind rein von den Greueln des Chaos und von dem Jammer und Leid, das Ihre Politik über Bayerns zukünftige Entwicklung heraufbeschwören muß. Sie allein, und nur Sie tragen hierfür die volle Verantwortung.“ Jüdische Aktivisten waren unter den sozialdemokratischen Gegnern der Räterevolution ebenso wie unter den Freikorpsmitgliedern, die die Räterepublik in München Anfang Mai 1919 niederrangen. Gleichzeitig begann mit dem Ende der Räterepublik der Aufstieg Münchens zur Hauptstadt des Antisemitismus in Deutschland.

Veranstalter: Monacensia im Hildebrandhaus in Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Monacensia
Referent/in: Prof. Michael Brenner

16.07.2019
19:00

Kahr ist im Lande ein Symbol“ - Bilanz und Ausblick

Chancen und Belastungen für die parlamentarische Demokratie in Bayern

Die revolutionären Ereignisse 1918 und die Wirren des Jahres 1919 bildeten den Auftakt für einen Wandel des politischen Klimas im Land. Die Konflikte zwischen München und Berlin verschärften sich. Unter Gustav von Kahr etablierte sich eine rechtsextreme „Ordnungszelle Bayern“. Das parlamentarische System war von Beginn an einsturzgefährdet.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Staatsarchiv München
Referent/in: Ferdinand Kramer Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

22.07.2019
16:30

Ein Unsinn hört auf, ein neuer beginnt

Oskar Maria Grafs frühe Münchner Jahre 1911-1919

Mit 17 Jahren kam Oskar Maria Graf nach München, fand Eingang in die Kreise der Anarchisten und Bohemiens, „saß dumm zwischen ihnen und versuchte ein möglichst bedeutendes Gesicht zu machen“. Die folgenden Jahre gehörten zu den aufregendsten seines Lebens. Auf diesem Rundgang begegnen wir dem jungen Dichter in Zeiten der Not und Verzweiflung, begleiten ihn durch Kriegs- und Revolutionswirren und erfahren von so mancher bedeutsamen Begegnung.


Veranstaltungsart;: Stadtführung
Veranstalter: DGB-Bildungswerk Bayern e.V. Region München
Referent/in: Rita Steininger

16.11.2019
10:00

Stadtrundfahrt „Das andere München“

München ist attraktiv für Einheimische und Fremde. Zu Recht berühmt sind seine Bauten und Kunstwerke und insbesondere das Oktoberfest. Aber München besteht nicht nur aus Fürstengeschichte, prachtvollen Kunstwerken und „Bierseligkeit“. Neben den glänzenden Seiten gibt es auch die Geschichte der Arbeiterbewegung, besonders des 20. Jahrhunderts. In herkömmlichen Stadtführungen kommt das seltener vor.
Diese Busrundfahrt, ergänzt durch einen Spaziergang im Stadtzentrum, führt eben auch zu den Stätten der Novemberrevolution 1918, der Räterepublik 1919, des Aufstiegs der NSDAP sowie an Orte des antifaschistischen Widerstands.


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: DGB-Bildungswerk Bayern e.V. Region München
Referent/in: Dr. Kaija Voss, Architekturhistorikerin

29.11.2019
19:00

100 Jahre Räterepublik in Bayern

Hat die Räte-Idee heute noch etwas zu sagen?

Das Jahr 2018 bringt ein ganz besonderes Jubiläum mit sich: 100 Jhare Freistaat Bayern. Doch nachdem Kurt Eisner, der den Freistaat im November 1918 hatte, am 21. Februar 1919 ermordet worden war, gab es ein knapp vierwöchiges Interregnum: die Münchner Räterepublik. Zu sehen ist der Dokumentarfilm »Es geht durch die Welt ein Geflüster« (D 1989/2018, 45 Min.). Anschließend Podiumsdiskussion mit Ulrike Bez, Filmemacherin; Dr. Georg Köglmeier, Akad. Oberrat am Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte; Simon Strohmenger, mehr Demokratie e.V.

Modertion: Lisa Altmeier, Crowdspondet.

In Zusammenarbeit mit der MSB (Petra-Kelly-Stiftung e.V., München)


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: MVHS München Ost




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