Veranstaltungen zur Revolution 1918/19

24.02.2019
11:00

1918/19: Revolution in München

Bayerns Weg zur Demokratie

100 Jahre ist der Freistaat Bayern alt. Eine Tour zur Revolution der Jahre 1918/19.

In den Jahren 1918 und 1919 ändert sich das Gesicht Bayerns vollständig. In München, der Hauptstadt und dem Hauptschauplatz, wird die Monarchie gestürzt, eine Räteregierung eingesetzt. Kurt Eisner wird Bayerns erster Ministerpräsident, revolutionäre "rote" und konservativ-reaktionäre "weiße" Kräfte kämpfen um die Macht.

Folgen Sie dieser informativen Zeitreise in ein höchst spannendes Kapitel der jüngeren bayerischen Geschichte!


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: STATTreisen München e.V.

26.02.2019
20:00

Die „Helden" der Revolution

Erich Mühsam, Gustav Landauer, ErnstToller, Kurt Eisner: Aus der Perspektive eines Mitläufers schildert Oskar Maria Graf die unheroischen Protagonisten der Münchner Revolution und Räterepubliken und verfolgt auch nach dem für ihn entscheidenden Erlebnis deren weitere Biografien. Neben den Skizzen dieser Persönlichkeiten, die in Grafs Werk zu finden sind, geben deren eigene Schriften Einblick in ihre politische Sozialisation und Haltung.

Oliver Leeb Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft
Katrin Sorko Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft


Musik:
Josef Eder
Maxi Pongratz
Simon Ackermann


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstaltungsreihe: ,,Uns kann nur die Revolution retten" (Oskar Maria Graf))

28.02.2019
18:00

Das Stückchen blauer Himmel ist gespießt von rostigen Eisenstäben

Literaten in der Festungshaft

Nach der Niederschlagung der Räterepublik im Mai 1919 werden die Schriftsteller Erich Mühsam und Ernst Toller zu langen Haftstrafen verurteilt. Sie schreiben nun unter den - teils verheerenden - Bedingungen der Festungshaft und glauben weiter an die politische Kraft des dichterischen Wortes. In Gedichten, Prosa und Dramen arbeiten sie die Ereignisse der Revolutionszeit auf und kämpfen gegen die Verleumdungen aus dem gegenrevolutionären Lager. So entstehen berühmte Werke wie Ernst Tollers „Masse Mensch" oder sein „Schwalbenbuch".

Münchner Volkshochschule in Kooperation mit der Monacensia im Hildebrandhaus


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS Einstein 28
Referent/in: Laura Mokrohs Kuratorin
Veranstaltungsreihe: Dichtung ist Revolution

28.02.2019
19:00

Die göttliche Ordnung

Petra Volpe, die Regisseurin, ist zu dieser Filmvorführung eingeladen. Ihr Film zeigt keine Schwarz-Weiß-Welt, in der Männer nur die Täter und Frauen Opfer sind, sondern auch, wie Männer in der patriarchalen Gesellschaft kleingehalten werden. Im Film sagt die Erbin einer Sägerei, die als einzige Frau im Dorf etwas zu sagen hat; ..Frauen in der Politik, meine Damen, das ist schlichtweg gegen die göttliche Ordnung".

Die Regisseurin Petra Volpe ist anwesend.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

09.03.2019
15:00

1918 | 2018 Revolutionäre Frauen der Isarvorstadt

Die Revolution und ihre Vorgeschichte haben viele mutige Frauen auf den Plan gerufen. Sie haben sich für soziale Absicherung, Bildung, bessere Arbeitsbedingungen und Löhne und nicht zuletzt für das Wahlrecht für Frauen eingesetzt. Auch in der Isarvorstadt haben einige gelebt und gewirkt.


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Referent/in: Adelheid Schmidt-Thomé

11.03.2019
19:00

"Was die nächste Zeit bringen wird, sind Kämpfe"

Der Revolutionär Ewald Ochel in der Münchner Räterepublik

Ewald Ochel (1875-1957) führte ein bewegtes Leben: illegale Arbeit und Haft nach Beginn des Ersten Weltk riegs, Desertion, politische Arbeit in den Niederlanden, in Düsseldorf Beteiligung an der„Spartakusherrschaft". Als die Freikorps einrücken, flüchtet Ochel nach München und wird Mitg lied der kommunistischen Räteregierung. Nach der Niederschlagung der Räterepublik wird er w ieder inhaftiert, doch gelingt ihm ein weiteres Mal die Flucht ... Joachim Schröder präsentiert die Erinnerungen dieses wei tgehend unbekannten Revolutionärs.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Archiv der Münchner Arbeiterbewegung e.V.
Referent/in: Joa chim Schröder Historiker, Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof, Autor des Buches ,,Die Münchner Polizei und der Nationalsozialismus"
Veranstaltungsreihe: Revolution in München - Alltag und Erinnerung

14.03.2019
19:00

„Hundert Jahre später“

Ausstellung zur Rezeption der Räterepublik in der bildenden Kunst

Vernissage und begleiteter Rundgang durch die Ausstellung
Die Ausstellung ist bis 23.05.2019 immer zu den Veranstaltungsterminen zu sehen.

Nach der Barbarei des 1.Weltkriegs wollten die Überlebenden aus den Schützengräben und mit ihnen die Millionen Kriegsgeschädigten unter Führung der organisierten Arbeiterschaft eine neue Gesellschaft aufbauen. Eine solche ohne die Herrschaft der Reichen, über die Brecht sagt: „Die Kapitalisten wollen keinen Krieg, sie müssen ihn wollen.“ Der Traum hat überlebt. Bilder, Impressionen von heute.

Carl Nissen, München, Künstler
Andreas Paul Schulz, Augsburg, Künstler
Günter Wangerin, München, Künstler


Veranstaltungsart;: Vernissage
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Sabine Bollenbach, Heidi Meinzolt

17.03.2019
14:00

1918/19: Revolution in München

Bayerns Weg zur Demokratie

100 Jahre ist der Freistaat Bayern alt. Eine Tour zur Revolution der Jahre 1918/19.

In den Jahren 1918 und 1919 ändert sich das Gesicht Bayerns vollständig. In München, der Hauptstadt und dem Hauptschauplatz, wird die Monarchie gestürzt, eine Räteregierung eingesetzt. Kurt Eisner wird Bayerns erster Ministerpräsident, revolutionäre "rote" und konservativ-reaktionäre "weiße" Kräfte kämpfen um die Macht.

Folgen Sie dieser informativen Zeitreise in ein höchst spannendes Kapitel der jüngeren bayerischen Geschichte!


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: STATTreisen München e.V.

18.03.2019
19:00

Der Beitrag der bürgerlichen und katholischen Frauenbewegung zur ersten Demokratie in Baye

Bürgerliche Frauen wie Ellen Ammann (1870 -1932) und Luise Kiesselbach (1863-1929) engagierten sich nicht nur für Wohlfahrt sondern auch für Demokratie , Bildung und Frauenrechte. Ammann war u.a. seit 1904 Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes in München. Kiesselbach gründeten 1914 den Stadtbund Münchner Frauenverbände. lngeburg Mi lenovic zeigt das Engagement dieser Frauen bis in die Weimarer Republik.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Referent/in: lngeburg Mile novic ehemalige Stadträtin

19.03.2019
19:00

Revolution! Was kümmern uns Frauen die alten Zöpfe?

Von den Revolutionärinnen Gabriele Kätzler und ihren Töchtern sowie von Hilde Kramer sind uns aus der Revolutionszeit wunderbare, engagierte Briefe erhalten. Die Frauen waren keine Eisners, Tollers, Mühsams. Noch nicht einmal deren Geliebte, Verwandte oder Sekretärinnen ... Insofern hatten sie kaum eine Chance, in die (männliche) Geschichtsschreibung einzugehen. Überliefert sind die Briefe in Polizeiakten. Sie wurden von Sternsdorf-Hauck entdeckt, veröffentlicht und kommentiert.

Christiane Sternsdorf-Hauck, München, Autorin von „Brotmarken und Rote Fahnen – Frauen in der bayrischen Revolution und Räterepublik 1918/19“, Neuer ISP-Verlag, 2008, AG Räte-Frauen im Plenum R, Plenum R

Gesche Piening, München, Schauspielerin, Regisseurin, Feature-Autorin, 

 


Veranstaltungsart;: Vernissage
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Christiane Sternsdorf-Hauck, Gesche Piening

21.03.2019
19:00

Lesung aus Protokollen der Räterepublik

„Waffen sind an der Garderobe abzugeben“

 Im Rahmen der Ausstellung „Hundert Jahre später“ 

Wie schwer das scheinbar Einfache wie zB. das Erlernen des Aufrechten Ganges ist, zeigen die Protokolle der Räteversammlungen und der provisorischen Nationalversammlung. Hier wurde seit der gescheiterten Befreiungsversuche 80 Jahre vorher mühsam wieder versucht, zu einer offenen und verantwortungsvollen Form der Auseinandersetzung zu finden. Wie das nicht immer gelungen ist, lässt uns Heutige nicht nur schmunzeln, sondern kann auch für den aktuellen Diskurs durchaus hilf- und lehrreich sein.

Andreas Paul Schulz, Augsburg, Künstler


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Andreas Paul Schulz

21.03.2019
19:00

Demokratie unter Druck. Strategien gegen den Rechtsruck in Ungarn, Österreich und Deutschl

Polen, Ungarn, Österreich - und zuletzt Italien. Rechtsautoritäre und -extreme Bewegungen setzen die Demokratie massiv unter Druck. Welche Antworten auf den Rechtsruck sind gescheitert? Und wie müssten wirkungsvol le Strategien gegen die Angriffe auf unsere Demokratie stattdessen aussehen - gerade auch hier in Deutschland? Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Ungarn, Österreich und Deutschland diskutieren.

David Begrich Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. in Magdeburg

Magdalena Marsovszky Freie Kulturwissenschaftlerin, Lehrbeauftragte an der Hochschule Fulda


Bernhard Weidinger Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes


Veranstaltungsart;: Diskussionsrunde

21.03.2019
20:00

Revolution in Baiern

Michael Lerchenberg zum 100jährigen der bayerischen Revolution 1918/ 19

Michael Lerchenberg, Schauspieler und Regisseur lässt in seiner musikalischen Lesung bekannte und unbekannte Zeitzeugen der turbulenten politischen Entwicklung ab November 1918 zu Wort kommen: unter anderem Ernst Toller, Thomas Mann, Oscar Maria Graf, Victor Klemperer und Kurt Eisner. Für die musikalische Begleitung sorgt die „ Revolutionskapelle" mit schmissigen Märschen und frechen Liedern.
Michael Lerchenberg & Die Revolutions kapelle
Simone Lautensc hlager Klarinette,
Ferdinand Schramm Trompete, Martin Holzapfel Tuba,
Sabrina Walter Harfe


Veranstaltungsart;: Lesung

22.03.2019
20:00

Ein lsarmärchen - Vom Möchten und Scheitern in der Räterepublik

Literatur, Geschichte(n) und Musik

Im November 1918 ist für die Münchner ein Märchen wahr geworden, das freilich kein gutes Ende genommen hat. In „Ein lsarmärchen" fasziniert das Abenteuer, eine Utopie leben zu wollen, es geht um Lust, Liebe und kleine Grotesken, die passieren, wenn Schrifts teller nicht nur Politik, sondern gleich Revolution machen .
Gerd Holzheimer Text
Birgit Otter Akkordeon
Rose Bihier Shah Gesang und Leitung
Der CHOR


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Seidlvilla

23.03.2019
20:00

Ein lsarmärchen - Vom Möchten und Scheitern in der Räterepublik

Literatur, Geschichte(n) und Musik

Im November 1918 ist für die Münchner ein Märchen wahr geworden, das freilich kein gutes Ende genommen hat. In „Ein lsarmärchen" fasziniert das Abenteuer, eine Utopie leben zu wollen, es geht um Lust, Liebe und kleine Grotesken, die passieren, wenn Schrifts teller nicht nur Politik, sondern gleich Revolution machen .
Gerd Holzheimer Text
Birgit Otter Akkordeon
Rose Bihier Shah Gesang und Leitung
Der CHOR


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Seidlvilla

24.03.2019
11:00

Räterepublik und Weißer Terror

Die Bluttat des rechtsradikalen Anton Graf von Arco auf Valley machte Kurt Eisner zum "Märtyrer der Revolution". Sein Begräbnis am 26. Februar 1919 wurde zu einer außergewöhnlichen Trauerbekundung, an der fast hunderttausend Menschen teilnahmen. Im Folgenden überstürzten sich die Ereignisse. Die ab 7. April bestehende Räteherrschaft wurde Anfang Mai 1919 gewaltsam niedergeschlagen und nach der "Befreiung Münchens" folgten "Säuberungsaktionen" durch die Freikorps-Truppen, die als "Weißer Terror" in die Geschichte eingingen.


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: MVHS München Mitte
Referent/in: Rudolf Hartbrunner

26.03.2019
19:00

Ter Traum des Ret Marut - Der frühe B. Traven

Eine musikalisch-literarische Räterevolution

„Ehe die Revolution ist, muss der Revolutionär sein!“
(Ret Marut, „Der Ziegelbrenner“)

Der Schriftsteller und Akteur der Münchner Räterepublik Ret Marut (vermutlich Otto Feige) gehört zu den mysteriösesten Literaten des 20 Jahrhunderts. Zwischen 1918 und 1921 veröffentlichte er die anarchistische Zeitschrift: „Der Ziegelbrenner“. Nach der Niederschlagung der Räterepublik gelang ihm die Flucht nach Mexiko. Dort veröffentlichte er als „B. Traven“ eine Vielzahl an Romanen und Erzählungen („Das Totenschiff“, „Der Schatz der Sierra Madre“) und wurde durch Verfilmungen seiner Werke international bekannt.

Franz Josef Strohmeier Schauspieler
Musik: Maria Hafner

barrierefrei (Eingang: Siebertstr.2)


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Monacensia
Veranstaltungsreihe: DICHTUNG IST REVOLUTION

26.03.2019
19:00

Das Leben der Hedwig Kämpfer (1889 - 1947) – Rätin, Richterin und USPD-Frau

Hörfunksendung mit Diskussion

Hedwig und Richard Kämpfer waren Mitbegründer der Münchner USPD. Hedwig Kämpfer war Mitglied des revolutionären Arbeiterrates, Mitgründerin des "Bundes sozialistischer Frauen", 1919–1924 Stadträtin für die USPD / SPD in München. Die Münchener Journalistin Mira Schnoor spürte dem Leben der fast vergessenen Politikerin, die im französischen Exil starb, nach. 1998 machte sie für den BR ein Feauture, für das sie u.a. mit Kämpfers Nichte ein Interview führte.
Mira Schnoor, München, Journalistin

Cornelia Naumann, München, Dramaturgin, Plenum R und Autorin von „Der Abend kommt so schnell. Sonja Lerch – Münchens vergessene Revolutionärin“, Gmeiner, 2018


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Cornelia Naumann

26.03.2019
20:00

Die Reaktion schlägt zurück

Die Gegner der Revolution und der Münchner Räterepubliken sind Gegenstand der Romane und Erzählungen Oskar Maria Grafs, die sich mit den Ereignissen in München 1918/19 beschäftigen. Seine Texte fragen, woran, warum und in welchen Phasen die Reaktion gewinnt, und porträtieren aus der Innenund der Außensicht eindringlich ihre Protagonisten, deren politische Herkunft und Ziele.
Oliver Leeb Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft
Katrin Sorko Oskar-Maria -Graf-Gesellschaft


Musik:
Josef Eder
Maxi Pongratz
Simo n Ackermann


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstaltungsreihe: ,,Uns kann nur die Revolution retten" (Oskar Maria Graf))

27.03.2019
18:00

Revolution und Räteherrschaft in Pasing 1918/1919

Nach dem Umsturz vom 778. November 1918 bildete sich auch in Pasing ein „Revolutionärer Arbeiterrat" (RAR), der die Geschicke der Stadt und der Menschen immer stärker bestimmte. Die Ermordung Kurt Eisners im Februar 1919 führte auch in Pasing zu einer politischen Radikalisierung und zur kurzzeitigen „Machtergreifung" des RAR. Daraus entstanden heftige politische Konflikte bei den linken Parteien und in der Bevölkerung. Das Ende der Räteherrschaft verlief friedlich. Der Bericht über den Pasinger Revolutionsalltag wird an Hand von Zeitdokumenten und Fotos illustriert.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS München West
Referent/in: Berrnhard Koch/Dr. Bernhard Schoßig

27.03.2019
18:30

„Revolution und Räteherrschaft in Pasing 1918/19"

Darstel lung des gesellschaftl ichen und polit ischen Geschehens von November 1918 bis Mai 1919 vor dem Hintergrund der Revolution in München und Bayern. Schwerpunkt sind die Ereignisse in der Zeit des Revolut ionären Arbeiterrates Pa sing.
Bernhard Schoßig Didaktik der Geschichte und Public History, LMU München
Bernhard Koch Fachredakteur und Lokalhistoriker


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Kulturforum München-West

27.03.2019
19:00

Die Sozialisierung marschiert!

Otto Neurath, das Münchner Zentralwirtschaftsamt und die gescheiterte Utopie einer wirtschaftlichen Neuordnung

Die Vergesellschaftung der Produktionsmittel war ein Hauptziel der radikalen revolutionären Bewegung. Um dieser Forderung Rechnung zu tragen, sie aber auch volkswirtschaftlich klug zu moderieren, hatte bereits Kurt Eisner eine gemäßigte Sozialisierungskommission eingerichtet. Im März 1919 übernahm der Ökonom Otto Neurath die Federführung der Sozialisierung. Sein Ziel: eine zentral regulierte Planwirtschaft. Mit der Zerschlagung der Räterepublik scheiterte das ambitionierte Experiment.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Andreas Heusler Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

28.03.2019
19:00

Frauen für Frieden 1919 / 2019 - vergebene Liebesmüh?

1919 trafen sich Frauen, um Perspektiven für eine friedliche Nachkriegsordnung und zur Vermeidung künftiger Kriege zu entwickeln. 2019 analysieren Frauen immer noch und immer wieder Ursachen von Krieg und Gewalt und stemmen sich dagegen. Sie beteiligen sich an Verhandlungen - lokal, grenzüberschreitend, global. Was können sie bewirken? Wo stoßen sie an Grenzen und warum?

Heidi Meinzolt Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, AG Räte-Frauen im Plenum R
Eva-Maria Volland ehern. Pädagogisches Institut der Landeshauptstadt München, AG Räte-Frauen im Plenum R, Plenum R

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg- Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München

 

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Christian Dietrich Historiker, Frankfurt a.d. Oder

28.03.2019
19:00

Premiere Gertrud Woker

Gertrud Woker (1878 -1968) war eine Schweizer Frauenrechtlerin, Chemikerin und Friedensaktivistin. Der Schweizer Regisseur Fabian Chiquet wird im März einen Film über sie veröffentlichen. Die Filmpremiere über diese Frau, die sehr frühzeitig gegen die Giftgaseinsätze gearbeitet hat, findet in München statt.

Der Regisseur Fabian Chiquet ist anwesend.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

29.03.2019
18:00

Ein lsarmärchen - Vom Möchten und Scheitern in der Räterepublik

Literatur, Geschichte(n) und Musik

Im November 1918 ist für die Münchner ein Märchen wahr geworden, das freilich kein gutes Ende genommen hat. In „Ein lsarmärchen" fasziniert das Abenteuer, eine Utopie leben zu wollen, es geht um Lust, Liebe und kleine Grotesken, die passieren, wenn Schrifts teller nicht nur Politik, sondern gleich Revolution machen .
Gerd Holzheimer Text
Birgit Otter Akkordeon
Rose Bihier Shah Gesang und Leitung
Der CHOR


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Seidlvilla

04.04.2019
19:00

Dichter an der Macht

Als die Schriftsteller von einer besseren Welt träumten

Mit der unblutigen Revolution sollte nach Eisners Worten der „Traum von neuem Menschenglück" Wirklichkeit werden. Die Begriffe „Dichter" und „Revolution" waren plötzlich auf das Engste miteinander verwoben: Gustav Landauer, Ernst Toller und Erich Mühsam stiegen zu intellektuellen Leitfiguren der Rätebewegung auf. Texte der am Geschehen beteiligten Dichter wie Oskar Maria Graf, aber auch beobachtender Schriftsteller wie Heinrich und Thomas Mann oder Viktor Klemperer, veranschaulichen die damaligen Ereignisse. Das blutige Ende im Mai 1919 nahm Gustav Landauer bereits mit den Worten vorweg: „... leicht möglich, dass es nur ein paar Tage sind, und dann war es ein Traum."


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: DGB-Bildungswerk Bayern e.V. Region München
Referent/in: Rita Steininger Autorin, Dozentin, Lektorin

05.04.2019
19:00

Wir Kommunisten sind alle Tote auf Urlaub

Eugen Levine vor dem Münchner Standgericht

Eugen Levines Leben - geboren in Petersburg, aufgewachsen in Heidelberg - ist auch eine Referenz für grenzüberschreitende Hoffnungen auf Gerechtigkeit und Freiheit. Ausgehend von Levines Verteidigung vor dem Standgericht werden Werk und Wirken des Revolutionärs und Schriftstellers rekonstruiert. Vorgestellt werden seine Lebensstationen, seine Auseinandersetzung mit der Russischen Revolution von 1905 sowie sein Wandel vom Sozialrevolutionär zum Kommunisten.

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg- Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Christian Dietrich Historiker, Frankfurt a.d. Oder

06.04.2019
14:00

Historischer Stadteilrundgang „1918/19

Kurt Eisner und der Freistaat! Hadern am Ende des Ersten Weltkriegs

Der erste Ministerpräsident des Freistaats Bayern (1918) Kurt Eisner lebte mit Else Belli seit 1908 in der Haderner Villenkolonie. Er war einer der Köpfe der friedlichen Revolution. Zwei von acht Kabinettsmitgliedern hatten den Wohnsitz „Hadern". Bis zu den Januarstreiks 1918 (für die Beendigung des Ersten Weltkriegs) trafen sich Vordenkerlnnen der Demokratie und einer Republik monatlich in Hadern. Heinrich Mann sagte auf der Trauerfeier nach Eisners Ermordung: „Die 100 Tage der Regierung Eisners haben mehr Belebung der Geister gebracht als die 50 Jahre vorher."


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: MVHS München Süd
Referent/in: Sepp Rauch

07.04.2019
11:00

„Aus der Kirchenschule heraus ist geschossen worden!“

​Texte und Dokumente zu den Haidhauser Ereignissen vom 26. April bis zum 5. Mai 1919

Szenische Lesung

Viele Details der Revolutions- und Rätezeit insbesondere aus den Tagen nach dem 26. April 1919 gerieten in Vergessenheit: An diesem Tag werden die Führer der kommunistischen Räterepublik nach nur zwei Wochen in einer tumultartigen Sitzung abgesetzt. In der Kirchenschule werden Geiseln - darunter Franz von Stuck, der Attentäter Arco-Valley und der Chirurg Ferdinand Sauerbruch - festgehalten und mit Erschießung bedroht. Als die „Weißen“ einmarschieren, nehmen Festnahmen, Denunziationen und Erschießungen unbekannte Ausmaße an. Am 5. Mai 1919 werden 12 Perlacher Arbeiter vom Freikorps Lützow im Biergarten des Hofbräukellers ermordet.

Andreas Koll Archivar und Musiker
Andi Arnold Musiker

 


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: KIM-Kino
Referent/in: Rudolf Hartbrunner und Herrmann Wilhelm

07.04.2019
11:00

Revolution und Räte III - Gras über den Gräbern

Neuer Israelitischer Friedhof und Nordfriedhof

Die Revolutionäre starben oft einen gewaltsamen Tod. Kurt Eisner (Revolutionär und 1. bayerischer Ministerpräsident; ermordet) und Gustav Landauer (Volksbeauftragter in der Räterepublik; ermordet) fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem Neuen Israelitischen Friedhof im Stadtteil Freimann in München. Herr Dr. Stumber- ger erzählt jeweils die Geschichte der Erinnerungskultur zu diesen Akteuren und sucht ihre Grabstätten auf. Zur Einführung wird Frau Ellen Presser (IKG) jedoch zu Beginn einen Einblick in die Entstehung des Neuen Israelitischen Friedhofs und der jüdischen Friedhofskultur geben (Herren und verheiratete Damen werden gebeten, beim Besuch des Friedhofsgeländes eine Kopfbedeckung zu tragen).

Einführung: Ellen Presser, Leiterin des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG)

Vortrag und Gang zur Grabstätte Eisner-Landauer: Dr. Rudolf Stumberger

Anschließend geht es weiter zum Münchner Nordfriedhof und dort zu den Gräbern von Oswald Spengler (Autor von „Der Untergang des Abendlandes“) und Rudolf Egelhofer (Matrose und roter Stadtkommandant während der Räterepublik, ermordet).


Veranstaltungsart;: Friedhofsführung
Veranstalter: DGB-Bildungswerk Bayern e.V. Region München
Referent/in: Dr. Rudolf Stumberger

07.04.2019
15:00

1918/2018 Spuren der Revolution im 2. Stadtbezirk

Vortrag mit Lichtbildpräsentation zur Revolution 1918

Der Vortrag zeigt die Ereignisse des 7 November 1918 auf der Theresienwiese, die Ausrufung des Freistaates Bayern, die Ermordung Eisners und die darauf folgenden Auseinandersetzungen um die Münchner Räterepubliken. Schwerpunkt sind Personen, Orte und Ereignisse in der Ludwigs- und lsarvorstadt.

Franz Schiermeier, Beate Bidjanbeg , Adelheid Schmidt -Thome, Heini Ortner, Walter Klupsch, Hubert Ströhle


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Referent/in: Franz Schiermeier, Beate Bidjanbeg , Adelheid Schmidt -Thome

08.04.2019
19:30

Sarah Sonja Lerch, die vergessene Revolutionärin

„Der Abend kommt so schnell“, die Autorin Naumann liest aus ihrem Angang 2018 erschienenen Roman über die an den Januarstreiks 1918 beteiligte Revolutionärin Lerch, die an Kurt Eisners Seite kämpfte.

Kulturforum München West in Kooperation mit Institut für zukunftsweisende Geschichte e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 21 Pasing - Obermenzing, Aktive Zentren Pasing und Kulturreferat der Landeshauptstadt München

eingeschränkt barrierefrei


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Kulturforum München-West
Referent/in: Cornelia Naumann Dramaturgin
Veranstaltungsreihe: Revolution in Pasing 1918-1919

09.04.2019
19:00

Mord in Gräfelfing

In Gräfelfing entsteht erst im Februar 1919 ein Arbeiter-, Bauernund Bürgerrat. Am 1. Mai rücken Freikorps kampflos in Pasing ein und nehmen Quartier in Gräfelfing . 53 gefangengenommene Russen, die für die Rote Armee geworben worden waren, wurden eingesperrt und misshandelt, einer erschossen. Die anderen
52 Russen wu rden vor ein irreguläres Feldgericht gestellt und ,.nach kurzem Prozess" am 2. Mai in einer Kiesgrube ermordet. Juristisch aufgearbeitet wurden die Morde nie.
Dietrich Grund Heimatforscher, Autor von „ Revolution in Unterhaching 1918/19"


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Sendlinger Kulturschmiede e.V.
Veranstaltungsreihe: RevolutionsWERKSTATT

11.04.2019
18:30

,,Der Willkür ist Tür und Tor geöffnet."

Texte, Bilder und Dokumente zu den Haidhauser Ereignissen vom 26. April bis zum 5. Mai 1919.

Vom Ende der Räteherrschaft, den Geiseln in der Kirchenschule und dem Einmarsch der „Weissen Truppen" im Bereich Kirchenstraße, Max-Weber- und Wiener Platz mit einem Nachtrag zur Festnahme Eugen Levines am 13. Mai 1919 in der Haidhauser Schneckenburgerstraße. Dazu gibt es Filmausschn itte, Bilddokumente und Kurztexte von Oskar Maria Graf, Walter Heerde, Carlamaria Heim, Josef Hofmiller, Ferdinand Sauerbruch und Franz von Stuck sowie Auszüge aus Gerichtsakten, Pressemitteilungen und Plakaten.


Wilhelm Beck, Herbert Liebhart , Andreas Schaumberger ,
Barbara-Sylvia Schuster und Manfred Simpson
Bezirksausschuss 5 Au-Haidhausen


Durch das Programm führen Hermann Wilhelm Autor, Kurator
Haidhausen-Museum & Rudolf Hartbrunner Stadtführer


Musik: Andreas Koll und Andi Arnold


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Haidhausen Museum

11.04.2019
19:00

Verklärung oder Verdrängung?

Von den Schwierigkeiten im Umgang mit der (bayerischen) Revolution heute

Begeisterungsstürme hat das 1 00jährige Jubiläum der Demokratie in Bayern und Deutschland nicht ausgelöst Die Bundes- und Landespolitik tut sich nicht leicht mit deren revolutionären Anfängen im Jahr 1918, und auch viele Bürger wissen wenig damit anzufangen. Für andere wiederum geht von den Akteuren der Revolution eine große Faszination aus, wobei indes nicht selten ein verklärender Blick die kritisch-historische Perspektive ersetzt. Wie kann ein angemessener Umgang mit diesem ebenso bedeutsamen wie sperrigen Kapitel bayerischer und deutscher Geschichte aussehen?
Ferdinand Kramer Bayerische Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte, Ludwig-Maximilians-Universität
Wolfgang Niess Historiker und Autor
Moderation : Jürgen Zarusky Institut für Zeitgeschichte München-Berlin


Veranstaltungsart;: Podiumsdiskussion
Veranstalter: Monacensia
Veranstaltungsreihe: Dichtung ist Revolution

12.04.2019
16:00

Allach in den Tagen der Räterepublik

Eine lokalgeschichtliche Studie zum April 1919

Nach dem Tod Kurt Eisners am 21.2.1919 wurde die Münchener Räterepublik ausgerufen, mit der einige Wochen lang kriegsähnliche und leidvolle Zustände zurückkehrten. Im April 1919 erfasste die Revolution auch Allach. Der Vortrag versucht nun, die Ereignisse dieser Tage in Allach aus Archivmaterial, wie Polizei- und Geschäftsberichten, aus einem Amperland-Aufsatz von P. Hoser, dem schriftlichen Bericht eines damaligen Zeitzeugen, einigen Bildern der Diamalt AG und einer Allacher Künstlerin publikumsnah aufzuzeigen.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS München West
Referent/in: Dr. Walter G. Demmel

12.04.2019
19:00

Die Rolle von Paul Frölich und Rosi Wolfstein in den Räterepubliken 1919

Als P. Werner verfasste Paul Frölich seine bedeutendste Schrift zur Münchner Räterepublik. Welche Rolle spielte er darin, wie stand er zu Eugen Levine? Seine spätere Frau, Rosi Wolfstein, wirkte mit an der Revolution im Ruhrgebiet. Wie unterschied sich das Rätesystem dort vom bayerischen?

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Riccardo Altieri Historiker, Potsdam

13.04.2019
16:00

Räterepublik

Vortrag, Diskussion und Musik

Am 13.04.1919 fand im Hofbräuhaus eine Sitzung der Münchner Betriebs- und Soldatenräte statt.

An diesem Tag wird am historischen Ort an Ereignisse der Räterepublik und besonders an die Ergebnisse jener Sitzung erinnert.

AG Denkmäler im Plenum R

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München

 

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Riccardo Altieri Historiker, Potsdam

13.04.2019
17:00

100 Jahre Versammlung der Betriebs- und Soldatenräte

Referent: Hermann Kopp, Historiker und Vorsitzender der Marx-Engels-Stiftung

Eine Veranstaltung der AG Denkmäler im Plenum R
Weitere Kooperationspartner: Freidenkerverband und Marx-Engels-Stiftung

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Hermann Kopp

14.04.2019
11:00

Revolution und Räte in Baiern

Die geheime Thule-Gesellschaft und das rote Hauptquartier – Orte der Revolution und Räterepublik 1919

Das München der Revolution und Räterepublik ist überschaubar, geographisch gesehen. Der Rundgang beginnt am Sendlinger-Tor-Platz, dort wurde Kurt Eisner in einem Hotel verhaftet. Weitere Stationen: Eisner-Denkmal am Oberanger, Hofbräuhaus (Ausrufung der Räterepublik), Hotel Vier Jahreszeiten (Thule Gesellschaft), Promenadeplatz (Attentat auf Eisner), Prannerstraße (ehemaliger Landtag), Kultusministerium (Hoffmann, Landauer), Odeonsplatz (Ermordung Egelhofers), ehemaliges Kriegsministerium Ludwigstraße (Hauptquartier der Roten Armee)

Rudolf Stumberger, München, Autor von „München ohne Lederhosen – ein kritisch-alternativer Stadtführer 1918-1968“, Alibri, 2016 und „Das Raubtier und der rote Matrose – Orte und Ideologien der Revolution und Räterepublik 1918/1919“, Alibri 2018


Veranstaltungsart;: Stadtführung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Rudolf Stumberger

14.04.2019
16:00

1918/19: Revolution in München

Bayerns Weg zur Demokratie

100 Jahre ist der Freistaat Bayern alt. Eine Tour zur Revolution der Jahre 1918/19.

In den Jahren 1918 und 1919 ändert sich das Gesicht Bayerns vollständig. In München, der Hauptstadt und dem Hauptschauplatz, wird die Monarchie gestürzt, eine Räteregierung eingesetzt. Kurt Eisner wird Bayerns erster Ministerpräsident, revolutionäre "rote" und konservativ-reaktionäre "weiße" Kräfte kämpfen um die Macht.

Folgen Sie dieser informativen Zeitreise in ein höchst spannendes Kapitel der jüngeren bayerischen Geschichte!


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: STATTreisen München e.V.

15.04.2019
19:00

Der Ton ist scharf

Die Münchner Räterepubliken und ihre Akteure

Am 13. April 1919 wurde die erst sieben Tage zuvor ausgerufene erste Räterepublik durch die zweite Räterepublik abgelöst. Nachdem die erste Räterepublik unter anderem an den Unstimmigkeiten unter den Sozialisten gescheitert war, kam es mit der neuen, kommunistischen Räterepublik zu einer weiteren Radikalisierung des politischen Klimas, der „Ton“ wurde immer schärfer.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Bettina Pfotenhauer Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

25.04.2019
19:00

Constanze Hallgarten

Constanze Hallgarten (1881-1969) war als Frauenrechtlerin und Pazifistin eine der führenden Frauen der deutschen Friedensbewegung. Sie warnte früh vor den Gefahren des Nationalsozialismus und stand bereits beim Hitler-Ludendorff-Putsch 1923 auf einer „schwarzen Liste" der Nationalsozialisten.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

26.04.2019
14:30

War einmal ein Revoluzzer...

Revolution und Münchner Räterepublik in der Literatur

"Es muss jetzt wieder anarchistisch gearbeitet werden!“, schreibt Oskar Maria Graf in seinem autobiografischen Roman „Wir sind Gefangene“ über seine politische Haltung in den Revolutionswirren zwischen November 1918 und Mai 1919. Auch die beiden Schriftsteller Erich Mühsam und Ernst Toller haben ihre führende Rolle in der Revolution und Rätezeit in ihren Werken wiedergegeben. Auf diesem Stadtrundgang lernen wir die damaligen Ereignisse nicht nur aus der Sicht dieser drei politisch aktiven Dichter kennen, sondern auch aus der Beobachterperspektive von zwei weiteren bedeutenden Schriftstellern: Lion Feuchtwanger und Viktor Klemperer.


Veranstaltungsart;: Stadtführung
Veranstalter: DGB-Bildungswerk Bayern e.V. Region München
Referent/in: Rita Steininger, Lektorin und Autorin

27.04.2019
11:00

Revolution und Räte IV: Die geheime Thule-1 71 A011-19/1 Gesellschaft und das rote Hauptqu

Orte der Revolution und Räterepublik

Der Spaziergang führt vom Sendlinger-Tor-Platz (dort wurde Eisner verhaftet) über das Kurt Eisner-Denkmal am Oberanger zum Hofbräuhaus, dort wurde die Räterepublik ausgerufen. Dann geht es weiter in die Maximilianstraße zum Hotel Vier Jahreszeiten (Sitz der Thule-Gesellschaft), dem Promenadeplatz (Attentat auf Eisner), Prannerstraße (ehemaliger Landtag), Kultusministerium (Hoffmann, Landauer) und zum ehemaligen Kriegsministerium an der Ludwigstraße (Egelhofer).

In Ergänzung zu dieser Führung bieten wir die Vorträge C268-19/1 und C269-19/1 an.


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: DGB-Bildungswerk Bayern e.V. Region München
Referent/in: Dr. Rudolf Stumberger

30.04.2019
20:00

Klärung der Fronten: Die Münchner Räterepubliken

Nach dem Mord an dem charismatischen Kurt Eisner am 21. Februar 1919 zersplittert die Einheit der Revolutionäre. Unterschiedliche politische Ziele führen zu Auseinandersetzungen und Spaltungen, die der Revolution schaden. Ohne zu kommentieren, schildert Oskar Maria Graf in seinem Werk die verschiedenen Positionen der revolutionären Lager und liefert Einblicke in die Arbeit und Ansätze der Münchner Räterepubliken.
Oliver Leeb Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft
Katrin Sorko Oskar-Maria-Graf -Gesellschaft


Musik :
Josef Eder
Maxi Pongratz
Simon Ackermann


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstaltungsreihe: ,,Uns kann nur die Revolution retten" (Oskar Maria Graf))

02.05.2019
17:00

„Die Trommel passt sich zornig an.“

Zum 100. Todestag von Gustav Landauer

Gedenkfeier vor dem Landauer-Denkmal

Die Musikperformance „Die Trommel passt sich zornig an“ setzt Landauers Theorie zur sozialen Revolution mit Sprecher und Trommler künstlerisch um. Teil 1: Zerstörung der alten Begrifflichkeit nach der Sprachtheorie von Fritz Mauthner. Teil 2: Kontemplative Innerlichkeit nach Meister Eckhart. Teil 3: Dynamische Neukonstruktion in Unschärfen, Paradoxien und Widersprüchen.

Musikperformance: Oliver Augst Konzept und Komposition, Reto Friedmann Konzept und Text,
Jaap Achterberg Sprecher und Sänger, Jörg Fischer Trommler
Ansprache: Siegbert Wolf Herausgeber der Gustav Landauer-Werkausgabe

Eine Produktion von Oliver Augst und Reto Friedmann

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Gedenkveranstaltung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie

02.05.2019
19:00

Es ist äußerst aufregend und enervirend.

München im Banne von Anarchie, Gewalt und neuer Ordnung

Am 1. Mai 1919 dringen Freikorpsverbände und Reichswehrtruppen in die Stadt vor. Es kommt zu heftigen Kämpfen zwischen den Resten der Roten Armee und den Weißen Garden. Während in einzelnen Stadtvierteln wie in Neuhausen, in der Maxvorstadt und in Giesing noch gekämpft wird, halten am 2. Mai die Regierungstruppen in der Ludwigstraße bereits ihre Siegesparade ab. Das von den revolutionären April-Ereignissen verschreckte Bürgertum erhofft sich von der neuen Ordnungsmacht Stabilität und Ruhe während die Sieger mit gezielter Propaganda bereits an der Umdeutung der Revolution arbeiten.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Anton Löffelmeier Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

02.05.2019
19:00

Juden, Antisemiten und andere Münchner in Revolution und Räterepublik

Von Kurt Eisner über Ernst Toller, Erich Mühsam und Gustav Landauer bis zu Eugen Levine spielten Menschen jüdischer Herkunft während der Revolution und den Räterepubliken in München eine größere politische Rolle. Was waren die Motive dieser Revolutionäre? Wie verhielt sich die jüdische Gemeinde? Und wie kam es, dass München innerhalb weniger Jahre zum Zentrum des Antisemitismus wurde?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Michael Brenner Jüdische Geschichte und Kultur, Ludwig-Maximilians-Universität

02.05.2019
20:00

Gustav Landauer, Anarchist und Hochschulreformer

Der libertäre Kulturphilosoph Gustav Landauer (1870 - 1919) engagierte sich für die Gründung "Freier Schulen" und für die radikale Umgestaltung der Hochschulen. Dies war ein Schwerpunkt von Landauers Tätigkeit in der ersten, einwöchigen bayerischen Räterepublik im April 1919. Für ihn fokussierte sich die Universität auf eine „Gemeinschaft der Lernenden mit den Lehrenden", auf eine grundlegende Demokratisierung der Hochschule mit weit reichender Selbstverwaltung.

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Siegbert Wolf Historiker, Politikwissenschaftler, Herausgeber der Gustav Landauer Werkausgabe

03.05.2019
16:00

100. Todestag von Rudolf Egelhofer

Die AG Denkmäler im Plenum R lädt zu einem Besuch des Grabes von Rudolf Egelhofer auf dem Nordfriedhof ein. 


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: N.N.

09.05.2019
19:00

Albert Daudistel

Volkskommissar beim Zentralkommissariat für politisch Verfolgte und auswärtige Revolutionäre

Bevor er während der Münchner Räterepublik eine Rolle spielte, hatte Daudistel an verschiedenen Aktionen der Antikriegsbewegung Anteil. Nach der Niederschlagung der Räterepublik und während sowie nach seiner 5jährigen Haftzeit wurde er einer der ersten literarischen Chronisten dieser Epoche. Seiner Erfahrungen mit Verfolgungsdruck und politischem Engagement aus der Isolation heraus gewannen im isländischen Exil ab 1938 noch einmal neue Aktualität.

Jonas Bokelmann, München, schreibt eine Dissertation über Albert Daudistel, Plenum R

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Jonas Bokelmann

21.05.2019
19:00

Erinnerungskultur in München rund um die Räterepublik und Revolution

Man könnte in Bayern und in seiner Landhauptstadt stolz darauf sein, dass hier zwei Tage vor Berlin die Adels- und Militärdiktatur beendet und die Demokratie als „Freistaat Baiern“ ausgerufen wurden. Man könnte den Revolutionär und 1. Ministerpräsidenten des Freistaats, Kurt Eisner, mit einem nach ihm benannten zentralen Platz und Denkmal ehren. Stattdessen wird verdruckst und verdrängt. 
Wie Demokratie-Geschichte erinnert, interpretiert und öffentlich präsentiert wird, daran ist die reale Verfassung einer Gesellschaft ablesbar. 
Die teilweise absurde Geschichte der Erinnerung an den Beginn der Demokratie und an ihre Protagonist*innen seit 1919 bis heute wird in dem Vortrag anschaulich dargestellt. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Welche Forderungen sind zu stellen? 

Wolfram Kastner, München, Aktionskünstler, Kurt-Eisner-Kulturstiftung, Plenum R


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Wolfram Kastner

23.05.2019
19:00

Gertrud Baer

Gertrud Baer (1890 - 1981) blickt auf eine lange Zeit in der Frauen-Friedensbewegung zurück. Sie ist ab 1905 aktiv, da ihre aus England stammende Mutter bereits bei den Suffragetten mitarbeitete. Gertmd Baer leitete 1919 wenige Monate im Bayerischen Ministerium für soziale Fürsorge das Referat für Frauenrecht.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

28.05.2019
14:30

,Ein Unsinn hört auf, ein neuer beginnt“

Oskar Maria Grafs frühe Münchner Jahre 1911-1919

Mit 17 Jahren kam Oskar Maria Graf nach München, fand Eingang in die Kreise der Anarchisten und Bohemiens, „saß dumm zwischen ihnen und versuchte ein möglichst bedeutendes Gesicht zu machen“. Die folgenden Jahre gehörten zu den aufregendsten seines Lebens. Auf diesem Rundgang begegnen wir dem jungen Dichter in Zeiten der Not und Verzweiflung, begleiten ihn durch Kriegs- und Revolutionswirren und erfahren von so mancher bedeutsamen Begegnung.


Veranstaltungsart;: Stadtführung
Veranstalter: DGB-Bildungswerk Bayern e.V. Region München
Referent/in: Rita Steininger

26.06.2019
19:00

München hat einen roten Bürgermeister

Stadtrats- und Bürgermeisterwahl im Juni 1919

Bei der ersten demokratischen Kommunalwahl am 15. Juni 1919 wurde ein 50köpfiger Stadtrat gewählt. Da bei der gleichzeitigen Bürgermeisterwahl keiner der fünf Kandidaten die erforderliche Mehrheit erreichte, wählte der neue Stadtrat am 26. Juni 1919 den Redakteur Eduard Schmid (SPD) zum 1. Bürgermeister.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Michael Stephan Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

16.07.2019
19:00

Kahr ist im Lande ein Symbol“ - Bilanz und Ausblick

Chancen und Belastungen für die parlamentarische Demokratie in Bayern

Die revolutionären Ereignisse 1918 und die Wirren des Jahres 1919 bildeten den Auftakt für einen Wandel des politischen Klimas im Land. Die Konflikte zwischen München und Berlin verschärften sich. Unter Gustav von Kahr etablierte sich eine rechtsextreme „Ordnungszelle Bayern“. Das parlamentarische System war von Beginn an einsturzgefährdet.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Staatsarchiv München
Referent/in: Ferdinand Kramer Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919

29.11.2019
19:00

100 Jahre Räterepublik in Bayern

Hat die Räte-Idee heute noch etwas zu sagen?

Das Jahr 2018 bringt ein ganz besonderes Jubiläum mit sich: 100 Jhare Freistaat Bayern. Doch nachdem Kurt Eisner, der den Freistaat im November 1918 hatte, am 21. Februar 1919 ermordet worden war, gab es ein knapp vierwöchiges Interregnum: die Münchner Räterepublik. Zu sehen ist der Dokumentarfilm »Es geht durch die Welt ein Geflüster« (D 1989/2018, 45 Min.). Anschließend Podiumsdiskussion mit Ulrike Bez, Filmemacherin; Dr. Georg Köglmeier, Akad. Oberrat am Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte; Simon Strohmenger, mehr Demokratie e.V.

Modertion: Lisa Altmeier, Crowdspondet.

In Zusammenarbeit mit der MSB (Petra-Kelly-Stiftung e.V., München)


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: MVHS München Ost

Revolutionszeitung



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