Veranstaltungen zur Revolution 1918/19

19.10.2018
19:00

Politische Emigranten und russische Studentenkolonie in München um 1900

Adelshochzeiten und Diplomatie bestimmten lange Zeit  die Beziehungen zwischen Bayern und Russland. Im  Feldzug Napoleons allerdings führten bayerische Offiziere  30000 Soldaten nach Russland- und in den Tod.  Eine andere Wendung nahmen die bayerisch-russischen  Kontakte im Eisenbahnzeitalter. München wurde zum  Ziel russischer Künstlerinnen und Künstler und politischer  Dissidenten. Die russische Studentenkolonie  entfaltete ein reges kulturelles und soziales Vereinsleben.  Die politische Polizei registrierte zwischen 1890  und dem Ersten Weltkrieg etwa 2000 russische Staatsangehörige  allein in München - der wohl bekannteste  von ihnen: W. I. Lenin.

 


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Dr. Willibald Karl

21.10.2018
19:00

Rotes Bayern. Es lebe der Freistaat Bayern.

Ein Live-Hörspiel von Hans Well

SO 21.10.18 // 19 Uhr // Saal 
Foyer-Bar ab 18 Uhr

Gesprochen von Johanna Bittenbinder, Heinz-Josef Braun, Gert Heidenreich, Gisela Schneeberger & Bernhard Butz
Gesungen & gespielt von Hans Well & den »Wellbappn«

Am 7. November 1918 wurde Revolution gemacht in München! Dass der Freistaat Bayern ausgerechnet von dem Sozialisten Kurt Eisner ausgerufen wurde, wird hierzulande gerne unter den Tisch gekehrt. Ebenso das blutige Ende der Münchner Räterepublik. Anlässlich des 100. Jubiläums der Ausrufung des Freistaats Bayern hören wir Auszüge aus Briefen, Romanen, Artikeln und Tagebüchern von Ernst Toller, Oskar Maria Graf, Kurt Eisner, Erich Mühsam, Viktor Klemperer und anderen Zeitzeugen. Ein musikalisch-literarisches Gesamtkunstwerk, bayerisch und absolut zeitgemäß.

 


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Literaturhaus München
Referent/in: Johanna Bittenbinder, Heinz-Josef Braun, Gert Heidenreich, Gisela Schneeberger & Bernhard Butz

23.10.2018
19:00

„Es ist das Tor zum Volksstaat geöffnet“

München im Kriegsjahr 1918. Zwischen Januarstreik und Novemberrevolution

 

Königreich Bayern 1918. Seit dreieinhalb Jahren tobt der Erste Weltkrieg, in dem sich seit dem Frühjahr die Niederlage der deutschen Truppen immer deutlicher abzeichnet. Die Menschen in Bayern sind kriegsmüde und leiden unter Hunger und den Sorgen um ihre Angeh.rigen an der Front. Aber erst im Oktober 1918 werden endlich demokratische Reformen eingeleitet.

 


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Markus Schmalzl
Veranstaltungsreihe: München zwischen Okt 1918 und Jul 1919

03.11.2018
11:00

Revoluzzer-G'schichten

100 Jahre Freistaat Bayern

Revolutionen werden nicht nebenbei gemacht. Sie wachsen langsam aus dem Spannungsfeld der politischen und gesellschaftlichen Struktur. Bis zum Zusammenbruch der staatlichen Autorität ist es ein weiter Weg - ganz besonders in Bayern. Dennoch rief Kurt Eisner in der Nacht vom 7. zum 8. November 1918 den "Freistaat Bayern" aus, beendete damit die Monarchie und erzwang durch eine Revolution demokratische Strukturen. Vom Frauenwahlrecht bis zur Abschaffung der kirchlichen Schulaufsicht setzte die neue Regierung viele Reformen um. Doch schon ab dem ersten Tag formierten sich die Feinde der neuen Staatsform.


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: MVHS München Mitte
Referent/in: Rudolf Hartbrunner

04.11.2018
14:00

1918/19: Revolution in München

Bayerns Weg zur Demokratie

2018 heißt es 100 Jahre Freistaat Bayern. Denn 1918/19 ändert sich das Gesicht Bayerns vollständig. In München, dem Hauptschauplatz wird die Monarchie gestürzt. Kurt Eisner wird Bayerns erster Ministerpräsident, revolutionäre "rote" und konservativ-reaktionäre "weiße" Kräfte um die Macht.

Folgen Sie dieser informativen Zeitreise in ein höchst spannendes Kapitel der jüngeren bayerischen Geschichte!


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: STATTreisen München e.V.

10.11.2018
15:00

Revolution 1919 in Giesing

Die Sehnsucht nach Frieden und Demokratie hatte gerade im Arbeiterviertel Giesing der Revolution 1918/19 viele Anhänger verschafft. Im Frühsommer 1919 - nach der Niederschlagung von Revolution und Räterepublik - wird Giesing Hauptschauplatz des Weißen Terrors: marodierende Freikorpsverbände dringen nach Giesing ein und holen vermeintliche und tatsächliche Revolutionsanhänger aus ihren Häusern. Hunderte werden standrechtlich erschossen oder in der Haftanstalt Stadelheim hingerichtet. Wir besuchen Schauplätze der damaligen Geschehnisse. Anmeldung erwünscht, Spenden willkommen.

Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk München e.V.

Die Veranstaltung ist identisch mit dem Stadtteilspaziergang "Das blutige Scheitern einer Vision - Stadtteilspaziergang Giesing - Spuren der Revolution 1919".


Veranstaltungsart;: Stadtführung
Veranstalter: Münchner Bildungswerk e.V.
Referent/in: Ilse Merkle, Elisabeth Haarmann

12.11.2018
20:00

Geschichte des Freistaats Bayern

Von der Gründung 1918 bis zum Zweiten Weltkrieg

Ausgerechnet ein Preuße gründete den Freistaat Bayern: Kurt Eisner. Der Vortrag zeichnet die bewegten ersten Jahrzehnte des Freistaates nach - von der Novemberrevolution, über den Hitlerputsch bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten, deren Hochburg und frühes ideologisches Zentrum München war.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS München Ost
Referent/in: Paul Gaedtke Politikwissenschaftler

13.11.2018
20:00

Das Deutsche Reich im Jahr 1918

Misslungene Revolution oder demokratischer Neubeginn?

Wie entwickelte sich die Novemberrevolution? War das harte Eingreifen der SPD-Führung gerechtfertigt? Welche Chancen hatten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS München Ost
Referent/in: Stefan Winter Historiker und Literaturwissenschaftler
Veranstaltungsreihe: DAS EPOCHENJAHR 1918 UND DIE FOLGEN

13.11.2018
20:00

Das Deutsche Reich im Jahr 1918

Misslungene Revolution oder demokratischer Neubeginn?

In der Erkenntnis der sicheren militärischen Niederlage Deutschlands leiteten Ende September 1918 die führenden Militärs um General Erich Ludendorff eine radikale innere Umgestaltung ein. Sie hofften auf bessere Friedensbedingungen mit den USA und waren bestrebt, die Verantwortung für die Niederlage auf eine neu zu bildende demokratische Regierung abzuwälzen. Wie entwickelte sich die Novemberrevolution? War das harte Eingreifen der SPD-Führung gerechtfertigt? Welche Chancen hatten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht?

 


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter M.A.

15.11.2018
19:00

Der Abend kommt so schnell

Sonja Lerch - Münchens vergessene Revolutionärin

Für Sonja ist der Frieden zum Greifen nah. Mit Kurt Eisner und anderen Pazifisten will sie im Januar 1918 nach vier entbehrungsreichen Jahren den Krieg beenden. Eisner und sie rufen den Generalstreik aus, doch die Aktivisten werden verhaftet. Cornelia Naumann forscht in ihrem neuen Roman den Spuren nach, die die Revolutionärin Sonja Lerch in München hinterlassen hat, und entdeckt das tragische Leben einer Frau zwischen zwei Welten.

Musik: Thorsten Klentze (Gitarre) und Roger Jannotta (Klarinette, Querflöte, Saxophon)

In Zusammenarbeit mit dem Stadtteilkulturzentrum Guardini90 In Kooperation mit dem Stadtteilkulturzentrum Guardini90; eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Schlaglichter. Kurt Eisners Zeit in Hadern" des Geschichtsverein Hadern e.V.


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Cornelia Naumann

15.11.2018
19:00

Suffragette - Taten statt Worte

Szenische Lesung mit Musik

Der eindruckliche Film weist zuruck in die Zeit, mit der wir uns in dieser Reihe beschäftigen; das harte Leben, die Not und das Ausgeliefertsein der Frauen und ihr Kampf gegen die Ungerechtigkeit, Auch heute lassen sich Länder finden, in denen ähnliche Verhältnisse herrschen.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

15.11.2018
19:00

Baiern ist fortan ein Freistaat“ – Ausstellung zu Kurt Eisner

Vernissage und begleiteter Rundgang durch die Ausstellung
Die Ausstellung ist bis 24.02.2019 immer zu den Veranstaltungsterminen zu sehen.

Die Revolution 1918 wurde nicht von einer anonymen Masse getragen, sondern von Personen mit Namen, Gesichtern und Lebensgeschichten. Wer waren die bairischen Revolutionärinnen und Revolutionäre rund um Kurt Eisner? Dieser Frage widmet sich die Ausstellung.

Mit dem Kurator Wolfram Kastner, München, Aktionskünstler, Kurt-Eisner-Kulturstiftung, Plenum R


Veranstaltungsart;: Vernissage
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Wolfram Kastner

17.11.2018
13:00

Bairische Revolution und Räterepublik für Interessierte ohne Vorkenntnisse

Die Bairische Revolution von 1918/19 und die frühen Jahre des Freistaates stehen im Mittelpunkt der RevolutionsWERKSTATT. Schwerpunkte sind die Auswirkung des Weltkrieges in Bayern, Ver- lauf und Wirkung der Bairischen Revolution, Akteurinnen und Akteuren sowie die Niederschlagung der Räterepublik. Was ist von diesen historischen Ereignissen geblieben?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie

17.11.2018
19:00

„Den Tagen, die da kommen, gewachsen sein“

Die Lebensgeschichte der Zenzl Mühsam

Uschi Otten, ist Herausgeberin des Briefwechsels des Anarchisten und Dichters Erich Mühsam und seiner Frau Kreszentia Mühsam: "Diese Frau hat mir der Himmel geschickt!" In ihrem Vortrag schildert Uschi Otten die revolutionäre Tätigkeit Zenzl Mühsams während der Novemberrevolution und ihren späteren Lebensweg in den Fängen Stalins.

Uschi Otten, Berlin, Historikerin, Regisseurin und Autorin von zahlreichen Büchern und Artikeln über Zenzl Mühsam

 


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Uschi Otten

19.11.2018
20:00

Geschichte des Freistaates Bayern

vom Zweiten Weltkrieg bis zu den 1950er Jahren

Mit der Proklamation Nummer 2 vom 28. September 1945 stellte General Eisenhower Bayern offiziell als Staat wieder her. Vorausgegangen war ein fünfjähriger Krieg, den Deutschland entfesselt hatte und der auch in Bayern Tod und Zerstörung brachte. Und nun: amerikanische Besatzung, Wiederaufbau, Gründung der Bundesrepublik und nicht zuletzt: Wirtschaftswunder. Zweimal wird in diesen Jahren mit Wilhelm Hoegner (SPD) ein Mann bayerischer Ministerpräsident, der nicht Mitglied der CSU ist; Hoegner gilt als „Vater der Bayerischen Verfassung".


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Paul Gaedtke

20.11.2018
19:00

„Es geht durch die Welt ein Geflüster“

Dokumentarfilm über die Münchner Revolution und Räterepublik 1918/19

Der Dokumentarfilm „Es geht durch die Welt ein Geflüster“ entstand zum 70. Jahrestag der Münchner Revolution und Räterepublik im Jahr 1988/89. Er verwebt zeitgeschichtliche Film und Fotodokumente sowie Interviews. Zu Wort kommen die damals bereits hochbetagte Zeitzeug*innen: Kommunisten, Sozialisten, Syndikalisten und Anarchisten wie Centa Herker, Hugo Jakusch und Helmut Lichtinger. Der Film ist eines der wenigen  Bewegtbilddokumente, das den Zeitzeug*innen aus dem linken Spektrum eine Stimme gibt.

Mit der Autorin und Regisseurin Ulrike Bez


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Ulrike Bez

20.11.2018
20:00

​Österreich-Ungarn 1918

Unaufhaltsame Auflösung des Habsburger Reiches?

Erst 1918 legten sich die Westmächte darauf fest, die Donaumonarchie zu zerschlagen. Welche Gründe sprachen für ein Selbstbestimmungsrecht der Tschechen, Polen oder Kroaten? Wie stand es um die Zukunft von Österreich und Ungarn, den Verlierern der Umwälzungen von 1918?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS München Ost
Referent/in: Stefan Winter Historiker und Literaturwissenschaftler
Veranstaltungsreihe: DAS EPOCHENJAHR 1918 UND DIE FOLGEN

20.11.2018
20:00

Österreich-Ungarn 1918

Unaufhaltsame Auflösung des Habsburger Reiches?

Erst 1918 legten sich die Westmächte darauf fest, die Donaumonarchie zu zerschlagen - nachdem die Friedensbemühungen des letzten Herrschers Karl I. missglückt waren. Welche Gründe sprachen für ein Selbstbestimmungsrecht der Tschechen, Polen oder Kroaten? Glich die Habsburger Monarchie vor 1914 wirklich einem „Völkerkerker"? Schufen die neuen demokratischen Nationalstaaten neue Probleme für ihre Minderheiten? Wie stand es um die Zukunft von Österreich und Ungarn, den Verlierern der Umwälzungen von 1918?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter M.A.

22.11.2018
19:00

Doppelportrait Rosa Luxemburg und Kurt Eisner

Auf ganz unterschiedliche Weise haben Rosa Luxemburg und Kurt Eisner die Novemberrevolution 1918 erlebt. Dabei waren sie nicht immer einer Meinung. Wo gab es Unterschiede, wo Gemeinsamkeiten und wie beeinflussten beide die Geschicke Bayerns und des Deutschen Reiches?

Julia Killet, München, Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern, promovierte zur Darstellung Rosa Luxemburgs in der Prosa, Plenum R

Riccardo Altieri, Potsdam, Historiker, schreibt eine Dissertation über Paul Frölich und Rosi Wolfstein, Autor von „Der Pazifist Kurt Eisner“, Kovač, 2015


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Julia Killet, Riccardo Altieri

27.11.2018
19:00

Revolution auf dem Lande

Der Vortrag soll die Münchner*innen aus ihrer revolutionären Käseglocke holen. Revolution war in ganz Bayern. Es gab unterschiedliche Bedingungen und Ereignisse, die dargestellt und in ihren Auswirkungen eingeschätzt werden sollen.

Günter Baumgartner, Grafing, Autor von „Die bayerische Revolution 1918/19 in Stadt und Land“, Plenum R


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Günter Baumgartner

27.11.2018
20:00

Frankreich im Jahr 1918

Ein unvollendeter Sieg?

Nur mit dem Beistand der USA und Großbritanniens sicherte sich Frankreich unter erheblichen Mühen den Sieg über Deutschland. Die Industrien im Norden waren zerstört, die Gesellschaft durch innere Polarisierungen gespalten. Welche traumatischen Erfahrungen hinterließ der Erste Weltkrieg in Frankreich?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS München Ost
Referent/in: Stefan Winter Historiker und Literaturwissenschaftler
Veranstaltungsreihe: DAS EPOCHENJAHR 1918 UND DIE FOLGEN

27.11.2018
20:00

Frankreich im Jahr 1918

ein unvollendeter Sieg?

Nur mit dem Beistand der USA und Großbritanniens sicherte sich Frankreich unter erheblichen Mühen den Sieg über Deutschland. Die Industrien im Norden waren zerstört, die Gesellschaft durch innere Polarisierungen gespalten. Warum konnte sich Frankreich im Versailler Vertrag mit seinen Wünschen nach einer deutlichen Schwächung des östlichen Nachbarn nicht durchsetzen? Welche traumatischen Erfahrungen hinterließ dieser Krieg in Frankreich?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter M.A.

29.11.2018
19:00

Der Abend kommt so schnell

Münchens vergessene Revolutionärin Sarah Lerch

Mit Kurt Eisner und anderen Pazifisten will Sarah Sonja Lerch (1882-1918) im Januar 1918 nach vier entbehrungsreichen Jahren den Krieg beenden. Eisner und sie rufen den Generalstreik aus, doch die Aktivisten werden verhaftet. Ihr Ehemann sagt sich öffentlich von Sonja Lerch los. Enthüllt wird das tragische Leben einer Frau zwischen zwei Welten.

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg- Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Cornelia Naumann Dramaturgin

30.11.2018
19:00

"Roter Frühling" im Herbst 1918 - Lesung, Konzert, Geschichte

Norbert Göttler liest aus seinem „Roman der Räterepublik - Roter Frühling", der ein vielschichtiges Bild Münchens am Ende des 1. Weltkrieges und während der revolutionären Ereignisse zwischen November 1918 und Mai 1919 zeichnet. Ergänzt wird die Lesung durch eine Chronologie der Ereignisse und Musik vom Trio Sebi Tramontana, das mit Posaune, Schlagwerg und Akkordeon eigenwillige und erstaunliche musikalische Akzente setzen wird. Gebührenfrei im Rahmen einer Kooperation mit dem BA 17 Obergiesing - Fasangarten und dem Allitera-Verlag.


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Dr. Norbert Göttler, Lesung / Rudolf Hartbrunner, Chronik

30.11.2018
19:00

Roter Frühling

Lesung, Konzert, Geschichte

Norbert Göttler liest aus seinem „Roman der Räterepublik - Roter Frühling", der ein vielschichtiges Bild Münchens am Ende des 1. Weltkrieges und während der revolutionären Ereignisse zwischen November 1918 und Mai 1919 zeichnet. Ergänzt wird die Lesung durch eine Chronologie der Ereignisse und Musik vom Trio Sebi Tramontana, das mit Posaune, Schlagwerg und Akkordeon eigenwillige und erstaunliche musikalische Akzente setzen wird. Gebührenfrei im Rahmen einer Kooperation mit dem BA 17 Obergiesing - Fasangarten und dem Allitera-Verlag.

Dr. Norbert Göttler, Lesung/Rudolf Hartbrunner, Chronik/Andreas Koll, Akkordeon/Sebi Tramontana, Posaune/Erwin Rehling, Schlagwerk 


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS München Ost
Referent/in: Dr. Norbert Göttler, Rudolf Hartbrunner

01.12.2018
14:00

Bairische Revolution in Stadt und Land

In zahlreichen bayerischen Städten und Gemeinden - unter anderem Rosenheim, Kolbermoor, Bad Aibling, Bruckmühl, Miesbach, Traunstein - bildeten sich Arbeiter- und Soldatenräte, deren Handeln in Wechselwirkung zu den Münchner Ereignissen stand. Bedeutende Akteurinnen und Akteure der Rätezeit waren in der bayerischen Provinz aktiv und teils verlagerten sich Geschehnisse aus München auch ins Umland. Die Werkstatt dient der Vorbereitung einer Bayernkarte mit Ereignissen und Standpunkten der revolutionären Ereignisse in ganz Bayern.

Sebastian Zehetmair Historiker, Berlin und München
Günter Baumgartner Grafing, Autor von „Die bayerische Revolution 1918/19 in Stadt und Land“,

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Sebastian Zehetmair Historiker, Berlin und München

04.12.2018
20:00

Die USA im Jahr 1918

Bindung an Europa oder neuerliche Isolation?

US-Präsident Woodrow Wilson formulierte im Januar 1918 in einem 14-Punkte-Programm die Grundsätze für einen dauerhaften Frieden in Europa durch die Förderung von Demokratien und Nationalstaaten sowie die Gründung des Völkerbundes. Der Vortrag nimmt die Reaktionen in den USA und der Welt in den Blick.

 

 


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter Historiker und Literaturwissenschaftler
Veranstaltungsreihe: DAS EPOCHENJAHR 1918 UND DIE FOLGEN

04.12.2018
20:00

Die USA im Jahr 1918

Bindung an Europa oder neuerliche Isolation?

In einer Rede an den Kongress formulierte US-Präsident Woodrow Wilson im Januar 1918 in einem 14-Punkte-Programm die Grundsätze für einen dauerhaften Frieden in Europa, den er mit der Förderung von Demokratien und Nationalstaaten sowie der Gründung des Völkerbundes erreichen wollte. Warum verweigerten ihm die eigenen Senatoren die Durchsetzung seiner weitreichenden Konzeption? Spielte das bolschewistische Russland bereits eine bedrohliche Rolle für Wilsons liberale Freihandelsidee? Und gab es in den USA betont isolationistische Strömungen?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter M.A.

06.12.2018
19:00

Brüder! Die Soldaten und Arbeiter Münchens haben heute nacht die Zeitungen besetzt.

Information und Manipulation durch die Medien in der Revolutions- und Rätezeit

In dem 1918 proklamierten Freistaat Bayern sollte die uneingeschränkte Pressefreiheit gelten; der Zensurbeirat der Polizeidirektion München stellte seine Tätigkeit ein. Im Kampf um die Meinungshoheit standen sich Medienkonzerne mit machtpolitischen sowie wirtschaftlichen Interessen und radikale Revolutionäre, die die Sozialisierung der Presse forderten, gegenüber.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Elisabeth Angermair Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Okt 1918 und Jul 1919

06.12.2018
19:00

„Novemberlicht. Revolution in Bayern“ mit Liedern auf der Gitarre

„Im Winter 1918/19 taucht in Dachau ein geheimnisvoller junger Mann auf, der sich mit einigen gerade aus dem Krieg heimgekehrten Soldaten der Roten Garde anschließt. Zusammen mit ihnen zieht er nach München, wo er den Kampf um Giesing erlebt, mit ihnen flieht er vor der Verfolgung durch die siegreichen Regierungstruppen auf einen Einödhof in den Schlierseer Bergen. Dort verliebt er sich in eine Bauerntochter und will mit ihr eine Zukunft aufbauen. Doch seine Vergangenheit holt ihn ein: Mehrfach versucht man ihn zu töten….“

Leonhard Michael Seidl, Erding, freier Schriftsteller, Dramatiker und Autor von „Novemberlicht“, Bayerland, 2015


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Leonhard Michael Seidl

11.12.2018
19:00

Das Frauenwahlrecht und noch viel mehr

Es ist kaum bekannt, dass Frauen 1918 nicht nur das Wahlrecht, sondern auch viele andere Verbesserungen ihrer Lebens- und Arbeitssituation forderten, wie z.B. die gleichen Rechte in der Kindererziehung, die Aufhebung des Zölibats für weibliche Beamte und gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeitsleistung. Was wurde aus diesen Forderungen damals und wie sieht es mit der Gleichberechtigung heute aus?
Christiane Sternsdorf-Hauck, München, Autorin von „Brotmarken und Rote Fahnen – Frauen in der bayrischen Revolution und Räterepublik 1918/19“, Neuer ISP-Verlag, 2008, AG Räte-Frauen im Plenum R, Plenum R

Eva-Maria Volland, München, Lehrerin, Autorin, Plenum R, AG Räte-Frauen im Plenum R


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Eva-Maria Volland

11.12.2018
20:00

Versailles

Diktatfrieden oder neue Ordnung?

Hart in den Forderungen, brutal in der Diktion und anmaßend im Rechtsgefühl des Siegers - fast alle Deutschen empfanden die ultimativ formulierten Bedingungen des Versailler Vertrages im Juni 1919 als ungerecht. Warum wird der Vertrag heute anders beurteilt? Welche mittelfristigen Chancen bot er Deutschland? War er nicht ein Kompromiss der Siegermächte zwischen den sicherheitspolitischen Vorstellungen Frankreichs auf der einen Seite und den angelsächsischen Ängsten vor dem Ausbreiten des Kommunismus auf der anderen?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Stefan Winter M.A.

13.12.2018
19:00

Rosa Luxemburg

Rosa Luxemburg (1871 - 1919) war die bedeutendste unter den Sozialisten, die in der deutschen Arbeiterbewegung wirkten. Sie hat viele Jahre lang vor einem verheerenden europäischen Krieg gewarnt. Für ihren Kampf gegen die Kriegstreiber wurde sie jahrelang weggesperrt, am Ende wurde sie ermordet.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

13.12.2018
19:00

Politisches Bewusstsein und Psychoanalyse seit 100 Jahren: Otto Gross

Der Psychiater und Psychoanalytiker Otto Gross aus Österreich war ein aktives Mitglied der sozialistisch-anarchistischen Bewegung und auch in literarische Kreise in der Wiener, Münchner, Berliner und Schweizer Bohème integriert. Von Sigmund Freud wurde er geschätzt, und Erich Mühsam gehörte zu seinem Freundeskreis. Aufgrund verschiedener Affären wurde er auf Betreiben seines Vaters, des berühmten Strafrechtlers Hans Gross, in psychiatrischen Anstalten interniert, entmündigt, steckbrieflich gesucht und als Anarchist verhaftet. 1920 verstarb er unter ungeklärten Umständen. In seinen zahlreichen Schriften wird die Auseinandersetzung zur Psycho-Politik für uns eine  Anregung sein.

Fritz Letsch, München, Gestalttherapeut, Plenum R

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Fritz Letsch

16.12.2018
11:00

1918/19: Revolution in München

Bayerns Weg zur Demokratie

2018 heißt es 100 Jahre Freistaat Bayern. Denn 1918/19 ändert sich das Gesicht Bayerns vollständig. In München, dem Hauptschauplatz wird die Monarchie gestürzt. Kurt Eisner wird Bayerns erster Ministerpräsident, revolutionäre "rote" und konservativ-reaktionäre "weiße" Kräfte um die Macht.

Folgen Sie dieser informativen Zeitreise in ein höchst spannendes Kapitel der jüngeren bayerischen Geschichte!


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: STATTreisen München e.V.

18.12.2018
19:00

Die Rolle des Bauernbundes

Das geniale an Eisners Umsturz war nicht nur der Zug durch die Kasernen, um die bewaffnete Macht auf seine Seite zu bringen, sondern auch der Schachzug, durch das Bündnis mit dem Bauernbund zum einen die Ernährung Münchens sicher zu stellen und zum anderen auch eine politische Zustimmung in der Provinz zu erreichen. Doch wer war dieser Bayerische Bauernbund?

Günter Baumgartner, Grafing, Autor von „Die bayerische Revolution 1918/19 in Stadt und Land“, Plenum R

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Günter Baumgartner,

20.12.2018
19:00

Sozialistische Weihnacht

Lesung mit Musik

Cornelia Naumann, begleitet vom Lindwurmensemble, liest kaum bekannte Weihnachtsmärchen von Kurt Eisner, Hermynia zur Mühlen, Kurt Tucholsky u.a.

Cornelia Naumann, München, Dramaturgin, Plenum R und Autorin von „Der Abend kommt so schnell. Sonja Lerch – Münchens vergessene Revolutionärin“, Gmeiner, 2018


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Cornelia Naumann

15.01.2019
19:00

Zuckungen gingen durch ganz Deutschland

Wahlen, Straßenkampf und Verfassungsstreit. Die Zuspitzung der politischen Auseinandersetzung

Der Januar 1919 war geprägt durch eine zunehmende Intensivierung der politischen Auseinandersetzungen. Dafür sorgten nicht zuletzt die Wahlen zur bayerischen und zur deutschen Nationalversammlung am 12. beziehungsweise am 19. Januar. Schon vorher meldete sich auch die radikale Linke verstärkt zu Wort, indem sie den Druck der Straße gegen die Regierung Eisners mobilisierte. Im Ministerrat entzündeten sich Konflikte an der Frage der Ausgestaltung der künftigen Verfassung. Mit Vorlage des Entwurfs begann aber auch der Kampf zwischen Unitariern und Föderalisten um das künftige Verhältnis von Reich und Ländern.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Bernhard Grau Direktor des Bayerischen Hauptstaatsarchivs München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Okt 1918 und Jul 1919

15.01.2019
20:00

Dort kämpfen, wo das Leben ist!

Szenische Lesung mit Musik


Frauen und Mütter Deutschlands, die ihr diesen Weltkrieg miterlebt habt, müsst ihr nicht alle bereit sein, zu tun, was in euren Kräften steht, die kommenden Geschlechter vor gleichen Katastrophen zu bewahren?“ (A. Augspurg)

In einem Wartesaal treffen sich am Ende des Ersten Weltkriegs sieben Frauen. Sie spielen in den sich umstürzenden Verhältnissen eine besondere politische Rolle. Sie erzählen von ihrem Leben, ihrer Arbeit und ihrem Kampf um Gleichberechtigung.

Zu Wort kommen: Anita Augspurg, Constanze Hallgarten, Gabriele Kätzler Sarah Sonja Lerch, Rosa Luxemburg, Toni Pfülf und Clara Zetkin. Es sind bekannte und unbekannte Frauen, die sich politisch engagieren und Frauenrechte einforderten. Keine dieser Forderungen konnte in der kurzen Zeit zwischen November 1918 und April 1919 durchgesetzt werden. Bis heute wartet ein großer Rest auf die Durchsetzung.

Mit Heidi Meinzolt, Sibylle Dippel, Christane Hauck, Cornelia Naumann, Julia Killet,  Irmgard Hofer und Sabine Bollenbach

Veranstalterin: Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit/IFFF  Kooperationspartner: Kulturreferat der Stadt München, Rosa Luxemburg Stiftung


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

16.01.2019
20:00

Dort kämpfen, wo das Leben ist!

Szenische Lesung mit Musik


Frauen und Mütter Deutschlands, die ihr diesen Weltkrieg miterlebt habt, müsst ihr nicht alle bereit sein, zu tun, was in euren Kräften steht, die kommenden Geschlechter vor gleichen Katastrophen zu bewahren?“ (A. Augspurg)

In einem Wartesaal treffen sich am Ende des Ersten Weltkriegs sieben Frauen. Sie spielen in den sich umstürzenden Verhältnissen eine besondere politische Rolle. Sie erzählen von ihrem Leben, ihrer Arbeit und ihrem Kampf um Gleichberechtigung.

Zu Wort kommen: Anita Augspurg, Constanze Hallgarten, Gabriele Kätzler Sarah Sonja Lerch, Rosa Luxemburg, Toni Pfülf und Clara Zetkin. Es sind bekannte und unbekannte Frauen, die sich politisch engagieren und Frauenrechte einforderten. Keine dieser Forderungen konnte in der kurzen Zeit zwischen November 1918 und April 1919 durchgesetzt werden. Bis heute wartet ein großer Rest auf die Durchsetzung.

Mit Heidi Meinzolt, Sibylle Dippel, Christane Hauck, Cornelia Naumann, Julia Killet,  Irmgard Hofer und Sabine Bollenbach

Veranstalterin: Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit/IFFF  Kooperationspartner: Kulturreferat der Stadt München, Rosa Luxemburg Stiftung


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

22.01.2019
19:00

Alltag und Erinnerung

Alte Mythen und neue Erkenntnisse zur Revolution 1918/19

Das Ausstellungsprojekt „Alltag und Erinnerung“ des Archivs der Münchner Arbeiterbewegung versucht, bislang weniger beachtete Aspekte des Revolutionsgeschehens,  v. a. aus Sicht der „kleinen Leute“, auszuleuchten. Zugleich wird ein Blick auf die wechselvolle, bisweilen kuriose Bewertung und Vereinnahmung der Revolution gerichtet. Fragen, die die Ausstellung beantwortet, aber auch gestellt hat, stehen im Mittelpunkt des Vortrages.

Bernward Anton, Archiv der Münchner Arbeiterbewegung, promovierte zur Spaltung der bayerischen SPD im Ersten Weltkrieg

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Bernward Anton

23.01.2019
20:00

Fake News?

Die Münchner Räterepublik in Tagebüchern und zeitgenössischen Presseberichten

Der Vortrag rekonstruiert die Ereignisse um die Errichtung und Niederschlagung der Räterepublik. Er stellt die wichtigsten Akteure und deren Motive und Ziele vor. Geradezu exemplarisch lässt sich anhand der Ereignisse in München zeigen, wie gezielt Gerüchte und Untergangsszenarien in Umlauf gebracht wurden, um die Bevölkerung gegen den inneren und äußeren Feind zu mobilisieren. Doch war die Furcht vor einem „bolschewistischen Umsturz" angesichts der politischen Verhältnisse in Bayern wirklich „berechtigt"?


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Prof. Dr. Werner Bührer (i. R.)

24.01.2019
19:00

Alltag und Erinnerung„Hysterische Furien und schnatternde Gänse“

Die ersten Frauen im bairischen Parlament



Die ersten Frauen im bayrischen Parlament setzten sich couragiert für die Belange der Frauen ein. Es ging ihnen v.a. um Bildung, Gesundheit und soziale Themen, aber auch darum, einen neuen Ton einzubringen und die „Brutalität (zu) bekämpfen“, wie es Dr. Rosa Kempf formulierte. Dennoch: Sie waren eine kleine Minderheit und blieben Fremdkörper in der männlich dominierten Welt der Politik.

Karin Sommer, München, Kulturwissenschaftlerin, ehem. Kulturreferat und Villa Waldberta


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Karin Sommer

29.01.2019
19:00

Dunst, Gerüchte, Stimmungsmache

Wie unter der Regierung Eisner und während der Räterepubliken die bessere Propaganda siegte

Im Kampf um die Köpfe entscheidet der, der die kulturelle Hegemonie behauptet. Die Interessengruppen stehen fest. Die Durchsetzung ihrer Ziele hängt ab von den Methoden, mit denen sie operieren. Dabei müssen sie analysieren, ob sie Rückenwind oder Gegenwind haben und ob sie zur rechten Zeit am rechten Ort den rechten Ton finden. Freilich haben diejenigen es leichter, welche traditionell auf finanzielle Ressourcen bauen können und die schon früher als politische Eliten galten. Wenn sie dann noch mit subtilem Einfluss Stimmung machen, mit fake news arbeiten, wenn sie Gerüchte kolportieren, wenn sie niedrigste Instinkte ansprechen, dann gewinnen sie.

Günther Gerstenberg, München, Archiv der Münchner Arbeiterbewegung, Plenum R, Herausgeber von „Steckbriefe gegen Eisner, Kurt und Genossen wegen Landesverrates. Ein Lesebuch über Münchner Revolutionärinnen und Revolutionäre im Januar 1918“, Edition AV, 2017 und Autor von „Der kurze Traum vom Frieden. Ein Beitrag zur Vorgeschichte des Umsturzes in München 1918“, Edition AV, 2018.

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Günther Gerstenberg

30.01.2019
20:00

Die „Ordnungszelle Bayern“ und der Aufstieg des Nationalsozialismus

Nach den Erschütterungen durch Revolution und Räterepublik wollten nationalkonservative Kräfte „Ruhe und Ordnung" im Lande wiederherstellen. Die „Ordnungszelle Bayern" sollte über Bayern hinaus auf das gesamte Deutsche Reich wirken und den nationalen Wiederaufstieg ermöglichen. Das Konzept vereinte antisozialistische, antikommunistische, antisemitische und völkische Ideen und bereitete, zusammen mit einer entsprechenden Politik und Rechtsprechung, den Boden für den Aufstieg der Nationalsozialisten um Adolf Hitler.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Prof. Dr. Werner Bührer (i. R.)

31.01.2019
19:00

Anita Augspurg

Anita Augspurg (1857 - 1943) war Deutschlands erste promovierte Juristin und setzte sich ab dem Ende des 19. Jahrhunderts für soziale und politische Rechte der Frauen ein. Die Einführung des Frauenwahlrechts war ihr vorrangiges Ziel. Sie gehörte 1915 zu den Gründerinnen der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit/IFFF

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

06.02.2019
20:00

Zur Rolle des Antikommunismus in der Zwischenkriegszeit

Der Antikommunismus zählte zu den prägenden politisch-ideologischen Phänomenen des 20. Jahrhunderts. Er diente als Klammer für unterschiedlichste Strömungen. Der Vortrag befasst sich zunächst mit seiner besonderen Ausprägung in Bayern und Deutschland, die eine Reaktion auf die revolutionären und krisenhaften Ereignisse zwischen 1918 und 1923 und den von vielen Deutschen als Demütigung empfundenen Versailler Friedensvertrag darstellte. Anschließend wird die Bedeutung des Antikommunismus für die politische und soziokulturelle Entwicklung im Europa der 1920er und 1930er Jahre analysiert.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: MVHS
Referent/in: Prof. Dr. Werner Bührer (i. R.)

12.02.2019
19:00

Rotmord

Im Zentrum von Peter Zadeks Fernsehspiel nach Tankred Dorsts Theaterstück „Toller“ steht der Dichter Ernst Toller, der in der Münchner Räterepublik 1919 Vorsitzender des Zentralrats sowie Kommandeur der „Roten Garde“ war und nach Zerschlagung der Räterepublik zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt wurde. Für Dorst, der mit Zadek auch das Drehbuch schrieb, ist Ernst Toller mehr als die Symbolfigur der Räterepublik: „Ich habe mich damals mit Toller identifiziert, wollte ihn aber auch kritisieren: Ein Dichter, der zu politischem Handeln gezwungen wird und scheitert.“

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie

19.02.2019
19:00

„Revolutionärinnen von A bis Z“

Fiktives Streitgespräch zwischen Anita Augspurg und Clara Zetkin

„His-tory“ wird aus aktuellem Anlass ergänzt durch „Her-story“. Zwei mutige historische Frauen schauen zurück auf ihr Leben, ihr Engagement und ihre Kontroversen. Sie wissen aber auch genau, was heute passiert und appellieren an die junge Generation, sich politisch einzumischen, wenn der Frieden wieder in Gefahr ist, wenn Hass wieder Gewalt erzeugt und Frauen an den Rand gedrückt werden.

Sabine Bollenbach, München, Schauspielerin, Politologin

Heidi Meinzolt, München, Europakoordinatorin Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, AG Räte-Frauen im Plenum R


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Sabine Bollenbach, Heidi Meinzolt

21.02.2019
19:00

Ein Märtyrer der Revolution

Die Ermordung Kurt Eisners und die Eskalation der Gewalt im Februar 1919

Am 21. Februar 1919 wurde Kurt Eisner auf dem Weg in den Landtag, wo er seinen Rücktritt als Bayerischer Ministerpräsident verkünden wollte, von Graf Anton Arco auf Valley erschossen. Nur wenige Stunden darauf wurden Innenminister Erhard Auer und zwei weitere Landtagsmitglieder Opfer eines Attentats.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Daniel Baumann Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Okt 1918 und Jul 1919

28.02.2019
19:00

Die göttliche Ordnung

Petra Volpe, die Regisseurin, ist zu dieser Filmvorführung eingeladen. Ihr Film zeigt keine Schwarz-Weiß-Welt, in der Männer nur die Täter und Frauen Opfer sind, sondern auch, wie Männer in der patriarchalen Gesellschaft kleingehalten werden. Im Film sagt die Erbin einer Sägerei, die als einzige Frau im Dorf etwas zu sagen hat; ..Frauen in der Politik, meine Damen, das ist schlichtweg gegen die göttliche Ordnung".

Die Regisseurin Petra Volpe ist anwesend.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

14.03.2019
19:00

„Hundert Jahre später“

Ausstellung zur Rezeption der Räterepublik in der bildenden Kunst

Vernissage und begleiteter Rundgang durch die Ausstellung
Die Ausstellung ist bis 23.05.2019 immer zu den Veranstaltungsterminen zu sehen.

Nach der Barbarei des 1.Weltkriegs wollten die Überlebenden aus den Schützengräben und mit ihnen die Millionen Kriegsgeschädigten unter Führung der organisierten Arbeiterschaft eine neue Gesellschaft aufbauen. Eine solche ohne die Herrschaft der Reichen, über die Brecht sagt: „Die Kapitalisten wollen keinen Krieg, sie müssen ihn wollen.“ Der Traum hat überlebt. Bilder, Impressionen von heute.

Carl Nissen, München, Künstler
Andreas Paul Schulz, Augsburg, Künstler
Günter Wangerin, München, Künstler


Veranstaltungsart;: Vernissage
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Sabine Bollenbach, Heidi Meinzolt

19.03.2019
19:00

Revolution! Was kümmern uns Frauen die alten Zöpfe?

Von den Revolutionärinnen Gabriele Kätzler und ihren Töchtern sowie von Hilde Kramer sind uns aus der Revolutionszeit wunderbare, engagierte Briefe erhalten. Die Frauen waren keine Eisners, Tollers, Mühsams. Noch nicht einmal deren Geliebte, Verwandte oder Sekretärinnen ... Insofern hatten sie kaum eine Chance, in die (männliche) Geschichtsschreibung einzugehen. Überliefert sind die Briefe in Polizeiakten. Sie wurden von Sternsdorf-Hauck entdeckt, veröffentlicht und kommentiert.

Christiane Sternsdorf-Hauck, München, Autorin von „Brotmarken und Rote Fahnen – Frauen in der bayrischen Revolution und Räterepublik 1918/19“, Neuer ISP-Verlag, 2008, AG Räte-Frauen im Plenum R, Plenum R

Gesche Piening, München, Schauspielerin, Regisseurin, Feature-Autorin, 

 


Veranstaltungsart;: Vernissage
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Christiane Sternsdorf-Hauck, Gesche Piening

21.03.2019
19:00

Lesung aus Protokollen der Räterepublik

„Waffen sind an der Garderobe abzugeben“

 Im Rahmen der Ausstellung „Hundert Jahre später“ 

Wie schwer das scheinbar Einfache wie zB. das Erlernen des Aufrechten Ganges ist, zeigen die Protokolle der Räteversammlungen und der provisorischen Nationalversammlung. Hier wurde seit der gescheiterten Befreiungsversuche 80 Jahre vorher mühsam wieder versucht, zu einer offenen und verantwortungsvollen Form der Auseinandersetzung zu finden. Wie das nicht immer gelungen ist, lässt uns Heutige nicht nur schmunzeln, sondern kann auch für den aktuellen Diskurs durchaus hilf- und lehrreich sein.

Andreas Paul Schulz, Augsburg, Künstler


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Andreas Paul Schulz

26.03.2019
19:00

Das Leben der Hedwig Kämpfer (1889 - 1947) – Rätin, Richterin und USPD-Frau

Hörfunksendung mit Diskussion

Hedwig und Richard Kämpfer waren Mitbegründer der Münchner USPD. Hedwig Kämpfer war Mitglied des revolutionären Arbeiterrates, Mitgründerin des "Bundes sozialistischer Frauen", 1919–1924 Stadträtin für die USPD / SPD in München. Die Münchener Journalistin Mira Schnoor spürte dem Leben der fast vergessenen Politikerin, die im französischen Exil starb, nach. 1998 machte sie für den BR ein Feauture, für das sie u.a. mit Kämpfers Nichte ein Interview führte.
Mira Schnoor, München, Journalistin

Cornelia Naumann, München, Dramaturgin, Plenum R und Autorin von „Der Abend kommt so schnell. Sonja Lerch – Münchens vergessene Revolutionärin“, Gmeiner, 2018


Veranstaltungsart;: Lesung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Cornelia Naumann

27.03.2019
19:00

Die Sozialisierung marschiert!

Otto Neurath, das Münchner Zentralwirtschaftsamt und die gescheiterte Utopie einer wirtschaftlichen Neuordnung

Die Vergesellschaftung der Produktionsmittel war ein Hauptziel der radikalen revolutionären Bewegung. Um dieser Forderung Rechnung zu tragen, sie aber auch volkswirtschaftlich klug zu moderieren, hatte bereits Kurt Eisner eine gemäßigte Sozialisierungskommission eingerichtet. Im März 1919 übernahm der Ökonom Otto Neurath die Federführung der Sozialisierung. Sein Ziel: eine zentral regulierte Planwirtschaft. Mit der Zerschlagung der Räterepublik scheiterte das ambitionierte Experiment.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Andreas Heusler Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Okt 1918 und Jul 1919

28.03.2019
19:00

Frauen für Frieden 1919 / 2019 - vergebene Liebesmüh?

1919 trafen sich Frauen, um Perspektiven für eine friedliche Nachkriegsordnung und zur Vermeidung künftiger Kriege zu entwickeln. 2019 analysieren Frauen immer noch und immer wieder Ursachen von Krieg und Gewalt und stemmen sich dagegen. Sie beteiligen sich an Verhandlungen - lokal, grenzüberschreitend, global. Was können sie bewirken? Wo stoßen sie an Grenzen und warum?

Heidi Meinzolt Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, AG Räte-Frauen im Plenum R
Eva-Maria Volland ehern. Pädagogisches Institut der Landeshauptstadt München, AG Räte-Frauen im Plenum R, Plenum R

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg- Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München

 

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Christian Dietrich Historiker, Frankfurt a.d. Oder

28.03.2019
19:00

Premiere Gertrud Woker

Gertrud Woker (1878 -1968) war eine Schweizer Frauenrechtlerin, Chemikerin und Friedensaktivistin. Der Schweizer Regisseur Fabian Chiquet wird im März einen Film über sie veröffentlichen. Die Filmpremiere über diese Frau, die sehr frühzeitig gegen die Giftgaseinsätze gearbeitet hat, findet in München statt.

Der Regisseur Fabian Chiquet ist anwesend.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

05.04.2019
19:00

Wir Kommunisten sind alle Tote auf Urlaub

Eugen Levine vor dem Münchner Standgericht

Eugen Levines Leben - geboren in Petersburg, aufgewachsen in Heidelberg - ist auch eine Referenz für grenzüberschreitende Hoffnungen auf Gerechtigkeit und Freiheit. Ausgehend von Levines Verteidigung vor dem Standgericht werden Werk und Wirken des Revolutionärs und Schriftstellers rekonstruiert. Vorgestellt werden seine Lebensstationen, seine Auseinandersetzung mit der Russischen Revolution von 1905 sowie sein Wandel vom Sozialrevolutionär zum Kommunisten.

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg- Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Christian Dietrich Historiker, Frankfurt a.d. Oder

12.04.2019
19:00

Die Rolle von Paul Frölich und Rosi Wolfstein in den Räterepubliken 1919

Als P. Werner verfasste Paul Frölich seine bedeutendste Schrift zur Münchner Räterepublik. Welche Rolle spielte er darin, wie stand er zu Eugen Levine? Seine spätere Frau, Rosi Wolfstein, wirkte mit an der Revolution im Ruhrgebiet. Wie unterschied sich das Rätesystem dort vom bayerischen?

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Riccardo Altieri Historiker, Potsdam

13.04.2019
16:00

Räterepublik

Vortrag, Diskussion und Musik

Am 13.04.1919 fand im Hofbräuhaus eine Sitzung der Münchner Betriebs- und Soldatenräte statt.

An diesem Tag wird am historischen Ort an Ereignisse der Räterepublik und besonders an die Ergebnisse jener Sitzung erinnert.

AG Denkmäler im Plenum R

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München

 

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Riccardo Altieri Historiker, Potsdam

13.04.2019
17:00

100 Jahre Versammlung der Betriebs- und Soldatenräte

Referent: Hermann Kopp, Historiker und Vorsitzender der Marx-Engels-Stiftung

Eine Veranstaltung der AG Denkmäler im Plenum R
Weitere Kooperationspartner: Freidenkerverband und Marx-Engels-Stiftung

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Hermann Kopp

14.04.2019
11:00

Revolution und Räte in Baiern

Die geheime Thule-Gesellschaft und das rote Hauptquartier – Orte der Revolution und Räterepublik 1919

Das München der Revolution und Räterepublik ist überschaubar, geographisch gesehen. Der Rundgang beginnt am Sendlinger-Tor-Platz, dort wurde Kurt Eisner in einem Hotel verhaftet. Weitere Stationen: Eisner-Denkmal am Oberanger, Hofbräuhaus (Ausrufung der Räterepublik), Hotel Vier Jahreszeiten (Thule Gesellschaft), Promenadeplatz (Attentat auf Eisner), Prannerstraße (ehemaliger Landtag), Kultusministerium (Hoffmann, Landauer), Odeonsplatz (Ermordung Egelhofers), ehemaliges Kriegsministerium Ludwigstraße (Hauptquartier der Roten Armee)

Rudolf Stumberger, München, Autor von „München ohne Lederhosen – ein kritisch-alternativer Stadtführer 1918-1968“, Alibri, 2016 und „Das Raubtier und der rote Matrose – Orte und Ideologien der Revolution und Räterepublik 1918/1919“, Alibri 2018


Veranstaltungsart;: Stadtführung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Rudolf Stumberger

15.04.2019
19:00

Der Ton ist scharf

Die Münchner Räterepubliken und ihre Akteure

Am 13. April 1919 wurde die erst sieben Tage zuvor ausgerufene erste Räterepublik durch die zweite Räterepublik abgelöst. Nachdem die erste Räterepublik unter anderem an den Unstimmigkeiten unter den Sozialisten gescheitert war, kam es mit der neuen, kommunistischen Räterepublik zu einer weiteren Radikalisierung des politischen Klimas, der „Ton“ wurde immer schärfer.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Bettina Pfotenhauer Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Okt 1918 und Jul 1919

25.04.2019
19:00

Constanze Hallgarten

Constanze Hallgarten (1881-1969) war als Frauenrechtlerin und Pazifistin eine der führenden Frauen der deutschen Friedensbewegung. Sie warnte früh vor den Gefahren des Nationalsozialismus und stand bereits beim Hitler-Ludendorff-Putsch 1923 auf einer „schwarzen Liste" der Nationalsozialisten.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

02.05.2019
17:00

„Die Trommel passt sich zornig an.“

Zum 100. Todestag von Gustav Landauer

Gedenkfeier vor dem Landauer-Denkmal

Die Musikperformance „Die Trommel passt sich zornig an“ setzt Landauers Theorie zur sozialen Revolution mit Sprecher und Trommler künstlerisch um. Teil 1: Zerstörung der alten Begrifflichkeit nach der Sprachtheorie von Fritz Mauthner. Teil 2: Kontemplative Innerlichkeit nach Meister Eckhart. Teil 3: Dynamische Neukonstruktion in Unschärfen, Paradoxien und Widersprüchen.

Musikperformance: Oliver Augst Konzept und Komposition, Reto Friedmann Konzept und Text,
Jaap Achterberg Sprecher und Sänger, Jörg Fischer Trommler
Ansprache: Siegbert Wolf Herausgeber der Gustav Landauer-Werkausgabe

Eine Produktion von Oliver Augst und Reto Friedmann

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Gedenkveranstaltung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie

02.05.2019
19:00

Es ist äußerst aufregend und enervirend.

München im Banne von Anarchie, Gewalt und neuer Ordnung

Am 1. Mai 1919 dringen Freikorpsverbände und Reichswehrtruppen in die Stadt vor. Es kommt zu heftigen Kämpfen zwischen den Resten der Roten Armee und den Weißen Garden. Während in einzelnen Stadtvierteln wie in Neuhausen, in der Maxvorstadt und in Giesing noch gekämpft wird, halten am 2. Mai die Regierungstruppen in der Ludwigstraße bereits ihre Siegesparade ab. Das von den revolutionären April-Ereignissen verschreckte Bürgertum erhofft sich von der neuen Ordnungsmacht Stabilität und Ruhe während die Sieger mit gezielter Propaganda bereits an der Umdeutung der Revolution arbeiten.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Anton Löffelmeier Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Okt 1918 und Jul 1919

02.05.2019
20:00

Gustav Landauer, Anarchist und Hochschulreformer

Der libertäre Kulturphilosoph Gustav Landauer (1870 - 1919) engagierte sich für die Gründung "Freier Schulen" und für die radikale Umgestaltung der Hochschulen. Dies war ein Schwerpunkt von Landauers Tätigkeit in der ersten, einwöchigen bayerischen Räterepublik im April 1919. Für ihn fokussierte sich die Universität auf eine „Gemeinschaft der Lernenden mit den Lehrenden", auf eine grundlegende Demokratisierung der Hochschule mit weit reichender Selbstverwaltung.

Plenum R in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sendlinger Kulturschmiede e.V., mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Siegbert Wolf Historiker, Politikwissenschaftler, Herausgeber der Gustav Landauer Werkausgabe

03.05.2019
16:00

100. Todestag von Rudolf Egelhofer

Die AG Denkmäler im Plenum R lädt zu einem Besuch des Grabes von Rudolf Egelhofer auf dem Nordfriedhof ein. 


Veranstaltungsart;: Führung
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: N.N.

09.05.2019
19:00

Albert Daudistel

Volkskommissar beim Zentralkommissariat für politisch Verfolgte und auswärtige Revolutionäre

Bevor er während der Münchner Räterepublik eine Rolle spielte, hatte Daudistel an verschiedenen Aktionen der Antikriegsbewegung Anteil. Nach der Niederschlagung der Räterepublik und während sowie nach seiner 5jährigen Haftzeit wurde er einer der ersten literarischen Chronisten dieser Epoche. Seiner Erfahrungen mit Verfolgungsdruck und politischem Engagement aus der Isolation heraus gewannen im isländischen Exil ab 1938 noch einmal neue Aktualität.

Jonas Bokelmann, München, schreibt eine Dissertation über Albert Daudistel, Plenum R

 


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Jonas Bokelmann

21.05.2019
19:00

Erinnerungskultur in München rund um die Räterepublik und Revolution

Man könnte in Bayern und in seiner Landhauptstadt stolz darauf sein, dass hier zwei Tage vor Berlin die Adels- und Militärdiktatur beendet und die Demokratie als „Freistaat Baiern“ ausgerufen wurden. Man könnte den Revolutionär und 1. Ministerpräsidenten des Freistaats, Kurt Eisner, mit einem nach ihm benannten zentralen Platz und Denkmal ehren. Stattdessen wird verdruckst und verdrängt. 
Wie Demokratie-Geschichte erinnert, interpretiert und öffentlich präsentiert wird, daran ist die reale Verfassung einer Gesellschaft ablesbar. 
Die teilweise absurde Geschichte der Erinnerung an den Beginn der Demokratie und an ihre Protagonist*innen seit 1919 bis heute wird in dem Vortrag anschaulich dargestellt. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Welche Forderungen sind zu stellen? 

Wolfram Kastner, München, Aktionskünstler, Kurt-Eisner-Kulturstiftung, Plenum R


Veranstaltungsart;: Vortrag und Diskussion
Veranstalter: Plenum R - Revolution und Rätedemokratie
Referent/in: Wolfram Kastner

23.05.2019
19:00

Gertrud Baer

Gertrud Baer (1890 - 1981) blickt auf eine lange Zeit in der Frauen-Friedensbewegung zurück. Sie ist ab 1905 aktiv, da ihre aus England stammende Mutter bereits bei den Suffragetten mitarbeitete. Gertmd Baer leitete 1919 wenige Monate im Bayerischen Ministerium für soziale Fürsorge das Referat für Frauenrecht.

Eine Veranstaltung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Kooperation mit dem KEY. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Veranstaltungsart;: Filmvorführung
Veranstalter: IFFF - Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Veranstaltungsreihe: Frauen in der Revolution 1918/1919

26.06.2019
19:00

München hat einen roten Bürgermeister

Stadtrats- und Bürgermeisterwahl im Juni 1919

Bei der ersten demokratischen Kommunalwahl am 15. Juni 1919 wurde ein 50köpfiger Stadtrat gewählt. Da bei der gleichzeitigen Bürgermeisterwahl keiner der fünf Kandidaten die erforderliche Mehrheit erreichte, wählte der neue Stadtrat am 26. Juni 1919 den Redakteur Eduard Schmid (SPD) zum 1. Bürgermeister.


Veranstaltungsart;: Vortrag
Veranstalter: Stadtarchiv München
Referent/in: Michael Stephan Stadtarchiv München
Veranstaltungsreihe: München zwischen Okt 1918 und Jul 1919

Revolutionszeitung