Neuerscheinungen

Der lange Schatten der Revolution

Juden und Antisemiten in Hitlers München 1918 bis 1923

Autor: Brenner Michael
Verlag: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag
Jahr: Juni 2019

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde München zum Schauplatz ungewöhnlicher politischer Konstellationen: Kurt Eisner wurde im November 1918 der erste jüdische Ministerpräsident eines deutschen Staates, während jüdische Schriftsteller wie Gustav Landauer, Ernst Toller und Erich Mühsam sich im April 1919 für die Räterepubliken engagierten. Die jüdische Gemeinde war eher konservativ ausgerichtet, und selbst die orthodoxen Mitglieder besuchten nach dem Synagogenbesuch gerne das Hofbräuhaus. Doch Anfang der zwanziger Jahre gab es bereits einen Nazi als Polizeipräsidenten, antijüdische Tendenzen in Politik, Presse und Kirche sowie Judenausweisungen und offene Gewalt gegen jüdische Bürger auf der Straße. Die »Stadt Hitlers« wie Thomas Mann die spätere »Hauptstadt der Bewegung« bereits im Juli 1923 nannte, wurde zum Ausgangspunkt für den beispiellosen Aufstieg der hier gegründeten nationalsozialistischen Partei.

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Frauen. Wahl. Recht

Der 19. Januar 1919

Autor: Kreuz Angela, Lohr Dieter
Verlag: LOhrBär Verlag
Jahr: November 2018

Der 19. Januar 1919 stellt für die deutsche Geschichte und die Frauenbewegung ein zentrales Datum dar, das in der Geschichtsschreibung zwar erwähnt wird, bislang aber nicht weiter ausgeführt wurde. Die Ereignisse im zeitlichen Umfeld dieses in jeder Hinsicht milden Wintertags waren weitaus dramatischer und erinnerungsträchtiger: Vier Tage zuvor waren Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermordet worden, einen Monat später starb Kurt Eisner bei einem Attentat. Der Alltag in den Monaten nach dem ersten Weltkrieg war geprägt durch extreme wirtschaftliche Not, Streiks, Straßenschlachten, nächtliche Plünderungen, Schießereien und politische Morde.

Der 19. Januar 1919 dagegen blieb erstaunlich ruhig. An diesem Tag wurde zur ersten Nationalversammlung der Weimarer Republik gewählt. Und erstmals waren auch Frauen wahlberechtigt.
Das Hörbuch »Frauen. Wahl. Recht.« spürt diesem Datum nach, das die ersehnte Erfüllung des Kampfes eines halben Jahrhunderts darstellte. Wie kam es zu dieser Wahl, wie sahen die zwei Monate zwischen dem Ende des ersten Weltkriegs und dieser Wahl aus, wie gestaltete sich der Wahlkampf, wie der Wahltag selbst, welche Hoffnungen und Ängste verbanden sich damit?

Texte von Fanny Lewald, Hedwig Dohm, Helene Lange, Constanze Hallgarten, Marianne Weber, Minna Cauer, Lida Gustava Heymann, Harry Graf Kessler, Ina Seidel, Gertrud Bäumer, Thomas Mann, Victor Klemperer, Käthe Kollwitz, Oskar Münsterberg, Ludwig Langemann, Marie Bernays, Marie Juchacz. 
Gelesen von Gunna Wendt, Monika Manz, Eva Demski, Eva Sixt, Angelika Wende, Kira Bohn, Heike Ternes, Christin Alexandrow, Matthias Winter, Martin Hofer, Eva Ambrosius, Michael Haake, Bettina Schönenberg, Sofia Mindel, Kai Raecke, Ole Bosse und Doris Dubiel.
Mit dem Saxophon umrahmt von Gabriele Wahlbrink.

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Dichtung ist Revolution

Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam, Ernst Toller

Autor: Mokrohs Laura
Verlag: Verlag Friedrich Pustet
Jahr: November 2018

Bilder - Dokumente - Kommentare

Als 1918 in München die Republik ausgerufen wird, sind unter den Revolutionären auch zahlreicheSchriftsteller, die für Demokratie und Menschlichkeit eintreten. Doch den Ideen und Utopien von Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam und Ernst Toller begegnen politische Gegenspieler – auch mit Verleumdungen von eindeutig völkischer oder antisemitischer Prägung. Hier werden Entwicklungslinien deutlich, die bruchlos bis in die NS-Zeit führen. Neben dem Blick auf den Wandel Münchens hin zum Hort der Reaktion steht die Frage nach dem Verhältnis von Literatur und Politik. Die vier Schriftsteller schaffen Visionen, deretwegen sie bald um ihr Leben bangen müssen. In persönlichen Briefen, Tagebuchnotizen und berührenden Werken lassen sich ihre Wege eindrücklich nachempfinden. Der Band ist die Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung in der Monacensia.

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Kleines Wörterbuch der revolution

Für kleine und große Rebellinen & Rebellen ab 12 Jahren

Autor:
Jahr: November 2018
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Revolution mit der Feder

München 1918/19: Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam, Ernst Toller

Autor: Mokrohs Laura
Verlag: Verlag Friedrich Pustet
Jahr: Oktober 2018

Als 1918 in München die Republik ausgerufen wird, sind unter den Revolutionären auch zahlreicheSchriftsteller, die für Demokratie und Menschlichkeit eintreten. Doch den Ideen und Utopien von Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam und Ernst Toller begegnen politische Gegenspieler – auch mit Verleumdungen von eindeutig völkischer oder antisemitischer Prägung. Hier werden Entwicklungslinien deutlich, die bruchlos bis in die NS-Zeit führen. Neben dem Blick auf den Wandel Münchens hin zum Hort der Reaktion steht die Frage nach dem Verhältnis von Literatur und Politik. Die vier Schriftsteller schaffen Visionen, deretwegen sie bald um ihr Leben bangen müssen. In persönlichen Briefen, Tagebuchnotizen und berührenden Werken lassen sich ihre Wege eindrücklich nachempfinden. Der Band ist die Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung in der Monacensia.

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Revolutionskalender

Von November 2018 bis Dezember 2019

Autor: Geschichtswerkstatt Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Verlag: Franz Schiermeier Verlag
Jahr: Oktober 2018
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Der überforderte Frieden

Versailles und die Welt 1918-1923

Autor: Leonhard Jörn
Verlag: C.H.Beck Verlag
Jahr: Oktober 2018

Der Erste Weltkrieg war ein industrialisierter Massenkrieg. Je länger er dauerte, desto mehr veränderte er die Gesellschaften, die ihn führten, und desto rasanter entwertete er das Wissen der Politiker. Wie sollte man ihn beenden? Meisterhaft und mit dem Blick für die globalen Zusammenhänge erzählt Jörn Leonhard, wie die Welt zwischen 1918 und 1923 um eine neue Friedensordnung rang und was diese Zeitenwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts bedeutete. Dabei werden die hochfliegenden Erwartungen und die teils widersprüchlichen Versprechen ebenso deutlich wie die erdrückenden Probleme bei der Umsetzung und die Unterschiede zwischen den Annahmen in Paris und den Realitäten vor Ort. Ob im Blick auf untergehende Reiche und neue Staaten, ethnische Minderheiten oder das neue Massenphänomen von Flucht und Vertreibung: Die Art und Weise, wie der Krieg zu Ende ging, schuf Enttäuschungen und Konflikte, die das 20. Jahrhundert prägen sollten und deren Ausläufer bis in unsere Gegenwart reichen.

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Die Revolution von 1918/19 in der Oberpfalz

Eine regionalgeschichtliche Studie in Abhhängigkeit von den Vorgängen in München und den strukturellen Ausgangsbedingungen des Regierungsbezirks

Autor: Wacker Maximilian
Verlag: Verlag Friedrich Pustet
Jahr: September 2018

Vor 100 Jahren stürzte die jahrhundertealte Dynastie der Wittelsbacher, Kurt Eisner rief den Freistaat Bayern aus. Der rasante Umbruch ging auch an der ländlichen „schwarzen Oberpfalz“ nicht spurlos vorüber, die nicht weniger kriegsmüde war als die Landeshauptstadt. Hier gründeten sich ebenfalls Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte, die z. T. später auch Räterepubliken ausriefen. Dabei folgten die Oberpfälzer München nicht blind, beharrten auf ihrer Repräsentation und setzten sich mit den Problemen ihrer Zeit selbstständig auseinander. Diese Dissertation geht der Frage nach, inwieweit die Revolution in der Provinz parallel oder gegensätzlich zu München verlief. Der Verlauf in den größeren Städten und den Regionen der Oberpfalz wird vor dem Hintergrund der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen des Regierungsbezirks anschaulich dargelegt. Dabei ergeben sich neue und aufschlussreiche Perspektiven, die das Verständnis der Revolution von 1918/19 fördern.

Maximilian Wacker, Dr. phil., geb. 1986, promovierte an der Universität Passau im Fachbereich Bayerische Landesgeschichte.

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Eben noch unter Kronleuchtern

Die Revolution 1918/1919 aus Sicht der bayerischen Königstöchter

Autor: Böhm Christiane
Verlag: Edition Luftschiffer
Jahr: September 2018

Am 7. November 1918 war das Königreich Bayern die erste von mehr als 20 europäischen Monarchien, die unter dem Elend des Krieges und dem Druck des leidenden Volkes zusammenbrach.

„Wer hätte sich das träumen lassen!

Nach bald tausendjährigem Bestehen der bayrischen Dynastie - ein solch jähes Ende!“

Am meisten überrascht war der König selber, der fest an die Treue seiner Untertanen geglaubt hatte. Entsprechend überstürzt und unvorbereitet gestaltete sich die Flucht der Königsfamilie aus der Münchner Residenz. Sie ist an Pannen und Dilettantismus kaum zu überbieten.

Im Geheimen Hausarchiv der Wittelsbacher entdeckte Christiane Böhm die Tagebücher der Königstochter Wiltrud und war fasziniert vom einzigartigen Einblick in die dramatischen Ereignisse jener Tage. Die Aufzeichnungen werden in diesem Band zum ersten Mal veröffentlicht. Sie ermöglichen uns, den tiefen Fall der Königsfamilie hautnah mitzuerleben und die Angst um Leib und Leben zu teilen. Schließlich wurde im Jahr zuvor die Zarenfamilie in Russland ermordet.

Als wäre der Verlust des Throns nicht Stoff genug, ist die Königin auch noch sterbenskrank und die jüngste Tochter fürchtet um das Zustandekommen ihrer mühsam arrangierten Hochzeit. Am Ende wird ihr Verlobter Augenzeuge der tödlichen Schüsse auf den Revolutionsführer und neuen Ministerpräsidenten Kurt Eisner.

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Die unbewältigte Niederlage

Das Trauma des Ersten Weltkrieges und der Weimarer Republik

Autor: Krumeich Gerd
Verlag: Herder
Jahr: September 2018

Die Niederlage im Ersten Weltkrieg, die Kriegsschuldfrage und die problematischen Friedensbedingungen des Versailler Vertrages von 1919 prägten die politische Entwicklung Deutschlands in den 1920er- und 1930er-Jahren nachhaltig. Die Dolchstoßlegende wurde zu einer der wirksamsten propagandistischen Waffen gegen die Weimarer Republik. Wer die Geschichte der ersten deutschen Demokratie verstehen will, muss sich ihre Gründungssituation vergegenwärtigen. Dazu gehört auch, zu erkennen, welche Fehler beim Umgang mit dem Kriegsende gemacht wurden, auch von demokratischen Kräften. Der Historiker Gerd Krumeich erzählt entlang der Quellen und konsequent aus der Sicht der Zeitgenossen, wie das Trauma der Niederlage in eine Kultur des Hasses mündete.
Dieses Buch ist keine Geschichte der Weimarer Republik, sondern ein Versuch, einen neuen Blick auf die deutschen 1920er-Jahre zu ermöglichen. Für Gerd Krumeich ist die entscheidende Prägung der Weimarer Republik, dass sie aus dem Krieg geboren wurde und während ihrer gesamten Existenz ein Kind des Großen Krieges blieb. Die Geschichte der Weimarer Republik wurde lange Zeit von ihrem Ausgang und nicht, wie es historisch als zwingend erscheint, von ihren Ursprüngen her geschrieben. Gleichwohl ist es bislang noch nicht gelungen, sich in die Menschen von damals einzufühlen. Zwar sind die demokratischen Kräfte sehr intensiv gewürdigt worden, nicht aber ihre Gegner. Dieses Buch möchte diese Lücke ansatzweise schließen und einen neuen Blick auf die ungeheure Frustration erlauben, die der verlorene Weltkrieg für viele Millionen Deutsche bedeutet hat. Zorn und Hass waren so groß, dass schon öfter von einem »Trauma« gesprochen worden ist. Gerd Krumeich geht einen Schritt weiter in diese Richtung und versucht zu zeigen, dass es tatsächlich eine Art kollektives Trauma gegeben hat, das die Republik beherrschte. Nur wenn dieses ausgelotet wird, ist es möglich, die Katastrophe, in der die Weimarer Republik endete, historisch einzuordnen. 

Mit seinem Ansatz begibt sich Gerd Krumeich auf vermintes Terrain. Vermint vor allem deshalb, weil die Probleme des »Schandfriedens« von Versailles und des »Dolchstoßes« mehreren Generationen dazu gedient hatten, die »Machtergreifung« des Nationalsozialismus zu erklären. Hitler sei erst durch »Versailles« möglich geworden, so hieß es jahrzehntelang. Aber einhundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges sollte es möglich sein, politisch unbefangen und frei genug hinter den traditionellen Schutzschildern hervorzutreten und »Versailles« und den »Dolchstoß« verstehend darzustellen. 

War denn nun Versailles ein schmählicher oder ein zukunftsweisender Frieden? Gerd Krumeich vertritt klar die Position, dass dies kein gerechter Friede war, der angeblich viele Vorteile für Deutschland brachte. Der Friede war in Wirklichkeit ein Diktat, dessen Unterschrift wie mit vorgehaltener Pistole erzwungen wurde. Die Sieger verhandelten nicht mit dem besiegten Deutschland, und der »Kriegsschuld«-Artikel war wie der gesamte Vertrag eine moralische Herabwürdigung des geschlagenen Deutschlands. 

Außerdem hebt der Historiker hervor, dass es keineswegs nur eine Dolchstoßlegende beziehungsweise Dolchstoßlüge gegeben hat. Wenn diese heute dargestellt beziehungsweise auch illustriert wird, geschieht dies in den allermeisten Fällen mit Bildern und Begriffen, wie sie die völkischen Gruppen und dann ganz besonders der Nationalsozialismus verwendet haben. Der Dolchstoßtopos besagt gemeinhin, dass die erfolgreich voranstürmenden Soldaten von auf Umsturz dringenden Zivilisten am greifbaren Sieg gehindert worden sind. Doch 1918 und 1919 hat es in der Öffentlichkeit ein sehr viel differenzierteres Bild der Niederlage gegeben. 

Gerd Krumeich, einer der bekanntesten Kenner deutscher Zeitgeschichte, wirft in diesem Werk einen neuen und kontroversen Blick auf das Ende des Ersten Weltkriegs, die Novemberrevolution und die Weimarer Republik. Alle drei Ereignisse jähren sich in diesem Jahr zum 100. Mal.

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Mythos der Revolution

Karl Liebknecht, das Berliner Schloss und der 9. November 1918

Autor: Juhnke Dominik, Prokasky Judith, Sabrow Martin
Verlag: Carl Hanser Verlag
Jahr: September 2018

Wie kam es dazu, dass Karl Liebknecht am 9. November 1918 ausgerechnet vom kaiserlichen Schloss die „freie sozialistische Republik“ ausrief? Die detailreiche Rekonstruktion der Geschehnisse rund um das Berliner Schloss wirft ein neues Licht auf den wichtigsten Auftritt im politischen Leben des Arbeiterführers. Die einzelnen Beiträge untersuchen, wie Liebknechts Proklamation zum „Mythos der Revolution“ wurde – von der Ambivalenz der Augenzeugenberichte aus den Novembertagen 1918 über die Ikonisierung des sogenannten Liebknechtportals unter DDR-Staatschef Walter Ulbricht bis hin zur polarisierten Erinnerung im geteilten Deutschland

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Kaisersturz

Vom Scheitern im Herzen der Macht 1918

Autor: Machtan Lothar
Verlag: wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Jahr: August 2018

Es war eine politische Schicksalsgemeinschaft, die zum Scheitern verurteilt war: Kaiser Wilhelm II., der übermächtige Schwächling, Friedrich Ebert, der vermeintliche Retter, und Kanzler Prinz Max von Baden, der unvorhergesehene Anwärter auf den Kaiserthron. Mit großer szenischer Kraft erzählt Lothar Machtan von den Triebfedern der Hauptakteure im Herzen der Macht: von Leichtsinn und Dummheit, von Angst und Trotz, von Blindheit und Arroganz, von Feigheit und Versagen im Angesicht der schwersten Krise des deutschen Kaiserreichs. Statt mit klugen Problemlösungen aufzuwarten, ließen sie sich immer tiefer in ein Polit-Drama verstricken, über das erst am 9. November 1918 der Vorhang fiel.

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Die Kehrseite des deutschen Wunders

Franziska zu Reventlow und der Erste Weltkrieg

Autor: Kargl Kristina, Fromm Waldemar
Verlag: Volk Verlag
Jahr: Juni 2018

Im November 1914 kehrt die Schriftstellerin Franziska zu Reventlow nach München zurück und ist fassungslos: Die einst so freie, kosmopolitische Stadt ist nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ganz vom preußischen Militarismus durchdrungen. Uniformen bestimmen das Straßenbild, das Säbelrasseln und die blinde Freude am Krieg stoßen die Literatin ab. Und diesem preußischen Wahn soll sie ihren kaum erwachsenen Sohn Rolf als Soldaten opfern? Schnell reift in ihr die Absicht, im Geheimen seine Desertion zu planen … Lange war der sehr private Beitrag Franziska zu Reventlows zum Ersten Weltkrieg verschollen, nun wird er zum ersten Mal veröffentlicht: In ihrem Essay 'Die Kehrseite des deutschen Wunders' nimmt sie kein Blatt vor den Mund, berichtet von der Verblendung der Europäer, von militärischer Schikane, elenden Hungerzeiten, einem wirren Spitzel- und Denunziantenwesen und nicht zuletzt von der abenteuerlichen Rettung ihres Sohnes vor dem ganz und gar nicht ehrenvollen Tod im Feld. Ergänzt wird der unglaubliche Fund u.a. von einem Auszug aus den Erinnerungen von Rolf Reventlow zu seinen Kriegserfahrungen, zur Flucht und zu seinem Leben nach der Desertion.

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Roter Frühling

Roman der Räterepublik

Autor: Göttler Norbert
Verlag: Allitera Verlag
Jahr: Juni 2018

München im Herbst 1918. In der Stadt brodelt es. Nach dem verlorenen Krieg drängen sich verarmte Kleinbürger, entwurzelte Soldaten, Deserteure und Schwarzhändler in den Straßen. Vor den öffentlichen Suppenküchen stehen die Menschen Schlange, der Unmut wächst. Während das Bürgertum Münchens wie gelähmt ist, wird in Schwabing der Weg in die Räterepublik bereitet. Künstler und Intellektuelle wie Kurt Eisner, Erich Mühsam und Ernst Toller rufen zur Revolution auf. Der letzte 
bayerische König Ludwig III. flieht heimlich aus dem Land. In Dachau kommt es zur Schlacht zwischen Revolutionären und den Regierungstruppen. Während in der fiebrigen Welt der Schwabinger Boheme Entwicklungen diskutiert werden, 
erprobt der Psychologe Dr. Sitty die Theorien des jungen Wiener 
Nervenarztes Sigmund Freud an einer Patientin. 

Norbert Göttler zeichnet in seinem Roman ein brillantes und vielschichtiges Bild der revolutionären Geschehnisse nach und blickt auf die kleinen Leute, deren Biografien sich nicht in den Geschichtsbüchern finden lassen. 
Mit seinen Illustrationen liefert Klaus Eberlein bestechende Momentaufnahmen aus einer der packendsten Episoden der jüngeren Geschichte Münchens.

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„Ich hoffe noch, dass aller Menschen Glück nahe sein muss ...“

Fragmente eines revolutionären Lebens Briefe von und über Sarah Sonja Rabinowitz

Autor: Naumann Cornelia
Verlag: Verlag Edition AV
Jahr: Juni 2018

Eine Frau taucht 1918 unvermittelt an der Seite Kurt Eisners in München auf und betreibt gezielte Agitation für den Generalstreik, mit dem sie den Krieg beenden, Frieden mit Russland erzwingen und Deutschland in eine Republik verwandeln will. Es ist Sarah Sonja Lerch, geb. Rabinowitz (1882-1918), die schon nach wenigen Streiktagen verhaftet und 8 Wochen später im Gefängnis Stadelheim erhängt aufgefunden wird. Aber wer war
diese Frau? Eine gelangweilte Professorengattin, die den Aufstand probte?

Cornelia Naumann recherchierte und fand erstaunliche Fragmente aus dem Leben einer vergessenen Revolutionärin, die in Deutschland studierte, 1905 nach Russland zurückkehrte, 1912 heiratete und der Politik den Rücken kehrte. Der Band sammelt bisher unveröffentlichte Briefe Sonjas aus dem Gefängnis, Reaktionen ihrer politischen Freunde auf ihren Tod, u.a. Clara Zetkin, und veröffentlicht zum ersten Mal die Erinnerungen ihres Bruders Shmuel Rabinowitz, der wegen revolutionärer Tätigkeit nach Sibirien verbannt wurde.

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Karl Marx 1818-1883

Leben. Werk. Zeit.

Autor: Karl Marx 2018-Ausstellungsgesellschaft
Verlag: Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Jahr: Mai 2018

Große Landesausstellung 2018 in Trier

Revolutionär, Gelehrter, Romantiker, Philosoph oder Journalist? Wer war der Mann, der mit seinen Werken die Welt veränderte, der in aller Welt so bekannt, aber auch so umstritten ist? Zum 200. Geburtstag von Karl Marx zeichnet die große Landesausstellung an zwei Standorten in Trier Leben, Werk und Wirken nach. Prägend für den Philosophen und späteren Ökonomen war das 19. Jahrhundert mit seinen wirtschaftlichen und sozialen Umbrüchen. Freiheits- und Demokratiebestrebungen, Industrialisierung und Urbanisierung sind Kennzeichen dieser bewegten und spannungsreichen Zeit. Der Katalog bietet Einblicke in die Zeit, in Marx' intellektuellen Werdegang und seine wichtigsten Schriften und fragt, was an seinen Ideen heute aktuell ist. Doch es geht auch um den Menschen Karl Marx mit seiner Familie, um die verschiedenen Aufenthaltsorte seines bewegten Lebens und wichtige Weggefährten im In- und Ausland. Wer und was prägte Marx? Welche Rolle spielten Trier, Paris und London in seinem Leben?

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100 Jahre Novemberrevolution 1918-2018


Autor: Dickhut Willi
Verlag: Verlag Neuer Weg
Jahr: Mai 2018

Auszug aus dem Buch "Proletarischer Widerstand gegen Faschismus und Krieg"

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Rotes Bayern

Die Münchner Räterepublik in Briefen, Tagebuchauszügen und Aufrufen

Autor: Well Hans
Verlag: Der Hörverlag
Jahr: Mai 2018

"Mach ma a Revolution, damit a Ruah is!" (Oskar Maria Graf)

Am 7. November 1918 wurde Revolution gemacht in München, Kaserne um Kaserne musste die rote Flagge hissen, bis die Wittelsbacher endlich zugunsten der Republik gestürzt waren. Dass der Freistaat Bayern, der von konservativen Kreisen so stolz im Munde getragen wird, ausgerechnet von dem Sozialisten Kurt Eisner ausgerufen wurde, wird hierzulande gerne unter den Tisch gekehrt, ebenso wie das blutige Ende der Münchner Räterepublik. Wer könnte sich besser zu einer schaurig-schönen Reise zu den Ursprüngen des roten Bayerns aufmachen als Hans Well?

Gesprochen und gesungen von Hans Well, Johanna Bittenbinder, Gisela Schneeberger, Heinz-Josef Braun, Bernhard Butz, Gert Heidenreich und den Wellbappn mit Lukas Berk.

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Die Totengräber: Der letzte Winter der Weimarer Republik


Autor: Barth Rüdiger,‎ Friederichs Hauke
Verlag: S. Fischer
Jahr: April 2018

Der Winter 1932/33: Es schlägt die Stunde der Strippenzieher, der Glücksritter, Extremisten und Volksverführer: Ein skrupelloser Kampf um die Macht entbrennt.

November 1932, die Weimarer Republik taumelt. Die Wirtschaft liegt am Boden und auf den Straßen toben Kämpfe zwischen Linksextremisten und Rechtsradikalen. Wenige Männer entscheiden in den kommenden Tagen über das Schicksal der Deutschen. Hitler will die ungeteilte Macht, Goebbels spuckt Gift und Galle, Reichskanzler Franz von Papen zögert zurückzutreten, General Kurt von Schleicher sägt an dessen Ast. Sie alle fintieren, drohen, täuschen und umgarnen den greisen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Es beginnt ein dramatischer Kampf um die Macht. 
Rüdiger Barth und Hauke Friederichs erzählen mitreißend, Tag für Tag, die letzten zehn Wochen der Weimarer Republik anhand von Tagebüchern, Briefen und Akten. So entsteht das farbige und vielschichtige Porträt einer Zeit, die uns irritierend aktuell erscheint und deren Weg in den Abgrund nicht zwangsläufig war. 

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Die letzte Nacht der Monarchie

Wie Revolution und Räterepublik in München Adolf Hitler hervorbrachten

Autor: Appel Michael
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Jahr: März 2018

Am 7. November 1918 wurden in Bayern die Wittelsbacher gestürzt. In kurzer Zeit folgten alle anderen deutschen Fürstenhäuser. Noch bevor am 9. November die Republik ausgerufen wurde, gründete Kurt Eisner die bayerische Republik als Freistaat. Mit diesem Elementarereignis beginnt der Aufstieg des Nationalsozialismus. Appel schildert den Ausgangspunkt eines zeitgeschichtlichen Dramas anhand plastischer Erinnerungen und Tagebücher der Zeitgenossen. Das Buch vermittelt die Vorgeschichte der Revolution, die letzte Nacht der Monarchie und die entscheidenden Tage danach sowie die Zeit des Freistaates Bayern bis zur Ermordung Kurt Eisners, die Räterepublik und die ersten Schritte Hitlers auf dem Weg zur Gegenrevolution.

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1918: Die Deutschen zwischen Weltkrieg und Revolution


Autor: Hirschfeld Gerhard
Verlag: Ch. Links Verlag
Jahr: März 2018

Nach vier Jahren eines blutigen Krieges kollabiert das kaiserliche Deutschland 1918 beinahe über Nacht - nahezu widerstandslos, geradezu fatalistisch. Warum? Dieses Buch lässt hautnah miterleben, wie die Zeitgenossen das dramatische letzte Jahr des Ersten Weltkriegs wahrnahmen, das mit neuen Hoffnungen auf einen militärischen Sieg begann - und mit der endgültigen Niederlage, Revolution und Bürgerkrieg endete. Tagebucheinträge und Briefe, Bilder und Dokumente machen die gegensätzlichen Haltungen und Erfahrungen in der Kriegsgesellschaft anschaulich: die Gewalt an der Front und der Hunger in der Heimat, der Zynismus der militärischen Führung und die Illusionen vieler Bürger, Veränderungswille und die Furcht vor »russischen Verhältnissen«. Eingebettet ist dieses faszinierende Panorama in Überblicke zum Verlauf und den Konsequenzen des Jahres 1918. (Anmerkung: Dieses Buch enthält 50 Abbildungen.)

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November 1918

Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts

Autor: Gietinger Klaus
Verlag: Edition Nautilus GmbH
Jahr: März 2018
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Auf Messers Schneide

Auf Messers Schneide: Wie das Deutsche Reich den Ersten Weltkrieg verlor

Autor: Afflerbach Holger
Verlag: C.H.Beck
Jahr: März 2018

Stand der Ausgang des Ersten Weltkriegs auf Messers Schneide? 100 Jahre nach der deutschen Niederlage zeichnet Holger Afflerbach die militärischen Entwicklungen nach, analysiert die politisch-strategischen Entscheidungen und zeigt, dass der Krieg auch anders hätte ausgehen können. Ein deutscher Sieg war schon nach dem Scheitern der Westoffensive im Herbst 1914 in weite Ferne gerückt. Doch gibt es nicht nur Sieg oder Niederlage. In seinem dicht argumentierenden, auf zahlreichen neuen Archivrecherchen basierenden Buch zeigt Holger Afflerbach, dass ein Unentschieden das logische Ergebnis des Ersten Weltkriegs gewesen wäre – wenn die deutsche Führung nicht schwere Fehler begangen hätte. Doch auch die Politik der Alliierten muss sehr viel kritischer gesehen werden, als es heute geschieht. Die deutsche Politik war nicht so eindeutig auf umfassende Eroberungen festgelegt, wie es dem allgemeinen Urteil entspricht, und die deutschen Friedensvorstöße hätten die Möglichkeit geboten, den Krieg zu beenden, bevor er Europa in den Abgrund riss. Doch die Alliierten gingen nicht auf sie ein, weil sie auf den Sieg gegen Deutschland fixiert waren und an ihren eigenen imperialistischen Plänen festhielten.

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Das Ende des Ersten Weltkriegs und die Dolchstoßlegende


Autor: Groß Gerhard
Verlag: Reclam
Jahr: März 2018

Bis 1918 waren die Soldaten wie auch die Bevölkerung des Deutschen Kaiserreichs noch überzeugt, dass ihr Sieg im Ersten Weltkrieg unmittelbar bevorstehe. Doch mit der Schlacht bei Amiens wendete sich das Blatt, nicht zuletzt weil aufseiten der Alliierten erstmals zahlreiche Panzer zum Einsatz kamen. Deutschland musste im Herbst 1918 kapitulieren, während sich im Hintergrund die Novemberrevolution zusammenbraute. In der sogenannten »Dolchstoßlegende« wurde die militärische Niederlage später auf die politische Unruhe im Land zurückgeführt. Warum es sich dabei um einen Mythos handelt und welche Umstände wirklich zum Scheitern des Kaiserreichs führten, erhellt dieses Buch.

Die Reihe Kriege der Moderne, herausgegeben vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellt die wichtigsten militärischen Konflikte des 19. und 20. Jahrhunderts nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen vor und erläutert ihre geschichtlichen Ursachen und politischen Folgen.

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Der Krieg nach dem Krieg

Deutschland zwischen Revolution und Versailles 1918/19

Autor: Platthaus Andreas
Verlag: Rowohlt
Jahr: Februar 2018

Der September 1918 sollte endlich den Sieg bringen. Mit der letzten großen Offensive des deutschen Heeres setzt Andreas Platthaus’ packende Darstellung ein, in der er die Zeit vom Herbst 1918 bis zum Sommer 1919 als einen einzigen großen Gewaltzusammenhang erzählt. Denn mit dem Waffenstillstand war der Krieg keineswegs beendet. Die Zeitgenossen erlebten, wie eine Welt umgestürzt wurde, und sie stritten mit allen Mitteln um die Frage, was nun kommen sollte: eine kommunistische Volksherrschaft? Eine gemäßigte Republik? Und wie sollte die Nachkriegsordnung aussehen? Die Hoffnungen auf einen Großen Frieden nach dem Großen Krieg zerschlugen sich, am Ende stand der diktierte Frieden von Versailles.
2018 jährt sich der eigentliche Beginn des «kurzen» 20. Jahrhunderts zum hundertsten Mal. Mit den Jahrestagen von Waffenstillstand, Novemberrevolution, Republikgründung, Münchner Räterepublik und Versailles schildert Andreas Platthaus den Krieg nach dem Krieg und den Anfang einer schrecklichen Moderne. Die packende Analyse jenes historischen Moments, in dem für einen Augenblick alles möglich schien – bevor auf verhängnisvolle Weise die Weichen für die Zukunft gestellt wurden.

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