Ingolstadt

01.10.1310 Die Herzöge Ludwig IV. und Rudolph I. teilen sich die Macht

München * Herzog Ludwig IV. der Baier setzt bei seinem älteren Bruder Herzog Rudolph durch, dass Baiern durch eine Nutzungsteilung in einen Landesteil Baiern-Ingolstadt-Amberg, in dem Ludwig regiert, und in einen Landesteil München-Burglengenfeld, in dem Rudolph das Sagen hat, zerlegt wird.

29.09.1369 Herzog Stephan II. muss die Grafschaft Tirol abtreten

Tirol * Nach mehr als sechs Jahren Krieg und trotz zäher Gegenwehr muss Herzog Stephan II. die Grafschaft Tirol gegen eine Entschädigung von 116.000 Gulden an die Habsburger abtreten. Die Grenzgerichte Schärding, Kufstein, Rattenberg und Kitzbühel bleiben bairisch und werden in der Folgezeit dem Teilherzogtum Baiern-Ingolstadt zugeteilt.

14.12.1494 Das „Herzogliche Georgianum“ wird gegründet

Ingolstadt * Das „Herzogliche Georgianum“ wird durch Herzog Georg den Reichen von Landshut-Niederbaiern ins Leben gerufen und in die im Jahr 1472 gegründete „Universität Ingolstadt“ eingegliedert. 

Es ist heute das zweitälteste und einzige staatliche „Priesterseminar" der Welt.

24.04.1516 Die Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. verkünden das „Reinheitsgebot“

Ingolstadt * Die Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. verkünden auf dem „Landtag“ in Ingolstadt eine „Landes- und Polizeiordnung“.  

Die „Landesfreiheitserklärung“ bestimmt bis zur Aufhebung der „Landständischen Korporation“ im Jahr 1808 das Verhältnis zwischen der „Landschaft“ und dem „Landesherrn“. 

Das "Buch der gemeinen Landpot, Landesordnung, Satzung und Gebräuch des Fürstentums Ober- und Niederbaiern" enthält auch die Vorgabe „Wie das Bier im Sommer und Winter auf dem Land ausgeschenkt und gebraut werden soll“.

Dieser Passus wird im 20. Jahrhundert als „Bayerisches Reinheitsgebot“ bezeichnet werden. 

Er hat folgenden - ins Neuhochdeutsche übersetzten - Wortlaut:
„Wir verordnen, setzen und wollen mit dem Rat unserer Landschaft, dass forthin überall im Fürstentum Bayern sowohl auf dem Lande wie auch in unseren Städten und Märkten, die kein besondere Ordnung dafür haben, von Michaeli bis Georgi ein Maß oder ein Kopf Bier für nicht mehr als einen Pfennig Münchener Währung und von Georgi bis Michaeli die Maß für nicht mehr als zwei Pfennig derselben Währung, der Kopf für nicht mehr als drei Heller bei Androhung unten angeführter Strafe gegeben und ausgeschenkt werden soll.
Wo aber einer nicht Märzen-, sondern anderes Bier brauen oder sonstwie haben würde, soll er es keineswegs höher als um einen Pfennig die Maß ausschenken und verkaufen.

Ganz besonders wollen wir, daß forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen.
Wer diese unsere Anordnung wissentlich übertritt und nicht einhält, dem soll von seiner Gerichtsobrigkeit zur Strafe dieses Faß Bier, so oft es vorkommt, unnachsichtlich weggenommen werden.

Wo jedoch ein Gauwirt von einem Bierbräu in unseren Städten, Märkten oder auf dem Lande einen, zwei oder drei Eimer Bier kauft und wieder ausschenkt an das gemeine Bauernvolk, soll ihm allein und sonst niemandem erlaubt und unverboten sein, die Maß oder den Kopf Bier um einen Heller teurer als oben vorgeschrieben ist, zu geben und auszuschenken“.

14.09.1531 Philipp Apian wird in Ingolstadt geboren

Ingolstadt * Philipp Apian wird als Philipp Bienewitz [oder Bennewitz] in Ingolstadt geboren. 

13.11.1549 Die Jesuiten übernehmen die Universität in Ingolstadt

Ingolstadt * Auf Betreiben Herzog Wilhelms IV. kommen die Jesuiten nach Ingolstadt, um die dortige Universität im Sinne des erneuerten katholischen Glaubens zu übernehmen.

05.07.1556 Werben um die Rückkehr der Societas Jesu

München - Ingolstadt * Von München aus setzt erneut das Werben um die Rückkehr der Societas Jesu ein und so treffen wieder achtzehn Jesuiten in Ingolstadt ein.

10.03.1590 Die Einstellung gegenüber den „Hexenverfolgungen“ ändert sich

München * Dr. Johann Georg Herwarth von Hohenburg wird zum „Geheimen Rat“ und „Obristkanzler“ ernannt.

Mit seiner Berufung ändert sich die Einstellung gegenüber den „Hexenverfolgungen“.
Denn der Jurist versucht diese mit den Mitteln des geltenden „Strafprozessrechts“ einzudämmen und bestreitet jedes „Ausnahmerecht“.

Der Grund dafür ist, dass hier Ermittlungen, Verfolgungen und Verurteilungen wegen „Hexerei und Zauberei“ ohne entsprechende landesherrliche Gesetze und Vorgaben eingeleitet und vollstreckt werden.
Zu zahlreich sind die Übergriffe und Unregelmäßigkeiten geworden.

Um den gesetzlosen Zustand zu beenden, leitet Dr. Johann Georg Herwarth von Hohenburg - noch während im baierischen Herzogtum die „Hexenprozesse“ in Schongau, Ingolstadt und München laufen - eine „Gesetzgebung gegen das Hexenverbrechen“ und damit die „Eindämmung der Hexenverfolgung“ im Herzogtum Baiern ein. 

02.04.1590 Gesetzgebung gegen das Hexenverbrechen

München * Herzog Wilhelm V. fordert zur Unterstützung des Verfahrens zur „Gesetzgebung gegen das Hexenverbrechen“ vom Hofrat und von der juristischen und theologischen Fakultät der Universität Ingolstadt ein „Gutachten über die zu ergreifenden Maßnahmen gegen die überhand nehmende Hexerei“ an.

Darin führt der Herzog aus, Gott selbst habe wegen der schrecklichen Sünden der Menschen diese mit der „neuen Pest der Hexerei“ gestraft. Und weil die Hexerei die größte aller Sünden wäre, würde Gott wiederum beleidigt werden. Er, Wilhelm V., sei als Fürst Gott verantwortlich und müsse durch „Bestrafung und Ausrottung der Hexen“ die „Ehre Gottes“ retten und wiederherstellen.

Die Argumentation, dass sich nach dieser Logik Gott eigentlich selbst beleidige, wird ignoriert.

Es ging auch nicht so sehr um die „Ehre Gottes“, sondern um die Angst vor weiteren „göttlichen Strafen“

06.04.1590 Die Hexen-Gutachten des „Hofrats“ und der „Universität Ingolstadt“

München - Ingolstadt * In dem „Gutachten des Hofrates“ werden zunächst ausdrücklich die Meinungen derjenigen protestantischen „Hexenverfolger“ zurückgewiesen, die gemäßigt auftreten.

Dazu gehören Johannes Brenz aus Stuttgart und seine Anhänger, die jede Möglichkeit eines tatsächlichen „Wetterzaubers“ abstreiten.
Wetter sind eine Angelegenheit der Natur oder Gottes, nicht aber Sache „alter Weiber“ oder gar des „Teufels“.

Nach dem „Hofratsgutachten“ ist den „Katholiken“ künftig jeder Zweifel an der „Existenz der Hexen“, des „Teufelspakts“, des „Hexenflugs“ und des „Schadenszaubers“ ebenso verboten wie jede inhaltliche Kritik.

Auch das von vier „Theologieprofessoren“ ausgearbeitete „Ingolstädter Gutachten“ kommt zum Ergebnis, dass „die Obrigkeit mit Eifer und Strenge gegen die Hexen“ vorgehen und es den Untertanen zur Pflicht machen soll, „Verdächtige zu denunzieren“.  

Die „Gutachten“ folgen alleine den „katholischen Autoren“ und unter diesen wiederum nur denjenigen, die die härtesten Ansichten zur „Hexenverfolgung“ vertreten, die jemals in der „europäischen dämonologischen und juristischen Literatur“ zum „Hexenprozess“ geäußert worden sind. 

14.05.1590 Der Student Maximilian I. berichtet völlig unberührt von den Folterungen

Ingolstadt - München * In mehreren Briefen, unter anderem in dem vom 14. Mai 1590, berichtet der Student Maximilian I. - völlig unberührt - an seinen Vater von den entsetzlichsten Folterungen, die er in den Ingolstädter Hexenprozessen erlebt hat.

Auch nach seinem Regierungsantritt huldigt der Herzog und Kurfürst Maximilian I. dem Hexenwahn

06.07.1629 Erfolgreiche Einführung einer neuen Foltermethode

Ingolstadt * Die Juristenfakultät der Universität Ingolstadt stellt das Todesurteil gegen Catharina Nickhlin aus, nachdem der Hofrat zuvor die Hinrichtung durch Verbrennen befohlen hat.

Dr. Kolb exekutiert in Wallerstein zwischen 1628 und 1630 zwanzig Hexen, in Wemding ist er im Jahr 1629 für die Hinrichtung der ersten neun Delinquenten verantwortlich. Den „Erfolg“ von Dr. Wolfgang Kolb führt man auf die Einführung einer neuen Foltermethode zurück: auf den „Bock“, den er erstmals im Kurfürstentum Baiern anwendet. 

15.04.1632 Schwedens König Gustav Adolf erkämpft den Lechübergang

Rain am Lech * In der „Schlacht bei Rain am Lech“ werden die „Kaiserlichen“ unter Führung des katholischen „Oberbefehlhabers“ Johann Tserclaes  Graf von Tilly von den Truppen des Schwedenkönigs Gustav II. Adolfs besiegt.  

Dadurch können die „Schweden“ den Lech überschreiten, womit ihnen das ganze Kurfürstentum Baiern offen steht.  
Die Baiern müssen jetzt die leidvollen Erfahrungen mit dem Durchzug feindlicher Heere durchleben.  

Graf von Tilly wird in der Schlacht durch einen Schuss schwer am Bein verwundet.  
Kurfürst Maximilian I. zieht sich daraufhin in das stark befestigte Ingolstadt zurück.  

Die Erfolge des schwedischen Königs, den seine Anhänger „Löwe aus Mitternacht“ und „Gideon des Nordens“ nennen, von seinen Feinden aber als „Schneekönig“ verspottet wird, machen seinen katholischen Kriegsgegnern Angst.  
Besonders nach dem „Massaker von Magdeburg“

30.04.1632 Johann Tserclaes Graf von Tilly stirbt in Ingolstadt

Ingolstadt * Der „Oberbefehlshaber“ der katholisch-kaiserlichen Truppen, Graf Johann Tserclaes von Tilly, stirbt wenige Tage nach seiner Schussverletzung in Ingolstadt. 

27.09.1651 Kurfürst Maximilian I. stirbt in Ingolstadt

Ingolstadt - München-Kreuzviertel * Kurfürst Maximilian I. stirbt in Ingolstadt. Er wird in der Münchner Michaelskirche beigesetzt. 

Sein Nachfolger wird Kurprinz Ferdinand Maria, dessen Regentschaft bis zu seiner Volljährigkeit seine Mutter, die Kaisertochter Maria Anna, übernimmt.

23.10.1693 „Pater Onuphrius“ lernt die „Eremiten vom seligen Petrus von Pisa“ kennen

Pisa * „Pater Onuphrius“ hat inzwischen auf einer Romreise die „Eremiten vom seligen Petrus von Pisa“ kennengelernt, die sich die „Armen Eremiten des heiligen Hieronymus“ nennen.  

An diesem Tag werden die inzwischen vierzehn Einsiedler vom Walchensee in diesen Orden aufgenommen.  

Die „Hieronymiten“ tragen einen schwarzen Habit mit Gürtel und hohem Kragen, mit Kapuze und Birett.  
Die Vereinigung ist den „Bettelorden“ angeglichen worden und führt ein strenges Leben, allerdings ohne auf die ausgeprägte Eigenwilligkeit, die die „Einsiedler“ zu allen Zeiten auszeichnen und der geistlichen Obrigkeit so manchen Kummer bereiten, zu verzichten.  

Die Äbte von Benediktbeuern beschweren sich über die „Klausner“, die sich nur wenig an die Abmachungen halten.  

Und als die Gemeinschaft auf sechs Mitglieder zurückgeführt werden soll, versucht „Pater Onuphrius“ nach Schönbach in Niederösterreich oder Pobenhausen bei Ingolstadt auszuweichen, was allerdings der Fürstbischof von Augsburg zu verhindern weiß. 

01.05.1800 Das „Georgianum“ wird nach Landshut verlegt

Ingolstadt - Landshut * Das „Collegium Georgianum“ wird mit der „Universität“ von Ingolstadt nach Landshut verlegt.

06.02.1802 Das „Fanziskaner-Kloster“ wird säkularisiert

München-Graggenau * Graf Philipp von Arco beschlagnahmt im „Fanziskaner-Kloster“ das Bargeld und die Stiftungskapitalien. 

Im „Franziskaner-Kloster“ leben dreißig Patres und fünf Laienbrüder.
Sie sollen in das ehemalige „Augustiner-Kloster“ in Ingolstadt gebracht werden. 

25.02.1802 Auflösung des ältesten „Mönchskonvents“ der Stadt

München-Graggenau * „Aufhebungskommissar“ Graf Philipp von Arco ist mit der Auflösung des ältesten „Mönchskonvents“ der Stadt beauftragt worden.
Ein genaues Inventar des „Franziskaner-Klosters“ ergibt ein recht bescheidenes Kapitalvermögen. Umfangreich war hingegen der Bestand an Kunstwerken zur Ausstattung der Kirchen mit nicht weniger als fünfundzwanzig Altären.

Die Aufnahme des Personalbestandes ergibt, dass im „Hauptkloster Sankt Anton“ dreißig Patres, drei Kleriker und vierzehn Laienbrüder leben, im „Hospiz am Anger“ sind vier Patres und ein Laienbruder, im „Hospiz Josephsburg“ drei Patres und ein Laienbruder untergebracht.

Einen „Laienbruder“ schickt man als „Ausländer“ in seine Heimat Berchtesgaden zurück. Vier weitere „Ausländer“ lässt man aus triftigen Gründen vorübergehend im Kloster.
Für einen nicht transportfähigen alten und kranken „Pater“ setzt sich Graf Arco nachdrücklich ein: „Ihn seinem Schicksal überlassen, hieße der ganzen Klosteraufhebung den Stempel der Grausamkeit aufdrücken und würde eine üble Wirkung bei dem Volke zurücklassen“.
Fünf „Laienbrüder“ werden in „Abteien“ verwiesen, die übrigen „Franziskaner“ sollen möglichst bald nach Ingolstadt gebracht werden.

Die „Ordensmänner“ wissen zwar, dass ihr Kloster aufgehoben wird, darüber hinaus sind ihnen aber weder der genaue Zeitpunkt noch die besonderen Umstände mitgeteilt worden.

04.03.1802 Die Franziskaner-Patres treten ihre Reise nach Ingolstadt an

München-Graggenau * Die Franziskaner-Patres treten - „ohne das geringste Hindernis“ - ihre Reise nach Ingolstadt an, wo das ehemalige Augustinerkloster für die Franziskaner als Aussterbekonvent bestimmt worden ist.

In ihren Händen befindet sich der größte Schatz der Mönche, das Reliquiar des heiligen Antonius von Padua.

In Pfaffenhofen nehmen die Ordensmänner bei den dortigen Franziskanern das Mittagessen ein.
Ohne Aufsehen zu erregen, haben sie „sofort nach eingenommenen Mittagsmahl die Reise ohne Aufschub weiter nach Ingolstadt fortzusetzen“.

06.10.1805 Französisch-baierische Militäreinheiten überqueren die Donau

Donauwörth - Neuburg - Ingolstadt * Das vereinigte französisch-baierische Heer umfasste 60.000 Mann. Es überquert am 6. Oktober die Donau bei Donauwörth, Neuburg und Ingolstadt. 

23.10.1823 Die „Franziskaner“ erhalten das Kloster im Lehel

München-Lehel * Noch bevor die „Zentralklöster“ völlig aussterben, verhilft König Ludwig I. der „baierischen Franziskanerprovinz zum heiligen Antonius von Padua“ zu neuem Leben.

Im Einvernehmen mit „Erzbischof“ Anselm von Gebsattel erhalten die „Franziskaner“ in München die Pfarr- und ehemalige „Hieronymitenkloster-Kirche Sankt Anna im Lehel“ als neuen Sitz.

Über die massiven Bedenken, ob man die „Bettelmönche“ überhaupt wieder in München ansiedeln soll, setzt sich der klösterrestaurierende Bayernherrscher - sehr zur Freude seiner konservativ eingestellten „Untertanen“ - einfach hinweg.

Als Begründung für seine Entscheidung zugunsten der „Franziskaner“ gibt er an: „Eingedenk, daß Mitglieder dieses Hauses Unsern erhabenen Vorfahren Kaiser Ludwig den Bayern zu einer Zeit vertheidigt haben, in welcher dieses mit größter Gefahr verbunden war“.

Kurz und bündig gibt er an das „Ministerium des Innern“ die Weisung: „Am Allerheiligentage sollen die Franciscaner von Ingolstadt in ihrem hiesigen Kloster eintreffen, daselbst Hochamt halten“.

31.10.1827 Die Franziskaner treffen in Schwabing ein

Schwabing * Der Provinzial-Vikar der wiedererstandenen Franziskanerprovinz, Pater Johann Nepomuk Glöttner, trifft mit einigen Patres, Klerikern und Laienbrüdern von Ingolstadt kommend in Schwabing ein.

29.01.1918 Die USPD trifft sich mit den Krupp-Vertrauensleuten

München * Im Ingolstädter Hof treffen sich Kurt Eisner, Sarah Sonja Lerch und Albert Winter sen. mit den Vertrauensleuten der Krupp-Arbeiter in den Bayerischen Geschützwerken. Es wird eine Empfehlung an die Arbeiter beschlossen, dass sie am Donnerstag, 31. Januar 1918 mit dem Streik beginnen sollen.

Kurt Eisner hält sich während der Diskussion vollkommen zurück und beantwortet lediglich Fragen, die an ihn gerichtet werden. 

Er sieht hier sein Ideal von der Arbeiterschaft erfüllt:

  • Sie soll sich selbst führen,
  • soll sich von niemand vertreten lassen,
  • sollen nur „Sachverständige, zu deren Charakter, Wissen, Intelligenz, Mut sie Vertrauen haben, als Berater hinzuziehen“.

Eisner kann sich schon deshalb zurücknehmen, denn - so schreibt er später - „es bedurfte auch gar nicht mehr meiner Einwirkung“

11.11.1918 Gründung von weiteren Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräten

Freistaat Bayern * Die Münchener Post meldet die friedliche Bildung von Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräten in Ingolstadt, Regensburg, Straubing, Augsburg, Kaufbeuren, Lindau, Bamberg, Landshut, Nürnberg und Würzburg. 

09.04.1919 Telefonverkehr mit München stark eingeschränkt

München - Bayern - Berlin - Leipzig - Frankfurt - Hamburg * Den telefonischen Verkehr mit München haben inzwischen Augsburg, Ingolstadt, Nürnberg, Würzburg, Berlin, Hof, Leipzig, Frankfurt und Hamburg eingestellt. 

10.04.1919 Gegenrevolutionärer Truppenverbände ziehen in Ingolstadt ein

Ingolstadt * Der Minister für militärische Angelegenheiten, Ernst Schneppenhorst, und das Freikorps Epp, mit Franz Xaver Ritter von Epp an der Spitze gegenrevolutionärer Truppenverbände, ziehen in Ingolstadt ein. 

13.04.1919 Die Verstärkung für den Palmsonntag-Putsch wartet in Ingolstadt

München-Maxvorstadt - Ingolstadt * Die Republikanische Schutztruppe hat sich im Hauptbahnhof verschanzt. Ihr Anführer, Alfred Seyfferitz, wartet dort auf die versprochene Verstärkung aus Ingolstadt.

In Ingolstadt befindet sich zu diesem Zeitpunkt der Minister für militärische Angelegenheiten, Ernst Schneppenhorst, der dort mit 600 Soldaten auf das Eintreffen der Nachricht aus München hofft, dass der erste Teil des Putsches erfolgreich abgelaufen ist, um dann die bayerische Landeshauptstadt einnehmen zu können.

Schneppenhorst wird die Nachricht jedoch nie erhalten, da sein Verbindungsmann am nördlichen Stadtrand von einer Patrouille der Roten Armee abgefangen werden wird. 

04.07.1949 Horst Seehofer wird in Ingolstadt geboren

Ingolstadt * Horst Seehofer, der spätere Bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende, wird in Ingolstadt geboren. 




© 2017 Gerhard Willhalm, inc. All rights reserved.