Augsburg

08.09.1156 Herzog Heinrich XII. „der Löwe“ erhält das „Herzogtum Baiern“

Konstanz * Der 26-jährige „Welfenherzog“ Herzog Heinrich XII. „der Löwe“ erhält von seinem Cousin Kaiser Friedrich I. Barbarossa das „Herzogtum Baiern“ übertragen.  

Der Herzog verfügt damit aber nicht über ein in sich geschlossenes Areal, sondern muss auf seinem „Herrschaftsgebiet“ unter anderem eine „bischöfliche Enklave“ tolerieren, zu der neben dem „Freisinger Dombezirk“ auch die „Brücke in Föhring“ gehört.  

Zwei wichtige ehemalige „Römerstraßen“ durchziehen das „Herzogtum Baiern“ von Ost nach West, um sich bei Augsburg zu vereinen:  

  • Die von Salzburg kommende Straße überschreitet die Isar bei Grünwald, wobei der beschwerliche Übergang bereits gegen Ende des ersten Jahrtausends aufgegeben worden ist.  
  • Der andere, der von Wien über Wels kommende Verkehrsweg, überquert die Isar bei Föhring und zieht dadurch den gesamten „Fernhandelsverkehr“ auf sich.  
    Dieser Isarübergang liegt also auf dem Gebiet des „Freisinger Bischofs“ Otto I., dem Onkel Kaiser Friedrich Barbarossas. 
14.06.1158 Der „Augsburger Schied“ - Münchens Geburtsurkunde

Augsburg - München * Ein vergilbtes Stück Pergament im Format 34 mal 44 Zentimeter gilt als Geburtsschein der bayerischen Landeshauptstadt.  

Die von Kaiser Friedrich Barbarossa auf dem „Reichstag in Augsburg“ unterzeichnete Urkunde geht als „Augsburger Schied“ in die Geschichte ein.  

Dieses „Kaiserdiplom“ wird als „conventio“, also „Übereinkunft“, bezeichnet.  

  • „Mit Zustimmung und Willen der beiden streitenden Parteien“ wird darin vereinbart:  
  • Der Markt, der bisher zu Föhring abgehalten wurde, die Zollbrücke und die Münze, werden dort künftig nicht mehr bestehen.  
  • Als Ersatz hat unser Vetter Herzog Heinrich der Kirche von Freising ein Drittel des Gesamteinkommens aus seinem Marktzoll zu München übertragen, sei es aus Abgaben für Salz, sei es für andere dort ein- und ausgehende Groß- und Kleinstückwaren.  
  • Was den Zöllner betrifft, so soll nach Gutdünken jeder von Euch seinen eigenen haben oder, wenn das für gut erscheint, beide zusammen einen, der jedem von Euch verantwortlich sein soll.  
  • Mit der Münze soll es ähnlich gehalten werden, indem ein Drittel der Einkünfte der Bischof erhält, zwei Drittel aber für den Gebrauch des Herzogs bestimmt sind.  
  • Eine Münzstätte soll nach Gutdünken des Herzogs errichtet werden.  
  • Endlich soll eine Freisinger Münzstätte auch der Bischof errichten dürfen, wenn er will. Von deren Einkünften soll der Herzog nur ein Drittel erhalten und er soll diesen Anteil, er sei groß oder klein, nach dem Wunsch des Bischofs als Lehen weitergeben, wie er es auch bereits getan hat.  

Von einem „Unrecht“ oder gar einer „Freveltat“ des Welfenherzogs findet sich in dieser „kaiserlichen Urkunde“ kein Wort.  

Als Zeugen für die Richtigkeit des Rechtsspruchs werden vier hohe geistliche Würdenträger und vier weltliche Herrscher benannt.  

Doch auch wenn die „Kaiserurkunde“ den Charakter einer „gütlichen Einigung“ in sich trägt, so ist sie in ihrem Kern doch ein „regalienrechtlicher Spruch“ des Kaisers.  

Mit diesem Kompromiss kann Kaiser Friedrich I. Barbarossa einen Interessenausgleich zwischen dem Bischof von Freising und dem baierischen Herzog erzielen und damit beide zufrieden stellen. 

15.06.1158 Ein „Hausbraurecht“ wird als gesichert angenommen

München * Mit dem „Augsburger Schied“ tritt München am 14. Juni 1158 in die Geschichte ein. 

Ein gern erzähltes Märchen bezeugt, dass Herzog Heinrich der Löwe am nächsten Tag die „Löwenbrauerei“ gegründet hat.

Für die Zeit der Stadtgründung Münchens ist ein „Hausbraurecht“ als gesichert anzunehmen.
Das „Brauen“ gehört - wie das „Brotbacken“ - zu den Pflichten der Hausfrau.

13.07.1180 Kaiser Barbarossa widerruft die Belehnung des Herzogtums Baiern

Regensburg * Auf dem „Reichstag zu Regensburg“ widerruft Kaiser Friedrich Barbarossa die Belehnung des Herzogtums Baiern an Herzog Heinrich „dem Löwen“.  

Das „Regensburger Urteil“, der zweiten für die „Gründung Münchens“ wichtigen „Kaiserurkunde“, wird vom selben Fürstengremium getroffen, das den Herzog zuvor abgesetzt hat und steht damit natürlich in einem engen Zusammenhang mit der „Entmachtung“ Heinrichs „des Löwen“.  

Erstmals ist darin von der „Zerstörung der Brücke“ und der „gewaltsamen Verlegung des Marktes von Föhring“ die Rede.  
Die Regensburger „Kaiserurkunde“ bezieht sich allerdings mit keinem Wort auf den „Augsburger Schied“ vom 14. Juni 1158.  

Dafür heißt es:  „Es mögen daher in Gegenwart und Zukunft alle Getreuen des Reiches wissen, dass unser geliebter Albert, Bischof von Freising, vor unserer Majestät erschienen ist und untertänig vor uns Klage geführt hat, dass der Edelmann Heinrich von Braunschweig, vormals Herzog von Baiern und Sachsen, den Markt mit der Brücke in Föhring, den seine Kirche seit uralten Zeiten ungestört in Besitz gehabt hatte, zerstört und ihn gewaltsam in den Ort München verlegt habe“.  

Die Darstellung ist knapp und sehr ungenau.  
Welchen Markt und welche Brücke sollte denn der Löwe zerstört haben?  
Lautete der erste Punkt des „Augsburger Schieds“ vom 14. Juni 1158 doch:  
„Der Markt, der bisher zu Föhring abgehalten wurde, die Zollbrücke und die Münze, werden dort künftig nicht mehr bestehen“.  

Für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Stadt enthält der vierte Absatz des „Kaiserdiploms“ eine „regalrechtliche Regelung“.  
Demnach wird dem Freisinger Bischof der „Markt“ und die „Zollbrücke“ übertragen.  
Wie künftig die Einkünfte der Münze aufgeteilt werden, darüber trifft die Urkunde jedoch keine Aussage.  

Um diesen Sachverhalt und die Berechtigung der Klage zu untermauern und eine spätere eventuelle Zurücknahme der Entscheidung zu verhindern, bietet der Freisinger Bischof eine Reihe von hochrangigen Würdenträgern als Zeugen auf.

Damit ist die Rechnung des Klage führenden Bischofs von Freising aufgegangen, indem er sich an das knapp einen Monat zuvor abgeschlossene „landrechtliche Verfahren“ angehängt und gewonnen hat.  
Er hat in dieser Verfahrensweise die Gelegenheit gesehen, über eine Verurteilung des Welfenherzogs als Friedens- und Rechtsbrecher einen Gewinn für die eigene Kirche herauszuholen.  

Die „Münchner Stadtherrschaft“ der Freisinger Bischöfe wird bis zum Jahr 1240 andauern. 

21.07.1315 König Ludwig „der Baier“ erlässt das erste Münchner „Judenrecht“

München * König Ludwig IV. „der Baier“ erlässt das erste Münchner „Judenrecht“.  

Es entspricht dem „Augsburger Judenrecht“ und hebt gleichzeitig alle entgegenstehenden Vorschriften auf. 

10.09.1500 Auf dem „Reichstag“ wird eine große „Reichspolizeyordnung“ beschlossen

Augsburg * Auf dem „Reichstag“ in Augsburg wird eine große „Reichspolizeyordnung“ beschlossen. 

Sie beinhaltet auch Fragen der „Kleiderordnung“

05.01.1501 Die baierischen Herzöge erlassen entsprechende „Kleiderordnungen“

München - Landshut * Die Regenten der beiden Teilherzogtümer Baiern-München, Herzog Albrecht IV., und Baiern-Landshut, Herzog Georg, nehmen eine große „Reichspolizeiordnung“, die am 10. September 1500 auf dem „Augsburger Reichstag“ erlassen worden war, zum Anlass, für ihren jeweiligen Bereich entsprechende „Kleiderordnungen“ zu erlassen. 

Inhaltlich beruhen sie auf einer „Pfälzer Ordnung“ aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die entsprechend modifiziert und den ober- und niederbaierischen Verhältnissen angepasst werden. 

Im Gegensatz zu Landshut ist das Landgebot „Ueberfluß und Unmaas der Bekleidung und anders hiernachfolgendes berührend“ die erste „Kleiderordnung“ für München.

14.06.1530 Kaiser Carl V. verlässt München in Richtung Augsburg

München - Augsburg * Kaiser Carl V. und sein Gefolge verlassen München in Richtung Augsburg, wohin er einen „Reichstag“ einberufen hat.

Dort sollen die „Religionsparteien“ geeinigt werden, doch der Kaiser will „die lutherische Ketzerei in Deutschland mit Stumpf und Stil ausrotten“.
Denn genau dieses Versprechen hat er Papst Clemens VII. ja gegeben.

25.09.1555 Die religiös-politischen Verhältnisse im Reich werden regelt

Augsburg * Auf dem Augsburger Reichstag wird ein Reichsgesetz verkündet, das die religiös-politischen Verhältnisse im Reich regelt und damit die Glaubensspaltung festschreibt.

Im Augsburger Religionsfrieden werden lutherische Protestanten - nicht die Reformierten - den Katholiken reichsrechtlich gleichgestellt. Der Landesherr kann über die Konfession seiner Untertanen bestimmen. Andersgläubige dürfen das Land verlassen. Später wird der Grundsatz auf die griffige Formel „Cuius regio, eius religio“ [„Wessen die Herrschaft, dessen Glaube (gilt)“] gebracht.

26.07.1576 Der „Hexenbischof“ Marquard II. vom Berg „regiert“ im „Hochstift Augsburg“

Augsburg * Der als „Hexenbischof“ bekannte Marquard II. vom Berg „regiert“ im „Hochstift Augsburg“ als Bischof.  

Er behält gleichzeitig sein Bischofs-Amt in Bamberg. 

04.09.1590 Der Goldmacher Marco Bragadino reist nach Augsburg

Landshut - Augsburg * Der Goldmacher Marco Bragadino reist nach Augsburg, um dort Chemikalien einzukaufen. 

19.09.1590 Marco Bragadinos „Familia“ erreicht Landshut

Landshut * Marco Bragadinos „Familia“ erreicht die Tore von Landshut.  

Marco Bragadino ist nicht in der Stadt, da er am 4. September 1590 nach Augsburg aufgebrochen ist, um dort Chemikalien einzukaufen.  
Seine Rückreise geht über München. 

03.12.1596 Hinrichtung eines „Wiedertäufers“

München * Peter Ungelter, ein aus Augsburg stammender Weber, wird als „Wiedertäufer“ mit dem Strang hingerichtet.

Noch am Vortag erklärte er, dass er sich bekehren würde.
Als ihm jedoch der Priester erklärte, dass er dennoch sterben müsse, bleibt Ungelter seinem Glauben treu.

26.04.1606 Die protestantische Mehrheit verprügelt spontan die Katholiken

Donauwörth * In Donauwörth zieht die katholische Minderheit - unter Verletzung des „Augsburger Religionsfriedens“ - aus Anlass einer jährlich stattfindenden „Bittprozession“ mit „fliegenden Fahnen“ vom „Kloster Heiligenkreuz“ aus. 

Es kommt zum Konflikt mit der protestantischen Mehrheit, die die Katholiken spontan verprügelt.

Donauwörth ist eine der acht „Freien Reichsstädte“, in denen nach den Bestimmungen des „Augsburger Religionsfriedens“ Katholiken und Protestanten das „Recht freier Religionsausübung“ genießen.

24.04.1632 Der Schwedenkönig Gustav II. Adolf zieht in Augsburg ein

Augsburg * Der Schwedenkönig Gustav II. Adolf zieht in Augsburg ein. 

07.06.1632 Die „Schwedengeiseln“ verlassen die Stadt in Richtung Augsburg

München * Statt 44 verlassen insgesamt 42 Priester, Mönche, Brauer, Gastwirte, Ratsherren und Meister als „Schwedengeiseln“ die Stadt in Richtung Augsburg.
Zwei weltliche Gefangene sind erkrankt. 

Mit den Geiseln verlassen auch die Schweden die baierische Haupt- und Residenzstadt München.

16.06.1632 Die „Schwedengeiseln“ werden wie Gefangene behandelt

Augsburg * Die „Schwedengeiseln“, auch die aus anderen baierischen Städten, werden in der alten „Bischöflichen Residenz“ in Augsburg untergebracht und wie Gefangene behandelt.

07.08.1632 Viel Geld für die Schweden-Geiseln

Augsburg * 73.000 Reichstaler werden in der Hoffnung nach Augsburg gebracht, dass die Schweden die Hälfte der Geiseln freilassen.

Die Geiselnehmer fordern aber zunächst weitere 37.000 Reichstaler.

27.08.1633 Die „Schwedengeiseln“ werden wieder nach Augsburg verlegt

Augsburg * Die „Schwedengeiseln“ werden wieder nach Augsburg zurück verlegt.

18.02.1634 Augsburger Geldgeber verbessern die Lage der „Schweden-Geiseln“

Augsburg * Bei Verhandlungen zwischen baierischen und schwedischen Vertretern einigt man sich, dass der Rest der „Brandschatzungssumme“ in Salz abgegolten werden kann.

Augsburger Geldgeber erklären sich bereit, für 49.765 Scheiben Salz den Schweden die Summe von 140.000 Reichstaler zu bezahlen.
Damit verbessert sich die Lage der „Schweden-Geiseln“.

06.09.1634 Die Schweden werden bei Nördlingen vernichtend geschlagen

Nördlingen - Augsburg * Die Schweden werden bei Nördlingen vernichtend geschlagen.

Anschließend beginnt die Belagerung Augsburgs durch die „kaiserlich-baierische Armee“.

13.03.1635 Die Gefangenschaft der „Schwedengeiseln“ endet

Augsburg * Augsburg wird an die „kaiserlich-baierische Armee“ übergeben. 

Damit endet die Gefangenschaft der „Schwedengeiseln“.

03.04.1635 Die „Schwedengeiseln“ kehren wieder nach München zurück

Augsburg - München * Die 38 „Schwedengeiseln“ kehren wieder nach München zurück. 

Vier von ihnen sind in der Gefangenschaft gestorben, ein Franziskanerpater ist zum Luthertum übergetreten.

Die Überlebenden hatten dabei Glück im Unglück, da sie durch ihre Gefangenschaft der großen „Pestepidemie“ entkommen konnten. 

13.10.1637 Paulus Graf von Fugger-Kirchberg-Weißenhorn wird geboren

Augsburg * Paulus Graf von Fugger-Kirchberg-Weißenhorn, der spätere Hofmarkherr von Haidhausen, wird als 15. Kind von Graf Otto Heinrich Fugger, dem Herren zu Mickhausen Grönenbach und Mattsies und Maria Elisabeth, Freiin von Waldburg, in Augsburg geboren. 

09.07.1686 Die Gründung der „Augsburger Liga“ gegen Frankreich

Augsburg * Unter der Führung des Kaisers Leopold I. kommt es zur Gründung der „Augsburger Liga“ gegen Frankreich.

23.10.1693 „Pater Onuphrius“ lernt die „Eremiten vom seligen Petrus von Pisa“ kennen

Pisa * „Pater Onuphrius“ hat inzwischen auf einer Romreise die „Eremiten vom seligen Petrus von Pisa“ kennengelernt, die sich die „Armen Eremiten des heiligen Hieronymus“ nennen.  

An diesem Tag werden die inzwischen vierzehn Einsiedler vom Walchensee in diesen Orden aufgenommen.  

Die „Hieronymiten“ tragen einen schwarzen Habit mit Gürtel und hohem Kragen, mit Kapuze und Birett.  
Die Vereinigung ist den „Bettelorden“ angeglichen worden und führt ein strenges Leben, allerdings ohne auf die ausgeprägte Eigenwilligkeit, die die „Einsiedler“ zu allen Zeiten auszeichnen und der geistlichen Obrigkeit so manchen Kummer bereiten, zu verzichten.  

Die Äbte von Benediktbeuern beschweren sich über die „Klausner“, die sich nur wenig an die Abmachungen halten.  

Und als die Gemeinschaft auf sechs Mitglieder zurückgeführt werden soll, versucht „Pater Onuphrius“ nach Schönbach in Niederösterreich oder Pobenhausen bei Ingolstadt auszuweichen, was allerdings der Fürstbischof von Augsburg zu verhindern weiß. 

04.09.1703 Baierische Truppen besetzen die Reichsstadt Augsburg

Augsburg * Baierische Truppen unter der Führung ihres Kurfürsten Max Emanuel besetzen die Reichsstadt Augsburg. 

25.02.1803 Die letzte Tagung des „Immerwährenden Reichstags“

Regensburg * Die letzte Tagung des „Immerwährenden Reichstags“ befasst sich mit der Annahme des „Reichsdeputationshauptschlusses“.  

Es ist das letzte bedeutende Gesetz des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ und behandelt die Neuordnung des Reiches.

Im „Reichsdeputationshauptschluss“ erfolgt die „Kompensation“ für die Abtretung der linksrheinischen Gebiete an Frankreich.  
Grundlage für den Text ist ein im Juni 1802 zwischen Frankreich und Österreich vereinbarter „Entschädigungsplan“, der wiederum auf den am 9. Februar 1801 geschlossenen „Friedensvertrag von Lunéville“ zurückgeht.

Die Wittelsbacher haben aber nicht nur die Herzogtümer Zweibrücken und Jülich sowie die linksrheinische Kurpfalz verloren, sondern müssen jetzt auch noch die rechtsrheinische Kurpfalz um Mannheim und Heidelberg an Baden abgeben.

Doch durch den § 2 des „Reichsdeputationshauptschlusses“ erhält das kurfürstliche Baiern das „Fürstbistum Freising“ mit der dazugehörigen „Grafschaft Werdenfels“ und die „Herrschaft Isen-Burgrain“ offiziell überschrieben; dazu die „Fürstbistümer Augsburg“, „Bamberg“ und „Würzburg“ sowie Teile von „Eichstätt“, „Passau“ und „Salzburg“.
Zu den genannten Territorien kommen noch 15 „Reichsstädte“ und 13 „Reichsabteien“ dazu. Freilich noch nicht die Großen: Augsburg und Nürnberg.
Doch damit werden wesentliche Teile Schwabens und Frankens bairisch.

Insgesamt stehen dem Verlust von 200 Quadratmeilen und 730.000 Einwohnern ein Gewinn von 288 Quadratmeilen und 834.000 Einwohnern aus den aufgelösten geistlichen Staaten und wirtschaftliche Werte von über 43 Millionen Gulden von den Klöstern gegenüber. 

21.12.1805 Die „freie Reichsstadt“ Augsburg fällt an Baiern

München - Augsburg * Das Kurfürstentum Baiern übernimmt die „freie Reichsstadt“ Augsburg.

15.12.1835 Zustimmung zur Bahnlinie München - Augsburg

München - Augsburg * Nach dem Erfolg des „Adlers“ gibt König Ludwig I. die Zustimmung zum Bau der sechzig Kilometer langen Strecke zwischen München und Augsburg.  

Mit den Planungen der Neubaustrecke wurde erneut Paul Denis beauftragt. 

Denn noch während man in Nürnberg die Schienen nach Fürth verlegte, trafen sich in München und Augsburg vermögende Herren, um den Bau einer Eisenbahn zwischen den beiden Städten zu planen. 

Als Probleme mit verkaufsunwilligen Grundstückseigentümern auftreten, beschließt der „Landtag“ ein Gesetz, das Enteignungen erlaubt. 

23.07.1837 Joseph Anton von Maffei setzt die Visionen von Simon von Eichthal um

München * Der Münchner Unternehmer Joseph Anton von Maffei setzt die Visionen von Simon von Eichthal in die Tat um, in dem er sich intensiv um die Förderung des bayerischen Eisenbahnbaus kümmert.  

Nachdem die „München - Augsburger Eisenbahngesellschaft“ ihre endgültige Konzessionierung erhalten hat, wird Joseph Anton von Maffei auf der konstituierenden Verwaltungsratssitzung zunächst ins Direktorium und danach zum Vorsitzenden gewählt. 

04.10.1840 Die Bahnlinie von München nach Augsburg geht in Betrieb

München - Augsburg * Die rund 60 Kilometer lange Eisenbahn-Gesamtstrecke von München nach Augsburg kann erstmals der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Auf der vorerst eingleisigen Strecke braucht der Reisende - trotz der acht Zwischenstationen - eine Fahrzeit von nur 2 Stunden 45 Minuten.
Auf der Straße benötigt die Kutsche „17 Poststunden“ bis sie in der Banken- und Handelsmetropole am Lech ankommt.

In der Anfangszeit verkehren zwischen München und Augsburg täglich zwei Züge.
Sie fahren um 8 Uhr und um 15 Uhr an ihren Endpunkten ab.
Während der Sommermonate werden drei, gelegentlich vier Züge eingesetzt.

Neben dem Lokomotivbetrieb werden „Nacht-Fahrten mit Pferde-Kraft“ durchgeführt.

  • Bei diesen Fahrten ziehen neben den Schienen herlaufende Pferde die Wagen.
  • Die Reisenden brauchen - bei fünfmaligem Pferdewechsel - acht Stunden bis ans Ziel.
  • Da dieses Fahrten nicht rentabel sind und der Bahndamm dabei Schaden nimmt, werden sie nach kurzer Zeit wieder eingestellt. 
11.09.1841 Joseph Anton von Maffei's Lokomotive heißt „Der Münchner“

München - Berchtesdaden * Das von Joseph Anton von Maffei aufgesetzte Schreiben zur Namensgebung seiner in der „Hirschau“ gefertigten Lokomotive erhält der Verfasser mit einem von König Ludwig I. ausgeführten handschriftlichen Vermerk aus Berchtesgaden zurück: 

„Mit vielem Vergnügen erfuhr des Dampfwagens Erbauung aus München und dem ausgesprochenen Wunsche gemäß, daß ich ihm einen Namen geben möchte, soll er der „Münchner“ heißen“.

Von einem Kaufangebot für die Lokomotive ist nichts zu lesen.
Das wird bis noch 1845 dauern.

Überhaupt muss Joseph Anton von Maffei seine erste Lokomotive wie Sauerbier anbieten, denn „Der Münchner“ war keine Auftragsarbeit, sondern eher ein Gesellenstück, mit dem er die Leistungsfähigkeit seines Unternehmens unter Beweis stellen will.
Räder, Treibachse, Kesselbleche und einige feinmechanische Teile mussten noch aus England bezogen werden.

Und die „München - Augsburger Eisenbahngesellschaft“ hatte sich schon mit acht Lokomotiven eingedeckt und war damit überversorgt.

07.10.1841 Die „Münchner“ wird zum „Bahnhof auf dem Marsfeld“ gebracht

München-Englischer Garten - Hirschau * Die „Münchner“ genannte Lokomotive wird von „zehn Pferden gezogen und aufs Schönste mit Blumen und Girlanden geschmückt“ zum „Bahnhof auf dem Marsfeld“ gebracht.

Denn in der Zwischenzeit hatte Joseph Anton von Maffei, der „Vorsitzende der München-Augsburger-Eisenbahngesellschaft“, im „Maffeischen Eisenwerk“ in der „Hirschau“, mit dem Bau von Lokomotiven begonnen.
Das erforderliche technische „Know-how“ brachte der Engländer Joseph Hall in das Unternehmen ein. 

13.10.1841 Der Münchner erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 59 km/h

München-Englischer Garten - Hirschau * Der Münchner, die von dem englischen Ingenieur Joseph Hall in der Münchner Hirschau gefertigte Lokomotive absolviert erfolgreich ihre Probefahrt auf der Strecke München - Augsburg. Die Lokomotive ist noch vollständig einem englischen Vorbild nachgebaut.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 32 km/h auf der Horizontalen bei 161 Tonnen Anhängelast übertrifft sie jedoch die Leistung der englischen Vorbilder. Der Münchner erreicht bei Probefahrten sogar eine Spitzengeschwindigkeit von 59 Stundenkilometern. 

11.02.1847 Auch „Innenminister“ Karl August von Abel verweigert die Unterschrift

München * Nun soll Innenminister Karl August von Abel das Indigenat [Einbürgerung, Staatsangehörigkeit, Heimatrecht] für Lola Montez gegenzeichnen.  

Doch dieser versicherte sich der Solidarität seiner Justiz-, Finanz- und Kriegsminister-Kollegen und bittet in einem von ihm verfassten und gemeinsam unterzeichneten Memorandum um die „Entfernung der Unruhestifterin“ oder um „Amtsenthebung“.  

Der Inhalt des Memorandums, das Karl August von Abel in einem Akt mit der Aufschrift „Die unnennbare Weibsperson betr.“ aufbewahrt, wird in der Augsburger Allgemeinen Zeitung veröffentlicht. 

16.02.1847 Verärgert entlässt König Ludwig I. das gesamte Kabinett

München * Die Veröffentlichung des „Memorandums“ von Karl August von Abel in der „Augsburger Allgemeinen Zeitung“ verärgert den starrsinnigen König derart, dass er in seiner Empörung die vier „aufsässigen Minister“ entlässt.

Für die „Ultramontanen“ um „Minister“ Abel kommen jetzt liberale Männer in Amt und Würden.  

Man spricht jetzt vom „Ministerium der Morgenröte“.  

Mit der Neubesetzung der „Ministerien“ steht der Ernennung der Señora Lola Montez zur Gräfin Maria von Landsfeld nichts mehr im Weg.  

Immerhin ist es den deutschen Landesfürsten seit dem Jahr 1806 möglich, selbst „Adelsbriefe“ auszustellen.  
Auch König Ludwig I. macht von dieser Regelung regen Gebrauch und „adelte“ seine Künstler reihenweise - bezahlt sie dafür aber schlecht. 

11.02.1848 Lola Montez muss vor den aufgebrachten Münchnern fliehen

München-Maxvorstadt - Schloss Blutenburg * Am Morgen belagert eine aufgebrachte Menge das Palais Montez in der Barer Straße.  

Die ersten Steine fliegen, ein Eingreifen des Militärs wird als „aussichtslos“ angesehen.  
Der Bayerische Innenminister Franz von Berks meint sogar:
„Die Position an der Barer Straße ist unhaltbar“ und befürchtet, „die Gräfin könne eine Stunde nach dem Angriff eine Leiche sein“.  

Auch der Polizeidirektor will für Lolas Sicherheit nicht mehr garantieren und erklärt ihr, sie müsse innerhalb einer Stunde die Stadt verlassen. Da bleibt nur die Flucht.  
Lola Montez entkommt in einer Kutsche, die sie im Eiltempo aus der Stadt bringt.  

Das Palais der Gräfin von Landsfeld wird danach gestürmt - eine Verwüstung der Villa aber verhindert.  

Lola Montez flieht - eskortiert und bewacht von einem Tross, den Graf von Arco-Steppberg anführt - über die Vorstadt Au nach Baiersbrunn. Dort verlassen sie ihre Bewacher.  

Nun begibt sie sich über Schleichwege über Großhesselohe nach Schloss Blutenburg.  

Der Wirt meldet das Versteck, weshalb die Polizei die sich auf der Flucht befindliche Gräfin von Landsfeld festnimmt, sie nach Pasing bringt und in den Zug nach Augsburg setzt. 

10.11.1865 Ein neuer Streckenverlauf wird festgelegt

München-Untergiesing * Nur wenige Monate vor dem Ende des dreijährigen österreichischen Verhandlungsmarathons, legt sich die „Generaldirektion der Kgl. Bayerischen Staatseisenbahnen“ auf einen anderen Streckenverlauf fest.

Nach diesem sollte, um den Umweg über die „Großhesseloher Brücke“ zu umgehen, bereits in Friedenheim eine Trasse von der Hauptstrecke „München - Augsburg“ abzweigen und über Untersendling und einer neu zu erbauenden Isarbrücke nach Untergiesing und von dort weiter nach Haidhausen führen.

Diese Streckenführung ist gar nicht so revolutionär, da schon bei der Projektierung der Strecke „München - Salzburg“ in der 1850er Jahren dieser Verlauf zum Teil angedacht worden war.

Allerdings würde die neue Bahntrasse doppelt so teuer wie die ursprüngliche sein.
Die Planer können aber darstellen, dass die Bahnstrecke zehn Kilometer kürzer ist und außerdem weniger Steigungen überwinden muss.
Dadurch entsteht nicht nur eine enorme Zeitersparnis, sondern gleichzeitig ein beträchtlich verringerter Energieverbrauch.

Den Mehraufwand für die neue Brücke von 800.000 Gulden kann man in Kauf nehmen, da sich die erhöhten Baukosten bereits innerhalb weniger Jahre wieder amortisieren. 

22.03.1874 Das Augsburger „Stadttheater“ wird vom Feuer zerstört

Augsburg * Das Augsburger „Stadttheater“ wird vom Feuer zerstört.

05.06.1900 Gerüchte über König Ottos I. Gesundheitszustand

München * Die „Augsburger Abendzeitung“ meldet, dass König Otto I. an „Blasenkrebs“ leidet.

Die Meldung basiert auf Gerüchte. 

14.11.1901 Der Prozess gegen den „Räuber“ Mathias Kneißl beginnt

Augsburg * Der Prozess gegen den „Räuber“ Mathias Kneißl beginnt vor dem Oberlandesgericht Augsburg.

Nach vier Verhandlungstagen fällen die zwölf Geschworenen das Urteil: Mathias Kneißl wird zum Tode verurteilt. Ein eingereichtes Gnadengesuch lehnt Prinzregent Luitpold ab.

Der Ablauf des Gerichtsverfahrens und das Urteil selbst sind heftig umstritten. 

21.02.1902 Mathias Kneißl wird hingerichtet

Augsburg * Der „Räuber“ Mathias Kneißl wird vom Scharfrichter Franz Xaver Reichhart in Augsburg hingerichtet.

02.10.1918 Erste Veranstaltung des Arbeiterausschusses für einen guten Frieden

München * Gast der ersten öffentlichen Veranstaltung des „Freien Arbeiterausschusses für einen guten Frieden“ ist Karl Harrer, ein Mitglied der Thule-Gesellschaft und Sportjournalist bei der national-liberal orientierten München-Augsburger Abendzeitung

08.11.1918 Augsburg wählt einen Arbeiter- und Soldatenrat

Augsburg * Der Redakteur der sozialdemokratischen Schwäbischen Volkszeitung, Ernst Niekisch, informiert in aller Frühe die Führer der örtlichen Sozialdemokratischen Partei und der Gewerkschaften über die Vorgänge in München.

Da sich keiner der Angesprochenen traut in die Kasernen zu gehen und sich an die Spitze der Revolution zu stellen, begibt sich Niekisch zum Augsburger Divisionskommandeur. Die Ausweglosigkeit seiner Situation erkennend, lässt er Niekisch einen Provisorischen Soldatenrat wählen.

Und weil die Augsburger Mehrheitssozialdemokraten inzwischen von der Standfestigkeit der neuen Regierung überzeugen konnten, berufen sie eine Massenveranstaltung der Arbeiter ein, auf der Ernst Niekisch zum Vorsitzenden des Arbeiter- und Soldatenrats gewählt wird. 

11.11.1918 Gründung von weiteren von Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräten

Freistaat Bayern * Die Münchener Post meldet die friedliche Bildung von Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräten in Ingolstadt, Regensburg, Straubing, Augsburg, Kaufbeuren, Lindau, Bamberg, Landshut, Nürnberg und Würzburg. 

12.11.1918 Ein zitternder Herzog von Braunschweig und Lüneburg

Augsburg * Ernst August III. Herzog zu Braunschweig und Lüneburg und Prinz von Hannover hat es nach seiner Abdankung am 8. November 1918 mit seiner Familie nach Augsburg verschlagen. Er lebt in materieller Not in einem Hinterhof.

Da er als Ortsfremder keine Lebensmittelkarten erhält, bekommt er auf seine vorsichtige Anfrage vom Arbeiter- und Soldatenrat die Auskunft, dass er sich wie jeder andere Bürger bei der Behörde anmelden und seine Lebensmittelkarte persönlich abholen kann.

Herzog Ernst August III. spricht daraufhin persönlich beim Vorsitzenden des Augsburger Arbeiter- und Soldatenrats, Ernst Niekisch, vor: „Er zitterte am ganzen Körper, im buchstäblichen Sinn des Wortes klapperte er mit den Zähnen. Ich beruhigte ihn, niemand wolle ihm oder seiner Familie etwas zuleide tun. Ich händigte ihm die Lebensmittelkarten aus“

06.12.1918 Demonstranten besetzen Münchner Zeitungsredaktionen

München * Im Schwabingerbräu, Mathäserbräu und im Odeon werden Versammlungen für Soldaten abgehalten. Die Versammlungsteilnehmer demonstrieren im Anschluss gegen die Münchner Presse.

Die Räume der Münchner Neuesten Nachrichten, des Bayerischen Kuriers, der München-Augsburger Abendzeitung und der Münchner Zeitung werden besetzt. Die Besetzer erlassen umfangreiche Zensurvorschriften, die beim Eintreffen der Republikanischen Schutztruppe und vor allen auf Kurt Eisners Zureden zurückgenommen werden.

Die Demonstranten ziehen daraufhin zu Innenminister Erhard Auer, um ihn wegen

  • seiner Haltung in den Januarstreiks und
  • seines Eintretens für eine demokratische, nicht-sozialistische Republik  

mit Gewalt zum Rücktritt von seinem Ministerposten zu zwingen. 

12.01.1919 Stuttgarter Spartakisten wollen den Hauptbahnhof besetzen

Augsburg * Am Abend erfährt die Bahnhofskommandantur aus Augsburg, dass Spartakisten aus Stuttgart auf dem Weg sind, die den Münchner Hauptbahnhof erobern wollen.  

Umgehend werden umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, doch es bleibt ruhig in dieser Nacht. 

18.02.1919 Die „Münchner Augsburger Abendzeitung“ ruft zur „Kundgebung“ auf

München * Die „Münchner Augsburger Abendzeitung“ ruft zu einer „Riesenkundgebung“ auf:  

  • „Für Ordnung, Freiheit und Demokratie.
  • Gegen die bolschewistische Gefahr und den drohenden Bürgerkrieg“
25.02.1919 Alle bürgerlichen Zeitungen können wieder erscheinen

München * Alle bürgerlichen Zeitungen können wieder erscheinen, allerdings bis zum 15. März unter einer - mäßig strengen - Vorzensur.  

In den „Münchner Neuesten Nachrichten“, der „Münchener Zeitung“ und der „München-Augsburger Abendzeitung“ wird an prominenter Stelle ein vom „Zentralrat“ vorformulierter Artikel veröffentlicht, der sich „gegen jede Reichseinmischung in bayerische Verhältnisse“ verwahrt. 

22.03.1919 Artikel gegen das „Gesetz über die Aufhebung des bayerischen Adels“

München * Die „München-Augsburger Abendzeitung“ wendet sich in einem Artikel gegen das vom „Bayerischen Landtag“ vier Tage zuvor beschlossene „Gesetz über die Aufhebung des bayerischen Adels“.

03.04.1919 Die Forderungen nach einem „Rätesystem“ werden wieder lauter

Augsburg * Seit Ende März werden die Forderungen nach einem „Rätesystem“ wieder lauter.

Eine Versammlung in Augsburg fordert erneut die Errichtung einer „Räterepublik“ und ein „Bündnis mit den Sowjetrepubliken Ungarns und Russlands“

04.04.1919 Forderungen nach Ausrufung einer „Räterepublik“

München-Kreuzviertel * Eine Delegation der Augsburger „Räte“ erscheint im Ministerrat und trägt ihre Forderung nach Ausrufung einer „Räterepublik“ vor.  

Die SPD-Minister wollen in Abwesenheit des Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann aber keine Entscheidung treffen. 

09.04.1919 Telefonverkehr mit München stark eingeschränkt

München - Bayern - Berlin - Leipzig - Frankfurt - Hamburg * Den telefonischen Verkehr mit München haben inzwischen Augsburg, Ingolstadt, Nürnberg, Würzburg, Berlin, Hof, Leipzig, Frankfurt und Hamburg eingestellt. 

20.04.1919 Nach drei Tagen kapitulieren die Augsburger

Augsburg * Ostersonntag: Augsburg kapituliert, nachdem sich die Arbeiter drei Tage erbittert gewehrt haben.

Dadurch können die „Weißen Truppen“ den strategisch wichtigen Eisenbahnknotenpunkt einnehmen.
Eine für die Eroberung Münchens wichtige Voraussetzung. 

23.04.1939 Liesl Karlstadt bricht während der Vorstellung zusammen

Augsburg * Während eines Gastspiels mit Karl Valentin im „Apollotheater“ in Augsburg bricht Liesl Karlstadt zusammen. 

Daraufhin zieht sie sich von der Bühne zurück.

Karl Valentin lässt umgehend Annemarie Fischer aus München kommen und besetzt die Karlstadt-Rolle bis zur Beendigung des Engagements am 30. April mit ihr.




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