Personenverzeichnis

Albert Roßhaupter

Ereignisse

08.11.1918 Eine Provisorische Bayerische Regierung wird gebildet

München-Kreuzviertel * Um 15:38 Uhr tritt der Provisorische Nationalrat des Volksstaatse Bayern zu seiner zweiten Sitzung zusammen, um eine Provisorische Bayerische Regierung zu wählen.  

Eisner schlägt folgende Zusammensetzung der Regierung vor:  

  • Das Ministerium des Äußeren und damit das Präsidium übernimmt Kurt Eisner selbst.  
  • Vizepräsident und Kultusminister wird der Mehrheitssozialdemokrat Johannes Hoffmann.  
  • Ebenfalls MSPD sind der Minister für militärische Angelegenheiten, Albert Roßhaupter, 
  • und der Justizminister Johannes Timm.  
  • Das Innenministerium erhält der Vorsitzende der bayerischen Mehrheitssozialdemokraten, Erhard Auer.  
  • Das Verkehrsministerium überträgt Eisner einem bürgerlichen Fachmann: Heinrich von Frauendorfer.  
  • Das Ministerium der Finanzen vertraut Eisner dem Professor für Staatswissenschaften, Edgar Jaffé an, der den Unabhängigen nahe steht.  
  • Das neu geschaffene Ministerium für soziale Angelegenheiten leitet der Unabhängige Sozialdemokrat Hans Unterleitner.  

Die Benennung Erhard Auers zum Innenminister ruft neben Beifall auch Unmutsäußerungen hervor. Bei der Abstimmung erhält Auer eine überwiegende Mehrheit.  

Eisner will mit Auers Ernennung seinen schärfsten Gegner unter Kontrolle bringen. Daneben ist ihm bewusst, dass die MSPD die Nichtbesetzung des Innenministeriums mit ihrem Vorsitzenden als Affront empfunden und sich möglicherweise mit der Bourgeoisie gegen die Revolutionsregierung verbünden würde. Auer dagegen kann der MSPD dadurch den Einfluss auf die kommenden Ereignisse sichern.  

Das Landwirtschaftsministerium wollte Eisner ursprünglich mit einem revolutionären Bauernbündler besetzen. Doch das kann Erhard Auer verhindern. Es wird nicht gebildet, da der MSPD-ler darin eine Beschneidung seines Ressorts sieht und er dem Eisner-nahen Bayerischen Bauernbund - BBB kein zusätzliches Machtinstrument an die Hand geben will. 

10.11.1918 Stadtkommandant Arnold wird abgesetzt

München * Der Minister für militärische Angelegenheiten, Albert Roßhaupter, informiert die Bevölkerung von der Absetzung des bisherigen Stadtkommandanten Arnold und lässt dessen Anordnungen für ungültig erklären.

13.11.1918 Forderungen zu freiwilliger Zucht und Unterordnung

München * Ministerpräsident Kurt Eisner, der Minister für militärische Angelegenheiten Albert Roßhaupter und der Arbeiter- und Soldatenrat Sauber fordern die Soldaten zu freiwilliger Zucht und Unterordnung auf. 

Im ganzen Land werden Übergriffe und Eingriffe der Arbeiter- und Soldatenräte in das öffentliche Rechtsleben und die Verwaltung beklagt.

22.11.1918 Die Vorläufige Verordnung für die Soldatenräte unterzeichnet

München * Der Minister für militärische Angelegenheiten, Albert Roßhaupter, und Fritz Sauber vom provisorischen Landessoldatenrat unterzeichnen die Vorläufige Verordnung für die Soldatenräte.

Sie beinhaltet

  • die Gehorsamspflicht der Soldatenräte und
  • die ausschließliche Befehlsgewalt der militärischen Führer während des militärischen Dienstes.
  • Die Soldatenräte sind zu „Eingriffen in nichtmilitärische Gebiete, z.B. in die Zivilverwaltung […] nicht befugt“
22.11.1918 Eine Republikanische Schutztruppe wird gegründet

München-Kreuzviertel * Zur persönlichen Sicherheit der Regierungsmitglieder wird von Alfred Seyffertitz die Republikanische Schutztruppe gegründet und Albert Roßhaupter, dem Minister für militärische Angelegenheiten unterstellt. 

04.12.1918 Demonstration für die Einberufung der Bayerischen Nationalversammlung

München-Kreuzviertel * 500 Pioniere in Begleitung ihrer Offiziere demonstrieren vor dem Sitz des Ministerpräsidenten im Montgelas-Palais für die Einberufung der Bayerischen Nationalversammlung.  

Ministerpräsident Kurt Eisner, Innenminister Erhard Auer und Militärminister Albert Roßhaupter sprechen mit den Versammelten und sichern ihnen die baldige Bekanntgabe des Einberufungstermins der Nationalversammlung zu.

24.01.1919 Für einen „gerechten Frieden“ im „Deutschen Theater“

München-Ludwigsvorstadt * Im „Deutschen Theater“ treffen sich Angehörige und Anhänger aller Parteien zu einer „machtvollen Kundgebung“.  

Es geht um „den Völkerbund und einen gerechten Frieden“.  

Es sprechen der „Minister für militärische Angelegenheiten“, Albert Roßhaupter [SPD], Joseph Graf von Pestalozza [BVP], Professor Dr. Moritz Julius Bonn, die „Frauenrechtlerin“ Lida Gustava Heymann und Professor Dr. Lujo Brentano. 

27.01.1919 „Kasernenräte“ planen eine Massendemonstration gegen Offiziere

München * Die „Kasernenräte“ planen eine Massendemonstration gegen die Offiziere der Münchner Garnison.  

In Verhandlungen kommt der „Minister für militärische Angelegenheiten“, Albert Roßhaupter, den Organisatoren so weit in ihren Forderungen entgegen, dass sie von weiteren Aktionen absehen. 

12.02.1919 Albert Roßhaupter ruft zum Eintritt in den „Volksheimatschutz“ auf

München * Albert Roßhaupter, der „Minister für militärische Angelegenheiten“ ruft die wehrfähigen Männer zum Eintritt in den „Volksheimatschutz“ auf.  

Dieser soll „die Gefahr des drohenden Krieges im Lande, den der Bolschewismus entfesseln kann“, eindämmen. 

13.02.1919 Die „Räte

München-Ludwigsvorstadt * Ein Teil der Teilnehmer des „Kongresses der Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte“ sehen in dem Aufruf des „Ministers für militärische Angelegenheiten“, Albert Roßhaupter, die wehrfähigen Männer zum Eintritt in den „Volksheimatschutz“ zu bewegen, die Absicht, eine „Weiße Garde“ zu gründen.  

Sie fordern den Rücktritt des „SPD-Staatsministers“

15.02.1919 Die „Ministerkrise“ wird für beendet erklärt

München-Ludwigsvorstadt * Die „Ministerkrise“, die Albert Roßhaupter durch seinen Aufruf an die wehrfähigen Männer zum Eintritt in den „Volksheimatschutz“ ausgelöst hat, ist beendet.  

„Ministerpräsident“ Kurt Eisner wird gegenüber dem „Kongress der Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte“ eine entsprechende Erklärung abgeben. 

18.02.1919 Kritik am „Vollzugsausschuss“, „Landessoldatenrat“ sowie Kurt Eisner

München * In einer Erklärung des „1., 2. und 3. Fußartillerie-Regiments“ stellen sich diese gegen den „Vollzugsausschuss“ und den „Landessoldatenrat“ sowie gegen Kurt Eisner.

Dafür unterstützen sie Albert Roßhaupter. 

21.02.1919 „Militärminister“Albert Roßhaupter kommt in „Schutzhaft“

München-Kreuzviertel * „Kultusminister“ Johannes Hoffmann tritt von seinem Amt zurück.  

Albert Roßhaupter, der „Minister für militärische Angelegenheiten“, wird in „Schutzhaft“ genommen.  




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