Personenverzeichnis

Liesl Karlstadt

Ereignisse

12.12.1892 Elisabeth Wellano - alias Liesl Karlstadt - wird geboren

München * Elisabeth Wellano, die spätere Liesl Karlstadt, wird als Fünftes von 9 Kindern geboren.

01.07.1908 Elisabeth Wellano erhält eine Anstellung im „Kaufhaus Hermann Tietz“

München-Angerviertel * Nach einer Textillehre bei der „Firma Eder“ am Viktualienmarkt erhält Elisabeth Wellano eine Anstellung im „Kaufhaus Hermann Tietz“.

22.06.1909 Elisabeth Wellanos Mutter stirbt

München * Elisabeth Wellanos (= Liesl Karlstadt) Mutter stirbt.

15.02.1911 Elisabeth Wellano kündigt ihren Job bei „Hermann Tietz“

München * Elisabeth Wellano kündigt ihren Job bei „Hermann Tietz“ und steht für 3.- Mark Gage jeden Abend auf der Bühne im „Frankfurter Hof“.

06.05.1911 Elisabeth Wellano unterschreibt einen Bühnenkontrakt

München * Elisabeth Wellano unterschreibt einen Bühnenkontrakt bei Adalbert Meiers „Gesellschaft die lustigen Dachauer“.

Ihre monatliche Gage ist doppelt so hoch wie ihr Verdienst im Kaufhaus Hermann Tietz war.
Das Engagement dauert vom 1. Juni 1911 bis 1. Juli 1912.

01.08.1914 Karl Valentin erzählt über den Kriegsausbruch

München * Karl Valentin erzählt über den Kriegsausbruch:  

„Für 1. August 1914 war ich wieder bei Benz engagiert.
Eine Revue ‚Im Lande der Kastanien‘ sollte einstudiert werden, mehrere Nachmittage wurde fest geprobt, [...] - mitten im Kampfe ein Trommelwirbel aus der Ferne? ...
Wir unterbrachen die Probe und eilten auf die Straße, da stand, [...] ein Trommler [...] und neben ihm ein Sergant, der Folgendes vorlas: ‚Im Namen seiner Majestät, König Ludwig III. von Bayern - Frankreich hat heute den Krieg erklärt usw.‘.  

Schweigend gingen wir in das Haus zurück, die Probe war aus und acht Tage später gingen schon mindestens zehn Männer aus dem Hause Benz hinaus und sangen mit Blumen geschmückt; ‚Ich hatt‘ einen Kameraden‘.

Vierzehn Tage nach Ausbruch des Krieges durfte, um den in der Heimat weilenden Artisten, Schauspielern usw. Verdienstmöglichkeiten zu geben, wieder gespielt werden mit der Bedingung, zeitgemäße Darbietungen zu bringen.  

Jeder Theaterdirektor empfahl patriotische Darbietungen zu bringen.  
Auch ich musste, obwohl es eigentlich von mir als Blödsinn-Interpret niemand gewohnt war, auch ernste Sachen bringen, so unter anderem eine Kriegsmoritat.
Der Erfolg war groß und zwei Monate sang ich als Komiker traurige, ernste Vorträge. 

Karl Valentin und Liesl Karlstadt beteiligen sich im Ersten Weltkrieg an insgesamt rund 120 „Lazarett-Vorstellungen“.  
Im Gegensatz zu „einigen großen Persönlichkeiten der Münchner Hofbühne“, die den kranken Soldaten „blutige Schlachtengedichte“ vortragen, leisten sie den Genesenden mit ihrem „lustigen, harmlosen Späßen“ einen wesentlich größeren Nutzen. 

13.12.1914 Liesl Karlstadt's Vater stirbt

München * Einen Tag nach Elisabeth Wellanos 22. Geburtstag stirbt ihr Vater.

01.06.1915 Valentin/Karlstadt übernehmen die Direktion des „Kabarett Wien-München“

München-Ludwigsvorstadt * Karl Valentin und Liesl Karlstadt übernehmen gemeinsam die Direktion des „Kabarett Wien-München“ im „Hotel Wagner“ in der Sonnenstraße.

Das Engagement dauert bis 15. Dezember 1916.
Das sind fast eineinhalb Jahre. 

04.12.1915 Premiere der „Schau- & Sturzflüge im Zuschauerraum“

München-Ludwigsvorstadt * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Schau- & Sturzflüge im Zuschauerraum“ im „Kabarett Wien-München“ im „Hotel Wagner“ in der Sonnenstraße 23.

Das Stück wird 98 mal aufgeführt.

04.03.1916 Premiere: „Aus der guten alten Zeit - Unsere Bürgerwehr vor 100 Jahren“

München-Ludwigsvorstadt * Das Bühnenstück „Aus der guten alten Zeit - Unsere Bürgerwehr vor 100 Jahren“ von Karl Valentin und Alois Hönle hat im Kabarett Wien-München im Hotel Wagner in der Sonnenstraße Premiere. 

Die Regie führt Georg Rückert.

„Diese neue Idee von Karl Valentin soll nur bezwecken, das P.T. Publikum auf einige Stunden die jetzige schwere Zeit vergessen zu machen getreu dem alten Motto: ‚Lachen ist gesund‘“.

15.12.1916 Valentin-Karlstadt beenden ihr Engagement im „Kabarett Wien-München“

München-Ludwigsvorstadt * Karl Valentin und Liesl Karlstadt beenden ihr Engagement im „Kabarett Wien-München“ im „Hotel Wagner“ in der Sonnenstraße. 

16.12.1916 Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten im „Annenhof“ auf

München-Lehel * Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten im „Annenhof“, in der Liebigstraße 22 auf.

01.03.1917 Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten im „Serenissimus“ auf

München-Maxvorstadt * Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten vom 1. März 1917 bis zum 1. Oktober 1919 im „Serenissimus“ in der Akademiestraße auf. 

26.07.1918 Valentin-Karlstadt bei der 100. Lazarett- und Verwundeten-Vorstellung

München * Bei der „100. Lazarett- und Verwundeten-Vorstellung“ treten Karl Valentin und Liesl Karlstadt neben anderen Künstlern „Im Dienste des Roten Kreuzes“ im „Vereinslazarett der Münchener Rück-Versicherungs-Gesellschaft“ auf. 

08.08.1918 Liesl Karlstadt tritt erstmals als Kapellmeister auf

München * Liesl Karlstadt spielt erstmals den Kapellmeister in dem Valentin-Karlstadt-Bühnenstück „Theater in der Vorstadt“.

26.10.1918 Liesl Karlstadt erhält das König-Ludwig-Kreuz

München * Für ihre „ersprießliche Tätigkeit im Dienste des Roten Kreuzes“ erhält „Frl. Elise Wellano, gen. Liesl Karlstadt, Humoristin“ das „König-Ludwig-Kreuz“ verliehen.

Karl Valentin und Liesl Karlstadt waren zuvor bei zahllosen „Weihnachts- und Vereinsfeiern, Wohltätigkeits-, Lazarett-, Kriegsfürsorge- und Heimkehrervorstellungen“ aufgetreten. 

12.11.1918 „Tuast‘n runter, dein Preiselbeerorden!“

München * Liesl Karlstadt hatte am 26. Oktober 1918 für ihre „ersprießliche Tätigkeit im Dienste des Roten Kreuzes“ das „König-Ludwig-Kreuz“ erhalten.

„An dem Orden hab‘ i mi net lang freu‘n können. In der Revolution sagen so a paar Strizzi zu mir: ‚Tuast‘n runter, dein Preiselbeerorden, sonst miassat ma‘n kassier‘n!‘ Da hab i‘n halt runtertan!“

17.09.1919 Die ersten Schallplattenaufnahmen mit Liesl Karlstadt

München-Au * Am 17. und 18. September entstehen die ersten Schallplattenaufnahmen - im Trichterverfahren - mit Liesl Karlstadt und der Schallplattenfirma Polyphon im Festsaal der Paulanerbräu-Gaststätte München.

01.02.1922 Das Komikerpaar Valentin-Karlstadt tritt im „Germania-Brettl“ auf

München-Ludwigsvorstadt * Das Komikerpaar Valentin-Karlstadt tritt bis 15. August im „Germania-Brettl“ in der Schwanthalerstraße auf.

01.07.1922 Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Das Christbaumbrettl“

München-Ludwigsvorstadt * Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Das Christbaumbrettl“ im „Germania-Brettl“ in der Schwanthalerstraße 28.

Das Stück wird 193 Mal aufgeführt.

29.09.1922 Das Brecht-Bühnenstück „Trommeln in der Nacht“ wird uraufgeführt

München-Maxvorstadt * Das Theaterstück „Trommeln in der Nacht“ des 24-jährigen Bert Brecht, wird unter der Regie von Otto Falckenberg in den „Münchner Kammerspielen“, damals noch in der Augustenstraße 89, uraufgeführt.

Das Stück spielt vor dem Hintergrund der revolutionären Kämpfe in Deutschland 1918/19. Bei der Uraufführung hängen im Zuschauerraum Plakate mit Aufschriften wie „Glotzt nicht so romantisch“.

Karl Valentin und Liesl Karlstadt sind bei der Premiere anwesend.
Das Stück wird am nächsten Tag unter Mitwirkung von Valentin/Karlstadt parodiert. 

30.09.1922 Gemeinsamer Auftritt Valentin-Karlstadt mit Berthold Brecht

München-Maxvorstadt * Nach der Aufführung des Bert-Brecht-Bühnenstücks „Trommeln in der Nacht“ wird in den Münchener Kammerspielen in der Augustenstraße 89 in der Nachtvorstellung zwischen 22:00 und 23:30 Uhr die Uraufführung von „Die rote Zibebe. Improvisationen in zwei Bildern von Bert Brecht und Karl Valentin“ gezeigt.

Die  „Improvisationen“ bestehen laut Programmzettel im ersten Bild aus dem Bert-Brecht-Stück „Der Abnormitätenwirt“ und dem zweiten Teil „Weihnachtsabend“, der sich aus einer „Hochradnummer“ und dem Valentin-Karlstadt-Einakter „Das Christbaumbrettl“ zusammensetzt.

Für das Humoristenpaar Valentin-Karlstadt stellen die Auftritte in „Die rote Zibebe“ zugleich ihr Debüt auf einer Theaterbühne dar, womit ihnen erstmals der Sprung ins „richtige Theater“ gelingt. 

01.10.1922 Weitere Aufführungen des Bühnenstücks Die rote Zibebe

München-Maxvorstadt * Nach der Nachmittagsvorstellung des Dramas „Das Weib auf dem Tiere“ von Bruno Frank und schließlich nach der Abendvorstellung des Bühnenstücks „Helden“ von George Bernard Shaw wird jeweils „Die rote Zibebe. Improvisationen in zwei Bildern von Bert Brecht und Karl Valentin“ gezeigt.

Die „Improvisationen“ bestehen aus dem Bert-Brecht-Stück „Der Abnormitätenwirt“ und aus einer „Hochradnummer“ und dem Valentin-Karlstadt-Einakter „Das Christbaumbrettl“

05.10.1922 Das Christbaumbrettl weiterhin in den Münchener Kammerspielen

München-Maxvorstadt * Das Valentin-Karlstadt-Bühnenstück „Das Christbaumbrettl“ bleibt als „einaktiger Scherz“ weiterhin im Programm der Münchener Kammerspielen in der Augustenstraße 89 und wird zwischen dem 5. und 15. Oktober 1922 noch viermal in den legendären Nachtvorstellungen aufgeführt. 

09.12.1922 Premiere des Valentin-Karlstadt-Stücks „Der Firmling“

München-Ludwigsvorstadt * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Der Firmling“ im „Germania-Brettl“ in der Schwanthalerstraße 28. 

Das Stück erlebt 395 Vorstellungen.

01.03.1923 Karl Valentin und Liesl Karlstadt spielen bis 31. März in Wien

Wien * Karl Valentin und Liesl Karlstadt spielen bis 31. März in Wien bei „Leopoldi/Wiesenthal" in der Rotgasse.

01.06.1923 Gastspielreise von Karl Valentin und Liesl Karlstadt nach Zürich

Zürich * Gastspielreise von Karl Valentin und Liesl Karlstadt nach Zürich, wo sie bis 15. Juni in der „Bonbonniere“ auftreten.

09.08.1923 Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Großfeuer“

München-Maxvorstadt * Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Großfeuer“ im „Steinickesaal“ in der Adalbertstraße 15.

Das Stück wird 67 Mal aufgeführt.

15.11.1923 Valentin und Karlstadt geben ein Gastspiel im „chat noir“ in Wien

Wien * Karl Valentin und Liesl Karlstadt geben bis 15. Dezember ein Gastspiel im „chat noir“ in der Mariahilferstraße in Wien.

01.04.1924 Uraufführung der „Raubritter vor München“ in den „Kammerspielen“

München-Maxvorstadt * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Raubritter vor München“ in den „Kammerspielen“ in der Augustenstraße 89. 

Das Stück erlebt 284 Vorstellungen.

12.09.1924 Karl Valentin und Liesl Karlstadt zu einem Gastspiel nach Berlin

Berlin * Karl Valentin und Liesl Karlstadt machen sich zu einer Gastpielreise nach Berlin auf. 

15.09.1924 Valentin und Karlstadt treten im Neuen Operettenhaus in Berlin auf

Berlin * Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten im Neuen Operettenhaus am Schiffbauerdamm in Berlin mit „Theater in der Vorstadt“ auf.  

01.01.1925 Das Valentin-Bühnenstück „Der Bittsteller“ hat Premiere

München-Graggenau * Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Der Bittsteller“ in der „Bonbonniére“ in der Neuturmstraße 5. 

Das Stück wird 139 Mal aufgeführt.

04.04.1925 Uraufführung des Bühnenstücks „Der reparierte Scheinwerfer“

München-Graggenau * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Die beiden Elektrotechniker“, später „Der reparierte Scheinwerfer“ im  „Cherubin-Theater“ in der Maximilianstraße, Eingang Marstallstraße 7. 

Das Stück wird 296 Mal aufgeführt.

05.05.1926 Premiere des Valentin-Bühnenstücks „Das Brilliantfeuerwerk“

München-Graggenau * Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Brilliantfeuerwerk oder Ein Sonntag in der Rosenau“ im  „Schausspielhaus“ in der Maximilianstraße 26. 

Das Stück erlebt 256 Vorstellungen.

01.09.1926 Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Im Senderaum“

München-Ludwigsvorstadt * Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Rundfunkszene“, später „Der Antennendraht/Im Senderaum“ im  „Deutschen Theater“ in der Schwanthalerstraße 13. 

Das Stück wird insgesamt 498 Mal aufgeführt.

07.06.1927 Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Im Photoatelier“

München-Maxvorstadt * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Im Photoatelier“ im „Apollo-Theater“ in der Dachauer Straße 19.

Das Stück wird 348 Mal gespielt.

14.01.1928 Karl Valentin und Liesl Karlstadt im Berliner „Kabarett der Komiker“

Berlin * Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten im Berliner „Kabarett der Komiker“ auf.
Das Engagement ist ursprünglich bis zum 20. Februar geplant.

Vier Stücke spielt das Komikerpaar Valentin-Karlstadt:
„Der Firmling“, „Die Orchesterprobe“, „Der reparierte Scheinwerfer“ und „Im Senderaum“.  
Während die anderen Stücke Pulikumsrenner sind, fällt „Der Firmling“ bei den Berlinern durch.

Der Überredungskunst Liesl Karlstadts ist es zu verdanken, dass er dem Wunsch der Theaterleitung zustimmt und seine Auftritte bis Ende des Monats ausdehnt. 

Er erhält dafür - mit 350 Mark für täglich zwei Vorstellungen - die höchste Gage, die je einem Gaststar im „Kabarett der Komiker“ bezahlt worden ist.

Gutes Geld vermindert scheinbar das Heimweh des „Volkssängers“.

23.08.1928 Premiere des Valentin-Stücks „Der Flug zum Mond im Rakentenflugzeug“

München-Isarvorstadt * Uraufführung des als „technische Bühnenneuheit“ angepriesen Karl-Valentin-Stücks „Der Flug zum Mond im Rakentenflugzeug“ im „Kolosseum“, Kolosseumstraße 4.

Das Stück erlebt 64 Vorstellungen.

20.01.1929 Wiederentdeckte Valentin-Stummfilme

München-Hackenviertel * Der Filmsammler und Publizist Walter Jerven führt die wiederentdeckten Stummfilme „Valentins Hochzeit“ aus dem Jahr 1914 und „Karl Valentin und Liesl Karlstadt auf der Oktoberfestwiese“ im „Ufa-Theater“ am Sendlinger Tor vor. 

Unter dem Titel „Aus der Kinderstube des Films“ werden die Streifen in einer Matineeveranstaltung der „Bayerischen Landesfilmbühne“ gezeigt. 

13.02.1929 Premiere: „In der Schreiner-Werkstätte“

München-Maxvorstadt * Premiere der Valentin-Karlstadt-Tonfilmimitation „In der Schreiner-Werkstätte“ im „Apollotheater“.

Während auf der Leinwand der Film läuft, wird dahinter die dazu passende Tonkulisse erzeugt. 
Die „Münchner Neuesten Nachrichten“ schreiben dazu: „Man hört Hunderte verschiedene Geräusche, fallende Bretter, Suppenlöffel, Säge, Laufschritte usw.: sehr deutlich ist das, was gesprochen, gezankt wird; und sogar durchaus synchron“

03.03.1929 Erfolg in Berlin: „Aus der Kinderstube des Films“

Berlin * Im Berliner Kino „Kapitol am Zoo“ werden die unter dem Titel „Aus der Kinderstube des Films“ zusammengefassten Karl-Valentin-Filme gezeigt. 

Der Münchner Komiker wird von der überregionalen Filmkritik gefeiert.

03.04.1929 Das „Apollo-Theater“ wird geschlossen

München-Maxvorstadt * Das „Apollo-Theater“ in der Dachauer Straße 19 wird geschlossen.

29.05.1929 Filmpremiere: „Wochenschau von Karl Valentin und Liesl Karlstadt“

München * Uraufführung der „Wochenschau von Karl Valentin und Liesl Karlstadt. Serie 14“.

01.11.1929 Gastspiel von Karl Valentin und Liesl Karlstadt in Berlin

Berlin * Karl Valentin und Liesl Karlstadt geben ein Gastsspiel im „Kabarett der Komiker“ in Berlin. 

Im November geben sie das Bühnenstück „Im Photoatelier“

01.12.1929 Karl Valentin und Liesl Karlstadt spielen in Berlin „Die Orchesterprobe“

Berlin * Karl Valentin und Liesl Karlstadt spielen im Berliner „Kabarett der Komiker“ das Bühnenstück „Die Orchesterprobe“ (= „Tingeltangel“).

28.12.1929 Uraufführung des Stummfilms „Der Sonderling“

München * Uraufführung des Stummfilms „Der Sonderling“ mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt in den Hauptrollen in drei Münchner Kinos. 

Der Film wird 1942 von der NS-Zensur wegen „Verletzung des künstlerischen Empfindens“ verboten.

01.01.1930 Karl Valentin und Liesl Karlstadt spielen das „Clownsduett“ in Berlin

Berlin * Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten im Berliner „Kabarett der Komiker“ mit dem Bühnenstück „Clownsduett“ (= „Die verhexten Notenständer“) auf.  

Das Berliner Engagement endet am 15. Januar. 

03.11.1930 Uraufführung des Karl-Valentin-Bühnenstücks „An Bord“

München-Isarvorstadt * Uraufführung des Karl-Valentin-Bühnenstücks „An Bord“ im „Kolosseum“, Kolosseumstraße 4.

Das Stück erlebt 188 Vorstellungen.

14.12.1930 Liesl Karlstadt spielt in den „Kammerspielen im Schauspielhaus“

München-Graggenau * Otto Falckenberg holt Liesl Karlstadt an die „Münchner Kammerspiele im Schauspielhaus“ an der Maximilianstraße, wo sie die Rolle der um ihren Hund kämpfenden Frau Vogl in der Komödie „Sturm im Wasserglas“ schlüpft. 

Liesl Karlstadt vertritt Therese Giehse, die zu diesem Zeitpunkt ein Engagement in Berlin hat.

17.01.1931 Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten im „Goethesaal“ auf

München-Schwabing * Am 17. und 18. sowie vom 26. bis 28. Januar treten Karl Valentin und Liesl Karlstadt im „Goethesaal“ in der Leopoldstraße auf.

02.02.1931 Karl Valentins „Antrag eines Bühnenspielbetriebs im Goethesaal“

München-Schwabing * Karl Valentin stellt den „Antrag zur Erteilung eines Bühnenspielbetriebs im Goethesaal“ in der Leopoldstraße 46a und begründet diesen mit seiner Asthmaerkrankung.

Doch selbst ein Künstler wie Karl Valentin muss sich den polizeilichen Vorgaben unterwerfen.
Er erhält zwar die „Konzession“, doch kleinliche behördliche Auflagen zwingen ihn schon bald wieder zur Aufgabe des Lokals.

Die „Feuerpolizei“ will ihm sogar eine wichtige Pointe aus dem Bühnenstück „Im Photoatelier“ zunichte machen.
Sie verbietet Karl Valentin, dass das in der Szene vom Gehilfen abgeschnittene glühende Ende der Zigarette, die Valentin verbotenerweise im Atelier raucht, auf den Boden fällt und sich durch seine Rauchentwicklung verrät, was zu Valentins Ausrede führt, es handle sich dabei wohl um ein „Glühwürmchen“.

28.02.1931 Offizielle Eröffnung der „Valentin-Bühne im Goethesaal“

München-Ludwigsvorstadt * Offizielle Eröffnung von Karl Valentins und Liesl Karlstadts „Valentin-Bühne im Goethesaal“

Das Unternehmen entwickelt sich im ersten Monat ganz gut.

22.04.1931 Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films „Die beiden Musikal-Clowns“

München-Ludwigsvorstadt * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Stummfilms „Die beiden Musikal-Clowns“ im „Deutschen Theater“ anlässlich der Tagung des „Reichsverbands Deutscher Lichtspieltheaterbesitzer“

Der Film kommt nie in die Kinos.

23.04.1931 Die „Valentin-Bühne im Goethesaal“ ist am Ende

München-Schwabing * Das „Valentin-Karlstadt-Unternehmen im Goethesaal“ ist schon wieder am Ende. 

Ein Berg offener Rechnungen bleibt übrig.

26.04.1931 „Die Behörden erschwerten ihm die Arbeit auf seiner eigenen Bühne“

München * In der „Süddeutschen Sonntagspost“ heißt es zu Karl Valentins Scheitern im „Goethesaal“

„Seine Nervenzerrüttung ist in erster Linie auf die zahlreichen, fortgesetzten, paragraphenhaften, kleinlichen Reklamationen zurückzuführen, mit denen die Behörden ihm die Arbeit auf seiner eigenen Bühne erschwerten“.

23.12.1931 Der Fotoband „Das Karl Valentin Buch“ erscheint

München * Der Fotoband „Das Karl Valentin Buch“ erscheint im „Verlag Knorr & Hirth“.

Der überdimensionale Untertitel des Buches lautet:
„Erstes und einziges Bilderbuch von Karl Valentin über ihn und Lisl Karlstadt mit Vorwort und ernsthafter Lebensbeschreibung und Bildunterschriften von ihm selbst, sowie zwei Aufsätzen von Tim Klein und Wilhelm Hausenstein“

12.01.1932 Uraufführung der Valentin-Komödie „Er und Sie“

München-Isarvorstadt * Im „Kolosseum“, Kolosseumstraße 4, kommt die Valentin-Komödie „Er und Sie“ zur Uraufführung. 

Das Stück beruht im Wesentlichen auf dem Stummfilm „Karl Valentin und Liesl Karlstadt auf der Oktoberfestwiese“ von 1923. 

Es erlebt 87 Vorstellungen.

16.05.1932 Die Dreharbeiten für den Tonfilm „Die verkaufte Braut“ beginnen

München-Geiselgasteig * Die Dreharbeiten für Karl Valentins und Liesl Karlstadts ersten abendfüllenden Tonfilm „Die verkaufte Braut“ in den „Emelka-Studios“ in Geiselgasteig dauern bis zum 5. Juli 1932.

Der Regisseur Max Ophüls versteht es ausgezeichnet, sich auf Valentins Textschwäche einzustellen.

04.06.1932 Karl Valentin feiert seinen 50. Geburtstag

München * Zu Karl Valentins 50. Geburtstag trägt Liesl Karlstadt ein langes und liebevolles Geburtstagsgedicht vor. 

16.08.1932 Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films Die verkaufte Braut

München * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films „Die verkaufte Braut“ im Phoebus-Palast und im Gloria-Filmpalast“

16.08.1932 Liesl Karlstadt steht - alleine - mit großem Erfolg auf der Bühne

München * Liesl Karlstadt steht in dem Stück „Die drei Gschpusi der Zenta“ mit großem Erfolg auf der Bühne.

Karl Valentin hält von diesen „Eskapaden“ nicht sehr viel.

26.11.1932 Der Valentin-Karlstadt-Film Im Photoatelier wird gedreht

München-Geiselgasteig * Der 29-Minuten-Film Im Photoatelier, nach der gleichnamigen Originalszene von Karl Valentin und Liesl Karlstadt, wird in Geiselgasteig gedreht.

03.01.1933 Premiere für den Valentin-Karlstadt-Film: „Im Photoatelier“

München * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films „Im Photoatelier“ in München.

19.03.1933 Liesl Karlstadt steht für Therese Giehse auf der Bühne

München-Graggenau * Liesl Karlstadt steht in den „Kammerspielen“ für Therese Giehse auf der Bühne, weil diese - aufgrund ihrer jüdischen Abstammung - in die Schweiz emigrieren musste.

27.04.1933 Uraufführung des Valentin-Stücks „Ehescheidung vor Gericht“

München-Ludwigsvorstadt * Uraufführung des Valentin-Stücks „Ehescheidung vor Gericht“ im „Kabarett Wien-München“ im „Hotel Wagner“, Sonnenstraße 23.

Innerhalb von 15 Minuten tritt Liesl Karlstadt als Ehemann, Ehefrau, Sohn, preußischer Untermieter und als „Ratschkathl“ auf.
Das Stück wird in 64 Vorstellungen aufgeführt.

05.07.1933 Karl Valentin und Liesl Karlstadt nehmen den Film „Orchesterprobe“ auf

München-Geiselgasteig * Karl Valentin und Liesl Karlstadt nehmen den 23-Minuten-Film „Orchesterprobe“ in Geiselgasteig auf.
Regie: Carl Lamac. 

21.10.1933 Uraufführung des Valentin-Bühnenstücks „Der Theaterbesuch“

München-Ludwigsvorstadt * Uraufführung des Valentin-Bühnenstücks „Der Theaterbesuch“ im „Kabarett Wien-München“, im „Hotel Wagner“ in der Sonnenstraße 23.

Das Stück wird 156 Mal aufgeführt.

27.11.1933 Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films „Die Orchesterprobe

Berlin * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films „Die Orchesterprobe" in Berlin im Beiprogramm zu „Glückliche Reise“.

31.01.1934 Premiere des Valentin-Karlstadt-Stücks „Beim Rechtsanwalt“

München-Ludwigsvorstadt * Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Beim Rechtsanwalt“ im „Kabarett Wien-München“ im „Hotel Wagner“ in der Sonnenstraße 23. 

Das Stück erlebt insgesamt 138 Vorstellungen.

17.03.1934 Karl Valentin beantragt die Konzession für sein „Panoptikum“

München-Ludwigsvorstadt * Karl Valentin beantragt die Konzession für sein „Panoptikum“ in den Kellerräumen des „Hotels Wagner“ in der Sonnenstraße. 

Als Unternehmer gibt er an: „Karl Valentin (Fey) Schauspieler, Liesl Karlstadt (Wellano) Schauspielerin, Eduard Hammer Universitätsplastiker und Gebrüder Wagner, Besitzer des Hotels Wagner“.
Die Illustrationen für das „Panoptikum“ fertigt Ludwig Greiner.

09.04.1934 Konzession für Karl Valentins „Panoptikum“ bewilligt

München * Die „Polizeidirektion“ bewilligt die Konzession für Valentins „Panoptikum“ für die Zeit vom 1. Mai bis 31. Dezember 1934.

11.04.1934 Filmpremiere des Valentin-Karlstadt-Films „Der Theaterbesuch“

Berlin * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films „Der Theaterbesuch“ im „Primus Palast“ in Berlin als Beiprogramm zu „Achtung, wer kennt diese Frau“.

17.04.1934 Premiere des Valentin-Karlstadt-Films „Es knallt“

Berlin * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films „Es knallt“ im „Atrium" in Berlin im Beiprogramm zu „Die vertauschte Braut".

29.05.1934 „Der verhexte Scheinwerfer“ wird in Geiselgasteig gedreht

München-Geiselgasteig * Karl Valentin und Liesl Karlstadt spielen die Hauptrollen in dem 21-Minuten-Film „Der verhexte Scheinwerfer“, der in Geiselgasteig gedreht wird. 

Er entsteht nach der Originalszene „Der reparierte Scheinwerfer“ des Komikerduos.

29.05.1934 Premiere des Valentin-Karlstadt-Films „Im Schallplattenladen“

Berlin * Der Valentin-Karlstadt-Film „Im Schallplattenladen“ wird in Berlin im „Primus-Palast“ und im „Titania-Palast“ im Beiprogramm zu „Bei der blonden Kathrein“ uraufgeführt.

29.05.1934 Der Valentin-Karlstadt-Film „Der Geizhals/Der Geizige“ entsteht

München-Geiselgasteig * In Geiselgasteig entsteht in zwei Tagen der 22 Minuten dauernde Film „Der Geizhals/Der Geizige“ mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt in den Hauptrollen. 

Der Film ist verschollen.

20.06.1934 Der Karl-Valentin-Film „Der Geizhals/Der Geizige“ feiert Premiere

München * Der inzwischen verschollene Karl-Valentin-Film „Der Geizhals/Der Geizige“ feiert Premiere.

31.07.1934 Premiere des Valentin-Karlstadt-Films „Der verhexte Scheinwerfer“

München * Premiere des Valentin-Karlstadt-Films „Der verhexte Scheinwerfer“.

31.07.1934 Der Valentin-Karlstadt-Film „So ein Theater“ wird uraufgeführt

München * Der Valentin-Karlstadt-Film „So ein Theater/Vorstadttheater“ wird uraufgeführt.

14.10.1934 Liesl Karlstadt investiert in Karl Valentins „Panoptikum“

München * Liesl Karlstadt übergibt ihrem Bühnenpartner Karl Valentin 4.000.- Mark - zinsfrei - für das „Panoptikum“

Dafür erhält das „Frl. Karlstadt von den Einnahmen auf die Zeitdauer des Unternehmens ein Drittel Gewinnanteil“.

21.10.1934 Karl Valentin eröffnet sein „Panoptikum“

München-Ludwigsvorstadt * Karl Valentin eröffnet in den Kellerräumen des „Hotels Wagner“ in der Sonnenstraße sein „Panoptikum“, einen „Kuriositäten- und Schauerkeller“, mit dem angeschlossenen Nachtlokal „Die Hölle“ mit „Barbetrieb und Höllenmusik“.

14.12.1934 Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films „Der Firmling“

Berlin * Premiere des Valentin-Karlstadt-Films „Der Firmling“ im „Ufa-Pavillon“ am Nollendorfplatz in Berlin, im Beiprogramm zu „Schach der Eva“.

31.12.1934 Vorläufiges Aus für Karl Valentins „Panoptikum“

München-Ludwigsvorstadt * Karl Valentins „Panoptikum“ wird geschlossen, nachdem die Konzession ausgelaufen ist.

06.04.1935 Liesl Karlstadts Selbstmordversuch

München-Lehel * An der Prinzregentenbrücke wird vormittags um 9 Uhr eine junge Frau aus der Isar gezogen, die sich das Leben nehmen wollte: Liesl Karlstadt.

16.11.1935 Karl Valentins „Panoptikum“ im „Hotel Wagner“ schließt endgültig

München-Ludwigsvorstadt * Das „Panoptikum“ Karl Valentins im „Hotel Wagner“ schließt - wegen Erfolglosigkeit - endgültig.

01.12.1935 Erneutes Gastspiel im Berliner im „Kabarett der Komiker“

Berlin * Karl Valentin und Liesl Karlstadt absolvieren bis 12. Dezember im „Kabarett der Komiker“ in Berlin ein Gastspiel.

20.12.1935 Premiere des Films „Kirschen in Nachbars Garten“

Berlin * Die Premiere des unter Beteiligung von Karl Valentin und Liesl Karlstadt gedrehten Films „Kirschen in Nachbars Garten“ findet im „Titania-Palast“ in Berlin statt.

26.02.1936 Der Valentin-Film „Die karierte Weste“ wird gedreht

München-Geiselgasteig * Dreharbeiten zu dem 17 Minuten langen Film „Die karierte Weste“ mit Karl Valentin als Trödler und Liesl Karlstadt als seine Frau in den Hauptrollen. 

Regie führt Erich Engels.

27.02.1936 Dreharbeiten für den Valentin-Film „Beim Nervenarzt/Kalte Füße“

München-Geiselgasteig * Der 19 Minuten lange Streifen „Beim Nervenarzt/Kalte Füße“ entsteht.

Als Darsteller treten in dem Film auf: Karl Valentin als Herr Meier, Liesl Karlstadt als Nervenarzt, Bäcker und Ober sowie Reinhold Bernt als Bäckergeselle.
Regie führt Erich Engels.

24.04.1936 Uraufführung des Kurzfilms „Das verhängnisvolle Geigensolo“

München * Der Kurzfilm „Das verhängnisvolle Geigensolo“ mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt in den Hauptrollen wird uraufgeführt.

08.05.1936 Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films „Beim Rechtsanwalt“

München * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films „Beim Rechtsanwalt“.

19.05.1936 Premiere des Valentin-Karlstadt-Films „Die karierte Weste“

München * Der Valentin-Karlstadt-Film „Die karierte Weste“ hat Premiere.

18.06.1936 Uraufführung des Kurzfilms „Beim Nervenarzt/Kalte Füße“

München * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Kurzfilms „Beim Nervenarzt/Kalte Füße“.

Der Film läuft zeitweise im Beiprogramm zu „Drei tolle Tage“.

10.07.1936 Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films „Straßenmusik“

München-Hackenviertel * Uraufführung des Films „Straßenmusik“ mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt im „Ufa-Theater Sendlingertor-Lichtspiele“.

21.09.1936 Der Valentin-Karlstadt-Kurzfilm „Die Erbschaft“ wird verboten

München * Der Valentin-Karlstadt-Kurzfilm „Die Erbschaft“ wird von der nationalsozialistischen Zensur verboten.

30.10.1936 Uraufführung des Spielfilms „Donner, Blitz und Sonnenschein“

München * Uraufführung des abendfüllenden Spielfilms „Donner, Blitz und Sonnenschein“ mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt im Münchner „Atlantik-Filmpalast“.

04.04.1938 Der Valentin-Karlstadt-Film „Der Bittsteller“ liegt der Zensur vor

München * Der Valentin-Karlstadt-Film „Der Bittsteller“ liegt erst zwei Jahre nach seiner Entstehung der Zensur vor. 

Obwohl der Film nicht verboten wird, kommt er nicht zur öffentlichen Aufführung.

01.05.1938 Uraufführung der Valentin-Karlstadt-Groteske „Der Umzug“

München-Ludwigsvorstadt * Uraufführung der Valentin-Karlstadt-Groteske „Der Umzug“ im „Deutschen Theater“, Schwanthalerstraße 13.

Das NS-System zensiert den ursprünglichen Schluss des Stücks, als ein Abrissbagger auf die Bühne rollt.
Das Stück wird insgesamt 78 Mal aufgeführt.

31.10.1938 Der Valentin-Film „Der Antennendraht/Im Senderaum“ und die Zensur

München * Der Valentin-Karlstadt-Film „Der Antennendraht/Im Senderaum“ liegt der Zensur vor.

Laut Karl Valentin wurde der Film während der Nazi-Zeit nicht öffentlich aufgeführt.

23.04.1939 Liesl Karlstadt bricht während der Vorstellung zusammen

Augsburg * Während eines Gastspiels mit Karl Valentin im „Apollotheater“ in Augsburg bricht Liesl Karlstadt zusammen. 

Daraufhin zieht sie sich von der Bühne zurück.

Karl Valentin lässt umgehend Annemarie Fischer aus München kommen und besetzt die Karlstadt-Rolle bis zur Beendigung des Engagements am 30. April mit ihr.

19.08.1941 Uraufführung des Films „Der Tobis-Trichter“

Berlin * Der Film „Der Tobis-Trichter - Volkstum aus deutschen Gauen“ wird im Berliner „Tauentzien-Palast“ uraufgeführt. 

Der Film enthält neben Auftritten von Adolf Gondrell, Weiß-Ferdl und anderen den Valentin-Karlstadt-Sketch „In der Apotheke“
Hans Albin führt Regie für den 17-Minuten-Film. 

04.06.1942 Karl Valentin feiert im „Ketterl“ seinen 60. Geburtstag

München-Lehel * Karl Valentin feiert im „Ketterl“ seinen 60. Geburtstag.

Liesl Karlstadt schreibt ihre eher unpersönlich gehaltenen Geburtstagsgrüße auf eine Autogrammkarte:  
„Zum 60. Geburtstag gratuliere ich und wünsche dir alles Gute - Gesundheit und noch viele schöne Jahre. Möge dir alles in Erfüllung gehen, was du dir selbst wünscht.
Deine Partnerin Liesl Karlstadt“
 

20.11.1945 Liesl Karlstadt spielt in dem Stück „Sturm im Wasserglas“

München * Liesl Karlstadt spielt im „Volkstheater“ in dem Stück „Sturm im Wasserglas“.

26.06.1946 Liesl Karlstadt tourt durch 56 bayerische Städte

Freistaat Bayern * Bis 30. September 1946 unternimmt Liesl Karlstadt mit dem Stück „Das schwedische Zündholz“ eine ausgedehnte Tournee durch 56 bayerische Städte.

17.10.1946 Liesl Karlstadt nimmt die Zusammenarbeit mit Karl Valentin wieder auf

München * Liesl Karlstadt nimmt die Zusammenarbeit mit Karl Valentin wieder auf.

Zuerst mit gemeinsamen Rundfunkaufnahmen.

06.09.1947 Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten wieder gemeinsam auf

München-Pasing * Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten nach siebenjähriger Pause „anlässlich einer geschlossenen Veranstaltung in Pasing“ erstmals wieder gemeinsam auf.

11.12.1947 Karl Valentin und Liesl Karlstadt gastieren im „Bunten Würfel“

München-Haidhausen * Karl Valentin und Liesl Karlstadt gastieren bis 15. Dezember im „Bunten Würfel“ in Haidhausen.

01.01.1948 Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten im „Simpl“ auf

München-Maxvorstadt * Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten bis 12. Januar gemeinsam im „Simpl“ auf.

22.01.1948 Valentin-Karlstadt-Gastspiel im „Bunten Würfel“

München-Haidhausen * Karl Valentin und Liesl Karlstadt geben bis 31. Januar ein Gastspiel im „Bunten Würfel“ an der Preysingstraße 42.

27.07.1960 Liesl Karlstadt stirbt im Alter von 68 Jahren

Garmisch * Liesl Karlstadt stirbt im Alter von 68 Jahren während einer Urlaubsreise in Garmisch.

30.07.1960 Liesl Karlstadt wird am Ostfriedhof beigesetzt

München-Obergiesing - München-Bogenhausen * Liesl Karlstadt wird unter größter Anteilnahme der Münchner Bevölkerung am Ostfriedhof beigesetzt.

Ihr Grab befindet sich inzwischen auf dem Bogenhausener Prominentenfriedhof.

28.07.1961 Der „Liesl-Karlstadt-Brunnen“ am Viktualienmarkt wird aufgedreht

München-Angerviertel * Der „Liesl-Karlstadt-Brunnen“ am Viktualienmarkt wird aufgedreht.

Hans Osel formte die Bronzefigur der langjährigen Partnerin von Karl Valentin.

16.05.1976 Uraufführung mit 40 Jahren Verspätung

München-Angerviertel * 40 Jahre nach Entstehen des von der Nazi-Zensur verbotenen Valentin-Karlstadt-Kurzfilms „Die Erbschaft“ wird dieser im „Münchner Stadtmuseum“ uraufgeführt.

15.05.2012 Der „Valentin-Karlstadt-Förderverein e.V. * SAUBANDE“ wird gegründet

München-Graggenau - München-Angerviertel * Im „Turmstüberl“ des „Valentin-Karlstadt-Musäums“ gründet sich der „Valentin-Karlstadt-Förderverein e.V. * SAUBANDE“

Seine Aufgaben sieht er in der „Wahrung, Stärkung und Verbreitung des Ansehens und des Wissens über Karl Valentin, Liesl Karlstadt und den Münchner Volkssängern“.




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