Personenverzeichnis

Franz Ritter von Epp

Ereignisse

15.02.1919 Franz Ritter von Epp stellt ein „Freikorps“ zusammen

Ohrdruf * Seit Mitte Februar stellt Franz Ritter von Epp im thüringischen Ohrdruf im Auftrag des „Reichswehrministers“ Gustav Noske ein „Freikorps“ zusammen. 

Offiziell soll es dem „Grenzschutz Ost“ dienen.

In Bayern befürchtet man von Anfang an, dass die Truppe für den Einsatz im Inneren bestimmt ist, weshalb Ernst Schneppenhorst, der „Minister für militärische Angelegenheiten“, später die Zusammenarbeit mit dem „Freikorps Epp“ ablehnen wird.  

10.04.1919 Gegenrevolutionärer Truppenverbände ziehen in Ingolstadt ein

Ingolstadt * Der „Minister für militärische Angelegenheiten“, Ernst Schneppenhorst, und das „Freikorps Epp“, mit Franz Xaver Ritter von Epp an der Spitze gegenrevolutionärer Truppenverbände, ziehen in Ingolstadt ein. 

13.04.1919 „Vertraulich! Nicht auf bayr. Boden mitnehmen!“

Ohrdruf * Die „Werbezentrale des Freikorps Epp“ veröffentlicht ein Flugblatt mit folgendem Inhalt:

„Vertraulich! Nicht auf bayr. Boden mitnehmen! 

Ministerpräsident Hoffmann hat das Versprechen gegeben, dass die Werbung für das Freikorps zwar nicht offiziell erlaubt würde, dass aber weitere Schwierigkeiten den Werbern nicht gemacht werden sollten. [...] 

Es ist anzunehmen, dass dagegen der bayr. Mil. Minister alles versuchen wird, um die Werbung zu hemmen“

27.04.1919 Besetzungs-Befehle des „Reichswehrtruppenkommandos“

Freistaat Bayern * Auf Befehl des „Reichswehrtruppenkommandos“ sind Generalleutnant Ernst von Oven alle bayerischen und württembergischen Truppen einschließlich des „Freiwilligen Bayerischen Schützenkorps“ unter Oberst Franz Xaver Ritter von Epp unterstellt. 

02.05.1919 Das „Freikorps Werdenfels“ beteiligt sich an den „Säuberungsmaßnahmen“

München-Giesing * Das „Freikorps Werdenfels“ wird um 10 Uhr in Großhesselohe ausgeladen und beteiligt sich bis zum 6. Mai an den „Säuberungsmaßnahmen“ in Harlaching und Giesing, die als „Hochburg kommunistischer Verseuchung und Verhetzung“ angesehen werden. 

Nach der Ankunft in München wird das „Freikorps Werdenfels“ dem „Bayerischen Schützenkorps“ unter Führung von Oberst Franz-Xaver Ritter von Epp als „Reserve“ zugeteilt.

09.03.1933 Sturz der konservativen „Regierung Held“ in Bayern

München-Kreuzviertel * Sturz der konservativen „Regierung Held“ in Bayern durch die Nationalsozialisten.

Bayern wird als Letztes der deutschen Länder in Hitlers Herrschaft eingefügt. 

Ritter Franz-Xaver von Epp wird „Reichskommissar für Bayern“, Heinrich Himmler „kommissarischer Polizeipräsident“ in München.

16.03.1933 Franz Xaver Ritter von Epp übernimmt die Macht in Bayern

München-Kreuzviertel * Franz Xaver Ritter von Epp übernimmt als „Kommissarischer Reichsstatthalter und Ministerpräsident“ die Macht in Bayern.

10.04.1933 Franz Xaver Ritter von Epp wird „Reichsstatthalter von Bayern“

Berlin - München * Franz Xaver Ritter von Epp wird durch „Reichspräsident“ Paul von Hindenburg zum „Reichsstatthalter von Bayern“ ernannt.

22.06.1933 Ein neuer Vertrag mit dem „Scharfrichter“ Johann Reichhart

München * Der dem „NS-Reichsstatthalter“ Ritter von Epp unterstellte „Freistaat Bayern“ schließt mit dem „Scharfrichter“ Johann Reichhart einen neuen Vertrag.

Damit erhöht sich sein Jahresgehalt auf stattliche 3.000.- RMark (monatlich 250 RM). Er verfügt nun über ein regelmäßiges Einkommen, das dem eines „Regierungsrates“ entspricht.

30.01.1934 Das „Gesetz über den Neuaufbau des Reiches“

München-Kreuzviertel * Der „Freistaat Bayern“ geht mit dem „Gesetz über den Neuaufbau des Reiches“ unter. 

  • Die „Länderparlamente“ und die „Hoheitsrechte“ der Länder werden aufgehoben.
  • Die „Länderregierungen“ werden zu „Mittelbehörden“ des Reichs. 
  • Die deutschen Länder dürfen keine eigenen diplomatischen Vertretungen mehr unterhalten. 
  • „Reichsstatthalter“ Franz Xaver Ritter von Epp untersteht der Dienstaufsicht des „Reichsinnenministeriums“.
  • Seine Aufgabe besteht hauptsächlich in der schrittweisen Auflösung der politischen Selbstständigkeit Bayerns.

Als Epps „Amtssitz“ wird das ehemalige Gebäude der „Preußischen Gesandtschaft“ ausgewählt, das inzwischen in den Besitz des „Deutschen Reichs“ übergegangen war.




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