Personenverzeichnis

Johann Dosch

Ereignisse

13.04.1919 Die „Zweite Räterepublik“ oder „Kommunistische Räterepublik“ ausgerufen

München-Graggenau * Noch während am Hauptbahnhof gekämpft wird, kommen im „Hofbräuhaus“ die „Betriebs- und Soldatenräte“ zusammen. 

  • Sie rufen die „Zweite Räterepublik“ oder „Kommunistische Räterepublik“ aus,
  • erklären den „Provisorischen revolutionären Zentralrat“ für abgesetzt und
  • übertragen die gesamte gesetzgebende und vollziehende Gewalt einem 15-köpfigen „Aktionsausschuss“
    Dieser besteht aus Mitgliedern der KPD, der USPD und der SPD.

Der „Aktionsausschuss“ wählt einen vierköpfigen „Vollzugsrat“:

  • Eugen Leviné, Max Levien, xxx Dietrich und xxx Werner.
  • „Stadtkommandant“ wird der 23-jährige Rudolf Egelhofer.
  • Johann Dosch, ein steckbrieflich gesuchter Krimineller, wird neuer „Polizeipräsident“
14.04.1919 „Polizeipräsident“ Johann Dosch nimmt Hausdurchsuchungen vor

München * Johann Dosch, der neue „Polizeipräsident“, nimmt mit acht Mitgliedern der „Roten Armee“ auf eigene Faust Hausdurchsuchungen vor.

Er beschlagnahmt dabei Gegenstände im Wert von rund 100.000 Mark.

14.04.1919 Der „Vollzugsrat“ hat den „Generalstreik“ ausgerufen

München * Erster Tag des „Generalstreiks“, den der „Vollzugsrat“ ausgerufen hat.

Er wird bis zum 22. April andauern. 

15.04.1919 Hans Köberl wird „Polizeipräsident“

München * Der mit 21 Vorstrafen behaftete Hans Köberl, bisher „stellvertretender Polizeipräsident“, übernimmt von Johann Dosch das Amt des „Polizeipräsidenten“

Dosch wird nun sein Stellvertreter. 

22.04.1919 Der „Dentist“ Johann Clemens Waldschmidt wird „Polizeipräsident“

München * „Polizeipräsident“ Hans Köberl und sein Stellvertreter Johann Dosch werden abgesetzt und verhaftet. 

Neuer Chef im „Polizeipräsidium“ wird der ebenfalls vorbestrafte „Dentist“ Johann Clemens Waldschmidt.

22.04.1919 Die „Demonstration des Proletariats“ mit einer großen „Truppenschau“

München * Um 11 Uhr beginnt an diesem neunten Tag des „Generalstreiks“ die „Demonstration des Proletariats“ mit einer großen „Truppenschau“, die zugleich der Massenmobilisierung in München dient.
Rund 12 bis 15.000 bewaffnete Angehörige der „Roten Armee“ marschieren mit.  

Um 15 Uhr finden in den größten Münchner Sälen elf „Massenversammlungen“ statt, auf denen Mitglieder des „Vollzugsrats“ Reden halten.

Um 17 Uhr setzt sich ein großer „Demonstrationszug“ in Bewegung, der von der „Theresienwiese“ durch die Innenstadt bis zum „Siegestor“ zieht und sich schließlich vor dem „Wittelsbacher Palais“ auflöst.

Ernst Toller warnt - trotz der erzielten Siege gegen die „Weißen Truppen“ bei Dachau - vor einer Fortsetzung der kriegerischen Auseinandersetzungen.
Er will lieber mit Vertretern der in Bamberg tagenden „Regierung Hoffmann“ verhandeln. 




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