Münchner Revolutionsgeschichte 1918/19

01.09.1919

München * Der erste „Geiselmordprozess“ vor dem „Volksgericht München“ beginnt.  
Er wird bis zum 18. September andauern.

Es geht um den Mord an zehn Geiseln am 30. April im Hof des „Luitpold-Gymnasiums“.

Von den 16 Angeklagten werden sechs zum Tode verurteilt.  
Sieben Angeklagte werden zu 15 Jahre „Zuchthaus“ verurteilt. 

05.09.1919

München * Alle acht bayerischen Bischöfe lehnen die demokratische „Weimarer Verfassung“ ab.

„Halte sich wenigsten der Priesterstand das Gewissen rein und frei gegenüber einer Republik und ihrer Verfassung, die aus der Sünde der Revolution und damit aus dem Fluche geboren sind und diesen Fluch bis in das dritte und vierte Geschlecht vererben werden“

10.09.1919

Saint-Germain-en-Laye * Der Friedensvertrag von Saint-Germain-en-Laye zwischen Österreich und den Alliierten wird geschlossen. 

15.09.1919

Freistaat Bayern * Die Verfassung des Freistaats Bayern tritt in Kraft.

In Artikel 15 heißt es:
(1) Alle Bayern sind gleich.
(2) Der bayerische Adel ist aufgehoben. 

17.09.1919

München-Au * Am 17. und 18. September entstehen die ersten Schallplattenaufnahmen - im Trichterverfahren - mit Liesl Karlstadt und der Schallplattenfirma Polyphon im Festsaal der Paulanerbräu-Gaststätte München.

19.09.1919

München-Obergiesing * Die sechs zum Tode Verurteilten aus dem ersten „Geiselmordprozess“ werden im „Gefängnis Stadelheim“ durch Erschießen hingerichtet. 

28.09.1919

München-Theresienwiese * Als Ersatz für das „Oktoberfest“ wird ein „Herbstfest“ durchgeführt.

30.09.1919

München * Aus dem Verlag Franz Eher Nachfolger wird die Franz Eher Nachfolger GmbH.

Gesellschafterinnen sind nun Käthe Bierbaumer, die Freundin von Rudolf von Sebottendorff, und Sebottendorffs Schwester Dora Kunze. 




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