Münchner Revolutionsgeschichte 1918/19

02.05.1918

München * Das bayerische Innenministerium schreibt an die Kgl. Regierungen:

Die Münchner USPD bildet „das Sammelbecken für alle revolutionär gesinnten Kreise“

16.05.1918

Berlin - Deutsches Reich * Das Kriegsernährungsamt kürzt die tägliche Brotration auf 150 Gramm pro Person. 

18.05.1918

München-Stadelheim * Lorenz Winkler, Aktivist beim Münchner Januarstreik, beginnt einen Hungerstreik.

Er wird daraufhin psychiatrisch untersucht. 

26.05.1918

München * Die Feierlichkeiten zu 100 Jahre Bayerische Verfassung werden - während des Ersten Weltkriegs - unter Einbeziehung der Bevölkerung in „schlichter Einfachheit“ begangen.

27.05.1918

Soissons - Nordfrankreich * Gemäß seiner „Hammerschlag-Direktive“ lässt Generalquartiermeister Erich Ludendorff die deutschen Truppen im Raum Soissons als dritte „Frühjahrsoffensive“ als „Operation Blücher-Yorck“ in Kriegshandlungen eintreten. 

Die Deutschen können schließlich die Marne erreichen, weshalb die Franzosen von der „Zweiten Marneschlacht“ sprechen.

Die Deutschen rücken bis auf 92 Kilometer an Paris heran und beschießen die französische Hauptstadt mit dem „Paris-Geschütz“. Das hat zwar keinen militärischen Nutzen, löst aber eine Panik in der Zivilbevölkerung aus. 256 Zivilisten sterben.

Die deutschen Geländegewinne sind zwar bedeutungslos, dennoch glauben viele an der „Heimatfront“, dass der entscheidende Sieg jetzt unmittelbar bevor steht. 

29.05.1918

München * Lorenz Winkler, Aktivist beim Münchner Januarstreik, wird bis 23. Juli 1918 in die Psychiatrie eingeliefert.