Geschichte - Dienstag den 7.4.1919

Dienstag den 7.4.1919

In der „Räteregierung“ sitzen keine Mehrheitssozialdemokraten

München * In der „Räteregierung“, also dem „Rat der Volksbeauftragten“, sitzen keine Mehrheitssozialdemokraten, wohl aber im „Revolutionären Zentralrat“.

Führende Funktionen haben die Schriftsteller Ernst Toller, Gustav Landauer und Erich Mühsam.
Ihre geringe politische Erfahrung betrachten sie nicht als Mangel, da sie den herrschenden Konventionen der Politik ja sowieso ablehnend gegenüberstehen.
Deshalb wird die „Erste Räterepublik“ häufig auch abschätzend als „Literatenrepublik“ bezeichnet.

  • Oberster Repräsentant der „Baierischen Räterepublik“ ist Ernst Toller, der zum linken Flügel der USPD zählt und deren Vorsitzender er ist.
  • Das Amt des „Volksbeauftragten für Finanzen“ übernimmt Silvio Gesell,
  • „Volksbeauftragter für Volkswohlfahrt“ wird August Hagemeister und
  • „Volksbeauftragter für Volksaufklärung“ wird der „Anarchist“ Gustav Landauer.

Der Bayerische Landtag wird als „unfruchtbares Gebilde des überwundenen bürgerlich-kapitalistischen Zeitalters“ für aufgelöst erklärt und  die sofortige Gründung einer „Roten Armee“ angekündigt. 


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